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Von deinem Wolfi 20.02.2017 um 17:17 Uhr | melden
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Träumen und doch wach sein.
Lächeln, aber innerlich weinen.
Glücklich sein, obwohl mein Herz
zerbricht.
Stark sein, doch vor Schwäche fast
zusammenklappen.
Nicht dran denken, doch von Gedanken
innerlich zerfressen werden.
Nie die wahren Gefühle zeigen,
lieber in sich hinein fressen.
Damit fertig werden müssen, es
aber nicht werden.
Augen zu und durch, aber nicht
durchfinden.
Das Leben geht weiter und auch die
Zeit, doch mein Leben endet hier,
und die Zeit steht seitdem still.
Weiter wie zuvor, und doch hat sich
alles geändert.
Nicht aufgeben, aber auch nicht
weiter machen können.
So einfach und doch so unheimlich
kompliziert.
Liebe Mama,
dieser Text beschreibt ziemlich gut, wie es mir
geht, seit Du nicht mehr hier bist. Und immer
wieder geht mir Dein Schicksal durch den Kopf.
Warum musste gerade Dich diese verfluchte
Krankheit befallen und so schnell besiegen.
Warum mussten gerade jetzt Deine ganzen
Träume und Deine ganze Freude am Leben
so brutal zerstört werden.
Warum hast gerade Du keine Chance mehr
bekommen, diese verdammte Krankheit zu
überstehen und noch einige schöne Jahre
zu erleben.
Niemand wird diese Fragen jemals beantworten
und alles ist unwiederbringlich vorbei.
Mir bleiben nur noch viele schöne Erinnerungen
an Dich, meine täglichen „Briefe“ an Dich und
die Hoffnung, dass wir uns einmal wiedersehen
werden.
Tausend liebe Grüße und Umarmungen zu Dir
in den Abendhimmel, sei behütet und beschützt
dort wo Du jetzt bist.
Dein Wolfgang
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