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Von Bärbel Romba 15.12.2013 um 15:02 Uhr | melden
Lieber Benedikt,
ich schicke dir heute ein helles Adventslicht in deine Welt.
Nachdem ich aus der Reha zurück bin und mich prompt bei Papa mit einer schlimmen Erkältung angesteckt habe, fühle ich mich jetzt in der Lage, mal wieder auf den Gedenkseiten zu lesen und zu schreiben.
In der Reha-klinik war es für mich zunächst schlimm, dass das Internet dort so schlecht funktionierte.
Inzwischen bin ich der Ansicht, dass ich genau diese Auszeit brauchte, um aus dieser Spirale von Müssen, Wollen, Können und Funktionieren auszubrechen.
Ich habe mich immer selbst unter Druck gesetzt mit den Gedanken: " Sei stark, sei beliebt und vor allen Dingen sei perfekt." Dass dieses auf Dauer der Gesundheit und der Psyche nicht gut tut, habe ich nun gelernt.
Ich weiß jetzt, wie belastend für mich auch die Schicksale deiner Gedenkseiten-Freunde und deren Familien waren. Ich kann unsere Geschichte und unser Verhältnis zueinander nicht mit den Gegebenheiten anderer Familien vergleichen.
Deine Defizite auf Grund eines lange verborgenen Gen-Defektes lassen sich mit nichts Anderem vergleichen.
Es freut mich sehr, dass unsere Gedenkseiten-Freunde dir die Treue gehalten haben in diesen Wochen, in denen ich nicht schreiben konnte.
Sie sind auch immer in meinen Gedanken und in meinem Herzen, aber ich werde mich jetzt wieder mehr den Lebenden zuwenden.
Heute ist der 3. Advent, und wir begehen bald das
2. Weihnachtsfest ohne dich...
Auf der anderen Seite warten und freuen wir uns auf unser 1. Enkelkind. Unser Leben nimmt dadurch eine neue Richtung. Nur schade, dass dich dein Neffe nicht mehr kennen lernen konnte.
In Liebe
Mama





