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Von Max Sealtiel 08.08.2026 um 20:11 Uhr | melden
Ich geh auf staubiger Straße...
Ich geh auf staubger Straße
Gelockt von Waldesgrün,
Da seh ich durch die Zweige
Die Abendsonne glühn.
Es öffnet sich zur Seite
Im duftgen Wald ein Pfad,
So grün, als ob ihn nimmer
Des Menschen Fuß betrat.
Da flüstern grüne Halme
Im Windeshauche lind,
Da winken blaue Glocken,
Die blühn, wo Schätze sind.
Wie hat der stille Anblick
So seltsam mich gerührt -
Ob das der Pfad wohl wäre,
Der hin zum Glücke führt? -
Da kommt desselben Weges
Ein müder Wandrer her -
Im Auge glüht die Sehnsucht,
Der Gang ist matt und schwer.
Sein Blick strebt in die Ferne
Er schauet nicht zurück -
So suchen wir denn Beide
Vergebens wohl das Glück.
Auguste Kurs




