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Von Papa 31.07.2014 um 03:09 Uhr | melden
Mein lieber Sohn,
heute ist leider Dein zweiter Todestag.
Aus diesem Grund, lieber Benedikt, zünde ich die heutige Kerze an.
Ich bin unendlich Traurig.
In den letzten zwei Wochen, musste ich oft daran denken, was in Dir vorgegangen ist. Was Du, durchgemacht hast, besonders am letzten Tag und in den letzten Stunden vor Deinem Tod.
Bei unserem letzten Telefonat, wurde mir unsere Hilfslosigkeit bewusst, weil wir Dir nicht helfen konnten.
Leider hast Du keine Ratschläge angenommen.
Leider habe ich vieles nicht erkannt, bzw. wahrgenommen, weil ich mit meiner eigenen Erkrankung genug zu tun hatte.
Leider kann man im Leben nichts rückgängig machen, so sehr ich mir dieses auch wünschten würde.
Seit Deinem Tod ist nichts mehr wie es einmal war.
Mama hat eine schwere Erkrankung bekommen, ob Dein Tod der Auslöser war wissen wir nicht, wir können nur vermuten.
Vor kurzem habe ich ein Lied von Zara Leander gehört.
„Es wird einmal ein Wunder geschehen“
Das Wunder wäre, es wäre alles nur ein böser Traum, man wacht auf und Du ständest plötzlich wieder vor der Tür.
Aber Wunder gibt es leider nicht.
Ich hoffe, ich kann eines Tages Deinen Tod akzeptieren und das Glück kehrt in kleinen Schritten zurück,
Viele liebe Grüße, wo auch immer Du bist.
Dein Papa





