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von Sonja Schlichter am 01.05.2013 - 19:53 Uhr | melden
Wie die zwei Wochen zuvor, ging ich auch am Montag, den 26.11. zur Akkupunktur. Unsere kleine Maus wurde normalerweise schon aktiv, wenn die Hebamme nur die Nadeln auspackte und dieses Mal war alles anders. Die erste Nadel wurde gesetzt, keine Reaktion, die zweite, die dritte und am anderen Bein dieselbe Prozedur und keinerlei Reaktion.
Zuhause angekommen tasteten wir den Bauch ab und stellten fest, dass dieser kalt ist. Wir sind daraufhin sofort ins Krankenhaus gefahren. Die 12 km Fahrt ins Krankenhaus waren gefühlt eine halbe Ewigkeit, aber wir waren immer noch voller Hoffnung, dass alles ok ist und dass es sich nur um falschen Alarm handelt und die Kleine heute eben etwas ruhiger ist...... Doch es sollte alles anders kommen, . ………... Der Arzt schaltet den US aus und drehte sich zu uns… das Herzchen schlägt nicht mehr… Es waren die schlimmsten Minuten unseres Lebens. Wir verließen das Krankenhaus und mussten erst einmal begreifen, was er uns gerade gesagt hatte. Wie ein schlechter Traum kamen uns diese Worte vor, die wir immer wieder wiederholten...... das Herzchen schlägt nicht mehr......
Wie konnte dies nur sein.. alles schien doch so perfekt zu sein. So kurz vor dem Ziel, dachte doch keiner im Geringsten daran, dass noch etwas passieren konnte. In den Wochen der Schwangerschaft zählten wir die Wochen und waren um jede Woche froh, die wir überstanden hatten. Zuerst die ersten drei Monate, dann fieberten wir der 25 SSW entgegen, in der eine Kollegin ihren kleinen Sohn zu früh geboren hatte, dann die 30 SSW, etc.. bis zur 36. SSW. Jetzt waren wir uns sicher, jetzt ist alles gut überstanden und die kleine Maus könnte auch jetzt auch schon kommen, falls sie nicht mehr warten wollte.
Doch es kam alles anders. ..
Noch in derselben Nacht sind wir wieder ins Krankenhaus, doch dieses Mal in die Uniklinik. Das Ergebnis war dasselbe. Noch immer hofften wir, wir würden aus diesem schlimmen Traum einfach aufwachen. Aber es kam niemand der uns aufweckte. Nach 2 Stunden Schlaf, ging die Geburt los. Unsere kleine Maus hat es uns sehr einfach gemacht und so war sie in 2 Std und 20 min auf der Welt. Um 8:24 Uhr erblickte unser Sonnenschein das Licht der Welt.
Unsere Kleine hatte einen Knoten in der Nabelschnur und diese war zusätzlich noch 2 x um den Hals gewickelt. Obwohl das Herzchen nicht mehr schlug, sah sie doch so lebendig aus. Wir verbrachten den ganzen Tag mit ihr. Ihre beiden Patentanten waren auch noch einige Stunden bei ihr. Gemeinsam mit den beiden Hebammen, dem Seelsorger und den beiden Paten hatten wir unsere kleine Carla-Marleen noch gesegnet und gesalbt.
Nun sind bereits 150 Tage vergangen, dass wir unsere kleine Maus gemeinsam mit Verwandten und Freunden in den Himmel ziehen ließen. Mit einem wundervollen Trauergottesdienst und anschließender Trauerfeier auf dem Friedhof haben wir zum Schluss unseren kleinen Engel mit Musik, weißen und rosaroten Luftballons in den Himmel aufsteigen lassen und verabschiedet. Als die Luftballons empor stiegen, brach die Wolkendecke auf und die Sonne blendete uns, als wir den Ballons nachschauten.
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