Stinka Dominik

Stinka
Dominik

16.01.1995
 
-
07.12.2011
 

Gedenkseite für Dominik

Liebe Freunde,

weinet nicht, weil sonst mein Herz zerbricht.
In jeder Sekunde bin ich bei euch, werd immer da sein, glaubt mir.
Der Tod kann uns nicht trennen,
lasst einfach eine Kerze brennen.
So hell wie das Licht vom Kerzenschein,
so hell werd ich euer Stern am Himmelszelt sein.
Ich werd immer über euch wachen,
mit euch weinen und mit euch lachen.
Niemals werdet ihr ohne mich sein.
Sucht mich im Wind, in der Nacht und im Sonnenschein.
Wann immer ihr mich sucht, ihr werdet mich finden.
Denn unsere Liebe kann alle Grenzen überwinden.
Ich werde euch streicheln. Dabei hilft mir der Wind.
Auch wenn uns auf Erden keine Zeit mehr blieb,
ich warte im Himmel, ich hab euch sehr lieb!
Nun seid nicht mehr traurig, denkt mit einem Lächeln an mich.
Schaut doch zum Himmel, dann seht ihr mich!





Lieber Dominik,

du warst ein wunderbarer Mensch. Leider musstest du uns viel zu früh verlassen. Wie gern hätten wir dich noch länger bei uns gehabt, wie gern würden wir noch einmal deine Stimme und dein Lachen hören, wie gern würden wir dich noch ein letztes Mal in den Arm nehmen und dir sagen wie sehr wir dich lieben.

Dein ganzes Leben war ein Kampf, den du immer tapfer gekämpft hast. Leider hat deine Kraft am Ende nicht mehr ausgereicht. Jetzt bist du frei, endlich deinen Frieden zu finden. Wir wünschen dir von ganzem Herzen, dass es dir dort, wo du jetzt bist, gut geht und dass du keine Schmerzen und keine Angst mehr haben musst.

Es fällt uns schwer, ohne dich weiter zu machen. Du fehlst!

In Liebe
Deine große Sis Henni



Jeder folgt in seinem Leben einer Straße.
Keiner weiß vorher, wann und wo sie endet.
Alle hinterlassen Spuren und manche kreuzen unseren Weg.
Einige, die wir trafen, werden wir nicht vergessen.
Auch wenn sie für immer gehen, in unseren Herzen und unserer Erinnerung bleiben sie.
Du bist einer dieser Menschen, Dominik.
Danke, dass ich dir begegnen durfte.

Deine Maja



Lieber Dominik,

wir haben immer offen miteinander geredet und anders will ich es auch
nicht halten, wo meine Worte an Dich im Kreise Deiner Lieben verlesen
werden: Du warst schwierig. Nicht selten hast Du mich an den Rand der
Verzweifelung gebracht. Aber Du hast auch immer etwas gegeben - mich zum
Nachdenken gebracht. Du hast alles hinterfragt und für vieles Deine
eigenen Antworten gefunden. Oft hast Du mich erstaunt. Von allem, was
Dich ausgemacht hat, möchte ich eins herausgreifen, worüber wir uns
besonders gerne unterhalten haben: Die Fotografie. Man muss kein Kenner
oder Könner sein, um in Deinen Fotos zu erkennen, dass Du einen
besonderen Blick auf die Dinge hattest. Du hast extrem in jedes Foto
investiert - Zeit, Mühe und Gefühl - wolltest jedes einzelne zu einem
eigenständigen kleinen Kunstwerk machen, was Dir meiner bescheidenen
Meinung nach auch nicht selten gelungen ist. Ich fotografiere seit
unseren Unterhaltungen über dieses Thema selber anders. Oft denke ich
bei einem Foto, das hätte Dir vielleicht gefallen. Kleinigkeiten, die
mir sonst möglicherweise entgangen wären, finden nun meine
Aufmerksamkeit, bei denen ich denke, dass auch Du sie vielleicht als
Motiv gewählt hättest. Aber auch Menschen konntest Du in besonderer
Weise einfangen. Deine Porträts, die ich sehen durfte, wirkten besonders
lebendig. Etwas, was nur jemand so einfangen konnte, der selber äußerst
lebendig war. Selbst wenn Du Dich oft extrem zurückgezogen hast, war das
vor allem Ausdruck Deiner besonderen Sensibilität und Deiner besonderen
Lebendigkeit. Ich habe Dich durch so manches dieser Tiefs begleitet, so
gut ich eben konnte. Ich hoffe Du verzeihst mir, dass ich nicht für Dich
da war, als Du mich zuletzt gebraucht hättest. Du wirst mir fehlen.

Dein Frank



D - Durchsetzungsvermögen
O - Offenheit
M - Mitgefühl
I - Intelligenz
N - Neugier
I - Introvertiertheit
K - Kraft

Ein Lebensweg ist zu Ende, der für Dominik oft mit Leiden und Schmerzen erfüllt war.
Zu Ende ein Weg, der oft mit Ungewissheit und Angst einherging. Zu Ende der Weg eines Menschen, der zu unserem Leben einfach dazugehörte, der eigentlich aus einem gemeinsamen Miteinander nicht mehr wegzudenken war. Am 7. Dezember war sein Kampf für immer verloren - an jenem Datum wurde das Herz von Dominik schwach - zu schwach um seinen Körper mit Leben zu erfüllen. Wie konnte es Dominik gelingen, sich trotz des schweren Leids, das ihm widerfahren ist, immer Kraft und Mut zum Leben zu bewahren? In jenen Tagen des Leids ist unser Innerstes von zwei bedeutenden Säulen getragen. Es ist wichtig, dass andere Menschen in diesen Tagen an unserer Seite sind, uns Mut, Liebe und das Gefühl von Geborgenheit geben - und die zweite Säule im Leid ist Hoffnung - Hoffnung das sich das Blatt vielleicht doch noch wenden könnte, auch wenn man genau weiß, dass man noch einen langen Weg vor sich hat, einen Weg, der einem manchmal endlos erscheint, auch wenn man sich mit Fragen quält, die nach einem Sinn suchen, die danach fragen, was man vom Leben zukünftig noch zu erwarten hat. Dominik hatte diese Menschen an seiner Seite. Er hatte Sie, liebe Jette und lieber Alex, er hatte Dich, liebe Maja, und er hatte Frank. Sie alle haben ihm immer wieder Hoffnung gegeben, ihm Mut gemacht und ihm gezeigt, dass das Leben lebenswert sein kann. Es sind Kleinigkeiten, die uns besonders in diesen Tagen, ganz außerordentlich erscheinen. Liebe Jette, besonders Sie, haben am heutigen Tag, die wohl schwerste Last zu tragen, Sie sind gezwungen, Ihrem kleinen Bruder, für immer Lebewohl zu sagen. Momentan wird jede Erinnerung an ihn, die Sie in sich tragen, auch wenn sie noch so schön ist, nur weh tun - jeder Gedanke, jedes noch so schöne Erlebnis, es bereitet ihnen Schmerzen. Es scheint so, als gehören Ihre Gedanken nicht zu Ihnen, sie lassen sich nicht lenken, jede Ablenkung des Alltags, endet immer wieder bei dem Verlust der Ihnen widerfahren ist. Ihr Bruder war der Mensch, der immer an ihrer Seite war, wenn sie Ihn brauchten, der bereit war, bedingungslos alles für Sie zu geben. Bewahren Sie sich diese einzigartige Erinnerung, an ihn, ganz tief in ihrem Herzen. Früher oder später, wenn die Trauer und der Schmerz aus Ihrem Innersten gewichen ist, werden Sie ohne Wehmut auf gemeinsam Erlebtes blicken, Sie werden vielleicht auch wieder lächeln können, wenn Sie an ihren Bruder denken. Doch wann Ihr Herz dazu bereit sein wird, vermag niemand zu sagen -Trauer lässt sich nicht beschreiben oder gar bekämpfen um ihr ein Ende zu bereiten - man muss sie erdulden, erfahren und durchleben. Nun möchte ich mit meinen Worten nicht alles noch schwerer machen, als es ohnehin schon ist. Lassen sie mich ehrend und würdigend auf das Leben von Dominik, den ich leider nur eine kurze Zeit lang begleiten durfte, blicken - lassen Sie, liebe Familie, gemeinsam Erlebtes -Tage die Sie in Verbundenheit verbrachten, vor Ihrem inneren Auge Revue passieren. Am 16.01.1995 wurde Dominik geboren. Sie, liebe Jette, haben sich als große Schwester von Anfang an rührend um Ihren kleinen Bruder gekümmert. Oft hat er mir davon berichtet, wie gern er sich an die Zeit, die er mit Ihnen verbringen durfte, erinnert.
Getragen von schweren Erlebnissen und Einschnitten, erlebte er seine Kindheit, eine Kindheit die ihn entscheidend prägte. Es war nicht leicht, eine vertraute Beziehung zu Dominik aufzubauen. Nur wenige Menschen können behaupten, das geschafft zu haben. Die, die das behaupten können, wissen aber, was für ein einzigartiger Mensch Dominik war. Er konnte immer zuhören, hatte immer ein liebes Wort für einen Menschen der in Not war und hat sich vor allem für die Kleinen und Schwachen in unserer Gesellschaft sehr engagiert. Fürsorglich, mit Liebe und Verantwortung, war ihr Bruder gerade in den letzten Monaten immer an Ihrer Seite, liebe Jette. Er war bereit, alles für Sie und für Maximilian zu geben. Sie beide waren der Mittelpunkt in seinem Leben. Ihr Herz ist von tiefem Schmerz getroffen, so vieles gemeinsam Erlebte - unzählige Erinnerungen, verbinden Sie mit Ihrem Bruder. So entsteht durch sein Gehen aus der Welt, eine nie mehr zu schließende Lücke in ihrem Miteinander. Für mich ist es am heutigen Tag nicht möglich, 16 gelebte Jahre, voll mit Erlebnissen, Schicksalsschlägen und unvergesslich schönen Stunden, durch Worte wiederzugeben.
16 Jahre Leben, genug oder zu wenig? Ich denke, sie waren ausreichend, um Sie alle geprägt zu haben - doch waren sie gewiss zu wenig für die Menschen, die den Weg mit Dominik teilten und noch Unzähliges mit ihm erleben wollten. Ein Tag vergeht - Jahre vergehen - das Leben vergeht.
Gibt es irgend eine natürliche Gewalt, die unser Leben bestimmt, die am Beginn sagen kann, so wird unser Leben verlaufen, oder kann sie sagen, wann ein Leben zu Ende ist? Wohl kaum, ich denke der Lauf unserer Lebenswege, wird von uns Menschen allein beeinflusst, egal ob positiv oder negativ. Man gewinnt im Leben an Erfahrung, wird von einem anderen Menschen geformt, oder formt uns das Schicksal - das Schicksal, aus dem wir immer wieder lernen können - lernen, an Niederlagen nicht zu zerbrechen, mit erhobenem Haupt dem Leben entgegen zu treten?
Jeder Mensch erwächst zu einem unverwechselbaren und einmaligen Individuum. Wenn Sie, liebe Familie und liebe Freunde, momentan das Gefühl haben, dass alles sinnlos ist - das Leben in seinen kräftigen Farben nur noch grau und düster erscheint, so kann man diese Lebensgefühle nach einem solchen Schicksalsschlag als normal ansehen, Trauer nimmt uns den Blick für das wirkliche Leben - aber die Trauer ist es auch, die Ihnen helfen kann, Ihr Herz zu befreien - wenn sie bereit sind diese Gefühle zu zu lassen - Trauer kann zu Trost werden - aus Schmerzen wächst Dankbarkeit. Dankbarkeit, so einen Menschen wie Dominik an der Seite gehabt zu haben. Seine Hingabe, sein Wohlwollen und seine Fürsorge kennen gelernt zu haben. Seine Hilfsbereitschaft schätzen gelernt zu haben. Sie werden Dankbarkeit empfinden, den Weg des Lebens mit so einem einzigartigen und gutherzigen Menschen gemeinsam gegangen zu sein - durch eine Zeit, durch die Sie alle zu einer starken, unzertrennlichen Gemeinschaft geworden sind.
Ich bin dankbar, Dominik kennengelernt zu haben.

Martin



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