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Sieghard Stüber

Sieghard
Stüber

17.10.1938
 
-
31.10.2013
Burgdorf

Stimmungsbild-Sieghard-Stüber-71

Gedenkseite für Sieghard Stüber

Sieghard Stüber wurde im Herbst am 17. Oktober 1938 geboren und starb am 31. Oktober 2013 mit 75 Jahren in Burgdorf. Er wurde im Tierkreiszeichen Waage geboren.

Schreiben Sie an dieser Stelle einige Zeilen über Sieghard Stüber, platzieren Sie ein Gedicht oder drücken Sie Ihre Gefühle aus.


Sieghard Stüber

* 17.10.1938 - Dorstadt
t 31.10.2013 - Burgdorf

Traueransprache für Herrn Sieghard Stüber,
am Freitag,8. November 2013, 13.00 Uhr,
in der Trauerhalle des stätischen Friedhofes, Salzgitter – Lebenstedt,
der Sarg bleibt stehen...

Orgelvorspiel Herr Traphold

Somewhere over the rainbow – IZ

Sehr geerte Trauergäste. Wir hörten zu Beginn Israel Kamakawiwo’ole
Mit seinem bekannten Lied: Somewhere over the rainbow – irgendwo
über dem Regenbogen

und hierzu habe ich eine schöne Interpretattion gefunden, die ich Ihnen gerne mit ans Herz legen möchte, denn dort heißt es:

Es liegt in der Bestimmung des Menschen geboren zu werden, zu leben und auch zu sterben.

Tot bedeutet Ende und Ende bedeutet gleichzeitig Anfang, der Beginn eines neuen Lebens für mich und auch für Euch.

Der Kreislauf der Natur hat sich nun für mich geschlossen. Ich habe meine irdischen Aufgaben erfüllt und darf jetzt nach Hause zurückkehren.

Nach Hause in eine welt voll tiefstem Frieden, Harmonie und reiner bedingungsloser Liebe.

Denn die Liebe ist die stärkste Kraft im Universum und durch das Band der Liebe werde ich mit Euch verbunden bleiben, solange bis wir uns wiedersehen und wieder in die Arme nehmen,

irgendwann, irgendwo über dem Regenbogen.

Da Sieghard christlich getauft und erzogen war, wollen wir, in all unserem Schmerz und unserer Trauer, der durch Sieghards Tod entstanden ist, hier an seinem Sarg auch Gott bitten, dass er uns auf unserem letzten Weg mit Sieghard, Kraft gibt.

Dazu bitten wir im Namen des Vaters, der uns auch in Sterben und Tod nicht loslässt, im Namen des Sohnes, der das Leben und die Auferstehung ist, und im Namen des Geistes, der unser Tröster ist. Amen.

Sehr geehrte Trauergäste, wir haben uns in dieser Stunde versammelt, um Abschied zu nehmen von Sieghard Stüber, der am letzten Donnerstag, zu Hause, in der Mühle, in Burgdorf, verstarb.

So nehmen wir Abschied von einem Mann, dessen Tod viele Menschen tief ins Herz getroffen hat. Wir nehmen aber auch Abschied von einem geliebten Ehemann, Abschied von einem herzensguten Vater, Schwiegervater und Opa. Wir nehmen Abschied von einem Bruder, Schwager und einem engen Angehörigen, einem Nachbarn und ganz bestimmt auch, Abschied von einem guten Freund.

Sehr geehrte Frau Stüber, sehr geehrte Kinder und Schwiegerkinder, sehr geehrte Enkel und sehr geehrte Angehörige, sehr geehrte Bekannte und Freunde von Sieghard Stüber.

In diesem Augenblick geht Ihr Blick gewiss zurück auf die Jahre, die Sie gemeinsam, miteinander gelebt und erlebt haben, wie Sie gemeinsam gearbeitet, gefeiert und auch viel unternommen haben insgesamt schöne Jahre.

Besonder, als Kinder, aber auch Ihnen, sehr geehrte Frau Stüber, als Ehefrau, werden da viele Gedanken und Erinnerungen durch den Kopf gehen, im Moment bestimmt noch auch viele ungeordnete Gedanken.

Denn Sieghard wurde im Jahr 1938 geboren. Als er vor 75 Jahren in Dorstadt das Leben begann, als er noch ein kleiner Junge war und vielleicht genauso spielte, wie auch wir als Kinder gespielt haben,

da wusste Sieghard noch nichts davon, was ihm das Leben alles abfordern kann. Er wuchs hinein in eine schwierige Zeit, erlebte während des Aufwachsen’s die nationalsozialistische Diktatur, mit den schlimmen Ereignissen des 2. Weltkrieges und dann auch die entbehrungsreiche Nachkriegszeit.

Aber auch schöne Zeiten durfte Sieghard erleben – seine Arbeit, seine Häuser, seine 3 Ehen, sowie die Geburt seiner 7 Kinder und später das Aufwachsen seine 7 Enkel.

Die Wege, die Sieghard nahm, sie gehören nun der Vergangenheit an. Nicht nur seines Weges, sondern das Ende unserer Geschichte und unseres Weges mit dem Verstorbenen.

Der letzte Atemzug ist getan, der letzte Herzschlag geschlagen. Die Schritte, die Sieghard durschs das Leben geführt haben – oft ganz aktiv gesetzt, manchmal aber auch, mühsam ertragen -, diese Schritte sind alle gegangen.

Und wenn in den letzten Tagen die Kräfte Ihres geliebten Mannes, Ihres Vaters und Angehörigen, zum Kämpfen nachgelassen haben,

dann haben Sie Alle doch die Kraft gefunden, Ihren Sieghard, am Donnerstag, dem 31. Oktober 2013, letztendlich freizugeben. Das ist vielleicht das Schwerste, was uns Menschen abverlangt werden kann. Sieghard hörte gern Musik, er liebte aber auch die Ruhe und die Natur, so hören wir nun, wie Sie es sich gewünscht haben, die Gruppe Sweet Dreams, mit Vogelgezwitscher...

CD Zwischenspiel
Sweet Dreams – Vogelgezwitscher

Wir wollen kurz zurückblicken auf Sieghards leben. Auf ein Leben, das sich einmal, am Montag, dem 17. Oktober 1938, zu Unverwechselbarkeit aufbaute.

Sieghard Stüber wurde in Dorstadt geboren, wo er gemeinsam mit seinen beiden Brüdern und seiner Schwester aufwuchs. Er besuchte die Schule und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung, als Elektriker, bei seinem Onkel.

Aber dann kam, wie es damals so üblich war, der Wehrdienst dazwischen, den er in Faßberg, bei Kiel bei der Marine ableistete, wo er die Flugzeuge der Einheit wartete.
Schon in jungen Jahren fühlte er sich für die Erziehung der kleineren Geschwister mit verantwortlich und übernahm hier zum teil die Aufgaben des Vaters.

Aber diese konnten ihn ab und an arg ärgern, so klaute zum Beispiel sein jüngerer Bruder seine gehorteten Murmeln, und verschoss draußen diese gesammelten Werke des Älteren, mit seiner Zwille – denn eigentlich wollte Sieghard diese mal für seine Kinder, zum Spielen, aufheben.

Wieder zurück aus Kiel, arbeitete er eine Zeitlang im Kunden – und Außendienst, bis er die Möglichkeit bekam, bei den Hüttenwerken eine Anstellung als Betriebselektiker zu bekommen, In der Folge wechselte er konzernintern nach Ilsede, bis er später dann im Rohrwerk der Salzgitter AG tätig war.

Immer arbeitsam und fleißig, verstand er sich nicht nur mit seinen Vorgesetzten und Kollegen sehr gut, sondern er war durch seine Einsatz-bereitschaft sehr geschätzt, bis er dann im Jahre 1996, mit 58 Lebensjahren, in seinen Ruhestand gehen durfte.

So durfte bzw. konnte er noch 17 Jahre seines wohlverdienten Ruhestandes genießen.

In seiner Arbeit war er arbeitsam und konstant, seine Wohnungen aber wechselte er so gesehen im 2 jährigen Rhythmus. Vom Wehrdienst zurück, wohnte erst einmal zu Hause, im Elternhaus, in Dorstadt,

dann folgten Wohnstationen in Lautental, es folgten Ilsede, Wolfenbüttel, im Anschluss kaufte er die alte Mühle in Burgdorf, zog bald darauf aber nach Lesse, es folgte ein Aufenthalt in Fredenberg, bis es ihn zurück nach Burgdorf, in die Mühle zurück zog – fast könnte man meinen, er wäre ein Vagabund – im positiven Sinne natürlich.

Aber schauen wir doch einmal kurz zurück, denn während seines Aufenthaltes in Faßberg, bei Kiel, lernte er dort ein nettes junges Mädel kennen. Man kam sich näher, lernte sich schätzen und lieben und so gab Sieghard seiner Loni dort das Ja-Wort.

In dieser Ehe wurden Sohn Carsten, der leider 13 jährig, viel zu früh verstarb, Stammhalter Stefan 1962, Töchterchen Sabine, 1964 und Sohn Jörg, der noch im Säuglingsbett, 1966, nach nur 3 Tagen, verstarb.
Aber wie es ab und an nun mal in ehen so ist, man lebte sich mit der Zeit auseinander und die Ehe wurde 1973 wieder geschieden. Aber Sieghard ließ sich nicht hängen und so lernte er ein paar Jahre später, 1976, beim Zahnarztbesuch. Seine Silvia Schmidt kennen.

Er kam mit seinem Sohn Stefan zu Behandlung, und seine väterliche Fürsorge und der beruhigende Beistand während der Behandlung imponierten der jungen Frau.

Beim Blick in die Karteikarte stellte sie fest, dass er ganze 20 Jahre älter war, aber irgendwann kam es, dass die Beiden sich zum Spaziergang verabredeten und danach kam der Tanzabend im Tango Tanzpalast.

Und auch wegen seines alters gab er Silvia die Sicherheit und den Schutz, den sie suchte, die Beiden kamen sich näher, verliebten sich und so gab Sieghard im Dezember 1978, seiner Silvia, das Ja-Wort.

So blieb es nicht aus, dass bald darauf, 1980, Sohn Simon, 2 Jahre später Sven und wiederum 2 Jahre später, 1984 Tochter Samira das Licht der Welt erblickten.

Durch den kauf der alten Mühle war in der Folgezeit viel Arbeit und Verzicht angesagt – denn neben der normalen Arbeit, kamen so auch noch die Kindererziehung, die Gartenarbeit und dem Umbau hinzu, aber trotz aller Arbeit war Sieghard immer sehr einfühlsam und fürsorglich.

So war Sieghard ein schaffensfroher Mensch, der ständig in seinem jeweilligen Heim um und ausbaute. Aber er war auch ein Mensch, der vor keiner Aufgabe zurückschreckte, und alles was er sich vornahm, in bewundernswerter Weise in die Tat umsetzte.

Leider hielt diese Ehe nur 10 Jahre, es folgte 1988 die Trennung und die Scheidung. Trotz seiner stetigen Schichtarbeit und der überreichlichen Arbeit, blieben fast alle Kinder bei ihm und aller Widrigkeiten trotzend, zog er all seine Kinder groß, aus ihnen allen ist etwas geworden und darauf war er recht stolz.

Eigentlich musste er sich alles hart erarbeiten, es fiel ihm nichts in den Schoss und so hatte er eigentlich auch nie viel Zeit für die Kids, und so mussten sie ihn jedesmal regelrecht überreden, sich loszureißen, um mit ins Freibad, an der See oder ins Bad nach Seesen zu fahren.

Ab dem Jahre 2005 trat dann Klaudia in sein Leben ein. Klaudias Mann war vor einiger Zeit verstorben und Sieghard ging zu dieser Zeit, des Öfteren zum Tanzen in die Seeterassen.

So kam man sich, über das Tanzen näher, denn tanzen konnte er wirklich gut, man lernte sich kennen und lieben und am 24 Februar 2009 traute Sieghard sich zum 3. Mal und gab seiner Klaudia das Ja-Wort.

Freilich hatte sie vorher den Einwand erhoben: „ Wir heiraten erst, wenn das Neue Dach auf dem Hause Ist....“

Es klappte dann doch, allerdings taten sie dies ganz heimlich, ohne einem seiner bzw. auch Familie Bescheid zu geben und erst Wochen später, zu Ostern erfuhren seine Kinder und auch Klaudias Kinder diese Überraschung.

So wohnten die Beiden in der ersten Zeit noch in Klaudias damaliger Wohnung, fuhren aber jeden Tag, nach der Arbeit, nach Burgdorf, um dort die Mühle weiter um zubauen und zu renovieren, so nannte man ihn auch schon mal: „den Mühlenprofessor...“

Klaudia wurde in und von seiner Familie gern aufgenommen, voll akzeptiert und so nahmen die Beiden sich von da an viel vor, denn Sieghard wollte noch so einiges erneuern und umbauen.

So war nicht nur er das Arbeiten gewöhnt, auch Klaudia hatte durch ihre langjährige Selbstständigkeit hart gearbeitet. Die Beiden kannten ihr Maß und so war nicht nur Arbeiten und Stress angesagt,

sondern man spannte auch aus, ging viel zum tanzen, fuhr in die Stadt zum Cappuccino trinken, verwöhnte sich hier und da und flog sogar in die Türkei bzw. auch 1 mal in die Staaten, und besuchten Klaudias Sohn, in Alabama und gönnten sich dort eine Florida Rundreise.

In der Mitte seines Lebens verwirklichte er seine spirituelle Veranlagung und arrangierte sich uneigennützig zum Wohle seiner Familie, seiner Geschwister und seiner Freunde.

Er beschäftigte sich intensiv mit Reiki und dieser Materie und begeisterte und führte seine Familie mit auf diesen Weg. So blicken seine Kinder und die Familie dankbar darauf zurück, dass er sie diese spirituelle Welt nicht nur mitgenommen hat, sondern dafür sorgte, dass es allen so ging und vielleicht führen seine Töchter, dies ja in seinem spirituellen Sinne weiter.

Ich möchte Ihnen nun erst einmal den Text zu einem modernen Lied lesen, zu den Herr Traphold uns an der Orgel begleiten wird, der Titel:
In der weite des Himmels

Deine Stimme nie mehr hören,
dein Lachen nie mehr sehn,
nie mehr mit dir streiten,
mit dir spazieren gehen..

Wie soll ich das begreifen?
Wie soll ich das verstehn?
Du wirst nun für immer von uns gehen...

Deine Nähe nie mehr spüren,
dein Schmunzeln nie mehr sehn,
nie mehr mit dir feiern,
mit dir im Garten stehn...

Wie soll ich das begreifen?
Wie soll ich das verstehn?
Du wirst nun für immer von uns gehen...

Deine Hände nie mehr halten,
dich fragen geht nicht mehr,
nie mehr mit dir essen,
dein Platz, der bleibt leer...

Wie soll ich das begreifen?
Wie soll ich das verstehn?
Du wirst nun für immer von uns gehen...

In der Weite des Himmels geborgen,
in der Nähe Gottes zu Haus,
in meinem herzen bleibt ein Teil
von dir, tagein, tagaus...

In der Weite des Himmels geborgen,
in der Nähe Gottes zu Haus,
in meinem herzen bleibt ein Teil
von dir, tagein, tagaus.

So war die Welt – ihre welt bis kurz nach den USA – Besuch noch voll in Ordnung. Er fühlte sich nicht wohl, war bis dahin aber nie krank gewesen und so auch nie zum Arzt gegangen. Nun aber wurde Prostata - Krebs
Diagnostiziert, und die Ärzte teilten seiner Frau und der Familie mit, dass eventuell noch eine Lebenserwartung von einem ¼ Jahr bestehe. Daraus wurden aber letz endlich doch 2.1/2 geschenkte Jahre.

So erhielt er zuerst eine Hormontherapie, dann folgte die Chemo, aber Sieghard verlor nie die Hoffnung, gab für sich nie auf und war so gesehen immer noch gut drauf, scherzte selbst noch mit den Ärzten. Aber dann musste er die 2. Chemo – Staffel ablehnen, weil er es schon körperlich einfach nicht mehr schaffte.

Sein kleiner Enkel kam oft vorbei und spielte bei und mit Opa, lenkte ihn ein wenig ab und baute ihn auch wieder ein wenig auf.

Am 17. Oktober durfte er noch seinen 75zigsten Geburtstag begehen, 2 Tage später, am Samstag, kamen alle Kinder zum feiern vorbei, alle waren noch einmal da und so gesehen, konnte sich Sieghard wohl schon für sich, von allen verabschieden.

So ist Sieghard Stüber, dann am Donnerstag, dem 31. Oktober 2013 nach einem bewegenden Auf und Ab. Zwischen Resignation und Hoffnung, zwischen Verbitterung und Geduld, zu Hause, in seiner Mühle in Burgdorf, von seinem schweren leiden erlöst worden.

Sieghard ist von seinem Leiden erlöst worden. Aber das macht den Abschied, für Sie, als Angehörige auch nicht leichter.

Bei all der Trauer, fällt es allen sehr schwer, in den Gefühlen des Erschrecken’s und des schmerzlichen Abschieds von Sieghard Stüber auch noch Raum zu finden für Dankbarkeit.

Wir trauern alle über seinen Verlust und dürfen zugleich aber auch dankbar sein, für die schöne Zeit, die wir Sieghard in unserer Mitte hatten.

Jetzt, wo Sieghard für uns nicht mehr so unmittelbar erfahrbar und zugänglich ist, merken wir, wie kostbar seine Gegenwart für uns alle war und bleiben wird.

Er war in dieser Zeit, die er unter uns weilte immer ein liebenswerter Ehemann – der seine Frauen mit seiner Euphorie und seiner Begeisterung ansteckte, ihnen aber auch immer eine absolute Geborgenheit vermittelte und garantierte, insgesamt doch sehr schöne Zeiten.

Trotz der Scheidung verlor man nie den Kontakt und traf sich auch später, mit den neuen Partnern, wobei er dann auch gern, in dieser großen Familienrunde, bei Sonnenschein und Kuchen, immer seine Späße machte.

Er war der herzensgute Vater, Schwiegervater und seinen Enkeln der tolle Opa, der immer absolut liebevoll und zärtlich mit ihnen umging. Leider wohnte nur 1ner der Kleinen in seiner Nähe, die andern etwas weiter entfernt.

Aber auch Klaudias Kinder und Enkel schloss er sofort mit in sein Herz. Er war aber an ihnen allen interessiert und hätte bestimmt das weitere Aufwachsen und Werdegang der Kleinen gerne noch weiter verfolgt.

Immer arbeitsam und fleißig – war er vielen Menschen ein gute Kollege. Er half sehr vielen Leuten und war da wenn er gebraucht wurde. Er steckte seine Kraft nicht nur in seine Familie, sonder auch in all seine Wohnungen und Häuser,und trotz vieler Rückschläge stand er immer wieder auf und begann aufs Neue – alles was er sich vornahm, setzte er dann irgendwie auch in die Tat um.

Sieghard war auch ein christlicher Mensch, der es immer sehr gut mit allen Mitmenschen meinte. Seine Nächstenliebe war sehr angenehm ausgeprägt und sie bestimmt so auch sein Leben.

Mit seiner spürbaren Lebensfreude war er für seine Lieben und seine Geschwister und Freunde wie ein Fels in der Brandung, bei dem jeder seinen eigenen Schurz und Halt finden konnte.

Seine Familie, seine Kinder und seine Enkel, seine Arbeit und seine Häuser, das war sein Leben – so könnte man sich fragen, wo nahm er überhaupt seine ganze Kraft und Ausdauer her? So gesehen aber, hatte er ein buntes, ein vielfältiges Leben und dabei viel geschafft.

So müssen Sie als Familie nun ihr Leben weiterführen. Aber jetzt im Moment können Sie und wir nichts mehr tun, als los lassen, als in Frieden Abschied zu nehmen.

So hört mit dem Tod all unser Verstehen auf. Denn für den Tod gibt es keine Argumente. Weil wir selbst das Leben wollen, können wir uns nur als Anwalt des Lebens verstehen.

So denken wir täglich über das Leben nach, nicht aber über den Tod. Auf alten Sonnenuhren ist manchmal zu lesen:

Der Tod ist sicher, nicht aber die Stunde! Und ein Sprichwort ergänzt: Keiner ist so alt, der nicht noch ein Jahr leben will, und keiner so jung, der nicht heute sterben kann.

So hat es niemand von uns in der Hand, über die Länge des eigenen Lebens zu bestimmen. Wir können allenfalls dazu beitragen, wie wir unser Leben und die Zeit, die uns geschenkt ist, ausfüllen. Jeder Tag ist ein Geschenk unseres Schöpfers, für den wir dankbar sein dürfen.

Daher möchte nun für Sieghard beten und für ihn Gottes Segen erbitten, aber auch all seine Angehörigen und Sie Alle, sehr geehrte Trauergäste, möchte ich hier mit einbeziehen, denn unser aller Leben hat viele Ecken und Kanten und Gottes Hilfe kann uns auch wieder ein wenig Kraft geben.

Denn Jesus Christus gab uns allen mit auf unseren Weg: „Ich lebe und ihr sollt auch leben. Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“

Diese herrliche Zusage Jesus haben wir als Christen. Das Leben von Sieghard hier auf Erden mag jetzt zu Ende sein, aber wir haben die Gewissheit, dass er und auch wir als Glaubende, für immer mit und in gott leben werden.

Daher lade Sie Alle herzlich ein, wer von Ihnen möchte, nun gemeinsam mit mir, zum Abschied, das Vater Unser, zu beten:

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und
die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Sieghard Stüber hat gelebt und sein Leben hat Spuren hinterlassen, an diesen Spuren wird er erkennbar bleiben, er wird lebendig bleiben in den Erinnerungen, in den herzen der Menschen, die ihn liebten und die ihm nahe standen.

So sind es nun viele große und kleine Erinnerungen, die wir mitnehmen, in unser Leben hinaus.

Mansche Erinnerungen werden Sie und uns mit Dank und Freude erfüllen, andere uns traurig machen, manche uns bewusst machen, was wir vermissen: einen Blick, eine Stimme, gemeinsame Gedanken, gemeinsam Erlebtes.

Denn Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile. Einige bleiben für immer, denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen.

Sehr geehrte Trauergäste. Da der Sarg von Sieghard hier in der Trauerhalle stehen bleibt, haben Sie nun, wenn Sie möchten Gelegenheit, sich noch einmal am Sarg von ihm zu verabschieden und zur, bzw. mit der Musik verlassen wir dann gemeinsam die Trauerhalle. Wir hören dazu, wie Sie es sich gewünscht haben, Musik von Georg Deuter, mit Meditativer Musik.


Und im Anschluss, an die Trauerfeier, lädt die Familie, recht herzlich auf einen Kaffee und Kuchen, in den „ Kaiserquelle“ nach Bruchmachtersen, ein, um dort auch noch einmal gemeinsam dem Verstorbenen zu gedenken und die eigenen Erinnerungen untereinander auszutauschen.

Mach’s gut Sieghard, wir denken weiterhin an Dich,
uns kann der Tod nicht von Dir trennen,
denn immer sind irgendwo Spuren Deines Lebens,
Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle,
sie werden uns immer an Dich erinnern.
Denn die Liebe ist stärker als der Tod!

So bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese Drei,
am größten jedoch unter ihnen allen ist und bleibt die Liebe,
denn diese ist grenzenlos, die Liebe hört niemals auf,
sie bleibt über den Tod hinaus bestehen.

So segne und behüte Gott, unser Vater,
dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Sie alle beschütze Gott, der Herr,
mit seiner segnenden Hand
auf Ihrem weiteren Lebensweg. Amen



Jürgen Kümper
Trauerredner Bestattungsberater Trauerbegleiter
Im November 2013





Geschenk Am 25.08.2016 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 13.12.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 12.07.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 16.12.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 08.09.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 13.01.2014 angelegt.
Geschenk Am 24.11.2013 von Gedenkseiten.de angelegt.
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