Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Amel und Hafsa München. Veredeln Sie jetzt für 2,99 Euro diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.
von Opfer Magdeburg am 17.02.2025 - 16:10 Uhr | melden
Kondolenzbuch
für die Opfer des Anschlags auf den ver.di-Demonstrationszug in München
https://umfragen.verdi.de/index.php?r=survey/index&sid=382172&newtest=y&lang=de-informal
Liebe Kolleg*innen,
wir sind erschüttert über den brutalen Anschlag auf die ver.di-Demonstration am 13. Februar 2025. Die Gewalt hat sich gegen Kolleg*innen gerichtet, die ihr Grundrecht auf Streik und Demonstrationen in Anspruch genommen haben, sie waren auf der Straße, um der ver.di-Forderung nach mehr Geld und Freizeit für die Beschäftigten von Bund und Kommunen Nachdruck zu verleihen. Eine Kolleg*in und ihre zweijährige Tochter sind mittlerweile ihren Verletzungen erlegen. Wir trauern um Amel und Hafsa. Über 30 Kolleg*innen sind verletzt, einige von ihnen schwer. Das ist der schrecklichste Angriff auf eine Gewerkschaftsveranstaltung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Wir stehen solidarisch an der Seite unserer Münchener Kolleg*innen und als Gewerkschafter*innen fest zusammen. Du kannst hier Deiner Anteilnahme und Solidarität Ausdruck verleihen. Sofern Du dies wünschst, wird Deine Erklärung auf verdi.de unter Nennung Deines Vornamens veröffentlicht.
„Wir stehen für ein solidarisches Miteinander“
In ihrer dunkelsten Stunde wehrt sich ver.di dagegen, dass der Anschlag auf ver.di-Kolleg*innen während eines Warnstreiks in München für Spaltung, Hass und Hetze instrumentalisiert wird. ver.di ruft zudem zu Spenden für die Opfer auf
Am Donnerstag, den 13. Februar, sind – wie schon an den Tagen zuvor – bundesweit zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen in der laufenden Tarifrunde für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne auf die Straße gegangen. In München endete der Warnstreik von knapp 2.000 Kolleg*innen auf brutalste Weise: In das Ende des Demonstrationszuges raste – wie inzwischen bekannt – ein 24-jähriger Afghane mit einem Auto. Er verletzte 36 Menschen zum Teil schwerst, darunter auch ein zweijähriges Kind und seine 37-Jährige Mutter, die beide zwei Tage nach dem Anschlag ihren schweren Verletzungen erlegen sind. Frank Werneke sagt: „Wir sind zutiefst erschüttert und fassungslos angesichts des Todes einer Mutter und ihres zweijährigen Kindes, die am ver.di-Demonstrationszug teilgenommen haben. Die Trauer über das Leid der Opfer des Anschlags von München wird so schier unermesslich. Wir trauern mit den Angehörigen und der gesamten Familie, sind in Gedanken bei ihnen und wünschen ihnen so viel Kraft, wie sie nun dringend brauchen.“ Es ist der brutalste Angriff auf eine gewerkschaftliche Veranstaltung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Die Familie der Todesopfer hat ein Statement veröffentlicht, darin heißt es:
„Wir möchten uns zunächst bei denen herzlich bedanken, die aufrichtige Anteilnahme und Solidarität gezeigt haben. Wir bedanken uns bei den Hilfskräften, bei den Pflegekräften, Ärztinnen für die gute Unterstützung, Begleitung und für den emotionalen Beistand. Amel ist in Algerien geboren und ist mit vier Jahren nach Deutschland gekommen. Sie studierte Umweltschutz in Köln und Bingen. Seit 2017 war sie Beschäftigte der Landeshauptstadt München als Ingenieurin. Sie war Projekt- und Sachgebietsleitung. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter Hafsa lebte sie seit 2017 in München. Amel war ein Mensch, der sich für Gerechtigkeit eingesetzt hat. War aktiv für Solidarität, Gleichheit und setzte sich für Arbeitnehmer*innenrechte ein und gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Ihr war es sehr wichtig, ihrer Tochter diese Werte mitzugeben.
Wir möchten bekräftigen, dass der Tod und der Verlust nicht benutzt werden, um Hass zu schüren und ihn politisch zu instrumentalisieren. Wir haben mit dieser Erklärung alles gesagt und möchten eindringlich darum bitten, von Anfragen abzusehen, da die Trauer und der Verlust nun im Vordergrund stehen. Familie und Freunde“




