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Wenn Kinder trauern

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„Wie fühlt sich das an, wenn ich tot bin?“ oder „Wo gehen wir hin, wenn wir sterben?“, das sind Fragen, die schon kleine Kinder stellen und damit die Erwachsenen oft in Erklärungsnot bringen. Kinder konfrontieren uns mit dem Tod – und spätestens wenn Opa oder Oma, Hamster oder Hund sterben, dann erleben sie die Gegenwart des Todes unmittelbar. Doch wie trauern sie – und wie können wir ihnen dabei helfen, den Verlust zu verarbeiten?


Je nach Alter gehen Kinder unterschiedlich mit Verlusten um. Kindertrauer hat viele Facetten. Kinder weinen, suchen körperliche Nähe oder ziehen sich still in eine Ecke zurück und sind oftmals einen Moment später ins Spiel vertieft, lachen und toben. Jede Verhaltensweise ist möglich – von der Wut über den Rückzug hin zu rastloser Aktivität – und alles gehört zum Durchleben des Trauerprozesses dazu.


Hilfreich für das Kind ist es, jedem Verhalten Raum zu geben und es liebevoll aufzufangen. Das kann dann schwierig sein, wenn der/die Erwachsene selbst trauert, z.B. um Elternteil, Partner/-in oder Kind. Hier sind die Erwachsenen aufgefordert, sich Unterstützung zur gemeinsamen Bewältigung der Trauer zu holen. Das gilt auch, wenn das Kind unter starken, anhaltenden Ängsten oder Schuldgefühlen leidet.

Trauer kreativ ausdrücken

Oft hilft es, dem trauernden Kind kreative Möglichkeiten zur Trauerbewältigung anzubieten, wie malen, schreiben oder basteln. Vielleicht kann sogar gemeinsam ein Buch gestaltet werden, in das das Kind Fotos der/des Toten einkleben oder Erinnerungen aufschreiben und aufmalen kann.

Kinder brauchen Erinnerungsrituale

Rituale sind für Kinder ein wichtiger Bestandteil der Trauerarbeit. Nimmt das Kind an der Abschiedsfeier teil, kann es einen für es wichtigen Gegenstand, sei es ein Stein oder ein Bild mit in den Sarg legen. Eine weitere Möglichkeit ist es, in der Wohnung eine Erinnerungsecke zu gestalten. Steht außerdem eine Kerze dabei, so entsteht durch deren Anzünden ein weiteres Ritual. Fragen Sie nach: Kinder haben selbst unzählige Ideen.

Über den Tod reden

Kinder brauchen starke Erwachsene, die eine Haltung zu den existenziellen Fragen haben: Denn es ist wenig sinnvoll, Tod und Sterben auszuklammern, um das Kind vor der oft traurigen Auseinandersetzung mit den Themen zu beschützen, im Gegenteil: Jede Frage, jedes Spiel kann ein guter Anlass sein, mit dem Kind ins Gespräch zu kommen, schon bevor ein Todesfall eingetreten ist – und zwar auf liebevoller Augenhöhe.

Artikel geschrieben von Eva-Maria Glagau

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