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von Gert Schulz am 18.11.2020 - 15:47 Uhr | melden
Charles Bronson (* 3. November 1921 in Ehrenfeld, Pennsylvania, als Charles Dennis Buchinsky (litauisch Karolis Dionyzas Bučinskis); † 30. August 2003 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler litauischer Abstammung.
Ab den späten 1960er Jahren zählte Bronson ein gutes Jahrzehnt lang zu den weltweit populärsten Stars. Er spielte meist wortkarge Helden in Western und Actionfilmen. Besondere Berühmtheit erlangte er 1968 im Westernepos Spiel mir das Lied vom Tod in der Rolle des mysteriösen Mundharmonikaspielers. Einer seiner erfolgreichsten Filme war der Thriller Ein Mann sieht rot (1974), der Selbstjustiz zum Thema hatte.
Charles Bronson wurde 1921 als elftes von insgesamt 15 Kindern einer litauischen, römisch-katholischen Einwandererfamilie geboren. Seine Mutter, Mary Valinsky (litauisch Marija Valinskis), war amerikanische Staatsbürgerin, sein Vater Valteris Bučinskis (englisch Walter Buchinsky),[1] ein Bergmann lipka-tatarischer Abstammung, wurde später eingebürgert.
In seiner Jugend wurde in der Familie Russisch und Litauisch gesprochen. Bronson absolvierte die Highschool, während seine Geschwister ohne Schulabschluss blieben. Er sprach fließend Russisch, Litauisch und Griechisch. Als sein Vater starb, war er zehn Jahre alt. Um seine Familie zu unterstützen, arbeitete er im Alter von 16 Jahren zusammen mit seinen Brüdern in einem Kohlebergwerk, wie es ihr Vater getan hatte. Die harte Akkordarbeit unter Tage, die er vier Jahre lang ausübte, soll er gehasst haben. In dieser Zeit saß Bronson wegen eines Ladendiebstahls und einer Schlägerei zweimal im Gefängnis.
Im Zweiten Weltkrieg war Bronson Bordschütze eines B-29-Bombers und wurde wegen einer Verwundung mit dem Purple Heart ausgezeichnet. Nach Kriegsende arbeitete er als Boxer und Gelegenheitsarbeiter, dann studierte er Kunst in Philadelphia. Er war zeitlebens an der Malerei interessiert und stellte, als er bereits ein Filmstar war, unter seinem Geburtsnamen Buchinsky mit Erfolg Bilder aus.
Er war als Bühnenarbeiter tätig und ging ans Pasadena Playhouse, wo er kleinere Rollen übernahm. In den späten 1940er Jahren teilte er sich vorübergehend ein Apartment mit seinem Kollegen Jack Klugman, mit dem ihn eine Freundschaft verband.[2] Nachdem Filmregisseur Henry Hathaway auf ihn aufmerksam geworden war, gab er ihm 1951 seine erste kleine Hollywood-Rolle.
Zwischen 1949 und 1967 war Charles Bronson mit Harriet Tendler verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. 1968 heiratete er seine Kollegin Jill Ireland; mit ihr trat er in 17 Filmen auf. Bronson hatte sie über seinen Kollegen David McCallum kennengelernt, mit dem er 1963 in Gesprengte Ketten zu sehen war. Ireland hatte sich 1967 von McCallum scheiden lassen.[2]
Bronson und Ireland bildeten mit den drei Kindern aus ihrer ersten Ehe sowie Bronsons beiden Kindern aus erster Ehe und mit der gemeinsamen Tochter Zuleika (* 1971) eine Großfamilie. 1983 adoptierte das Ehepaar ein weiteres Kind namens Katrina Holden, nachdem dessen Mutter gestorben war. Bronsons Adoptivsohn Jason starb 1989 an einer Überdosis Drogen. Bronson lebte mit seiner Familie abwechselnd auf einer großen Farm in Vermont[3] und auf seinen Anwesen in Bel Air und Malibu.[4]
Jill Ireland, mit der Bronson über 22 Jahre verheiratet war, erlag 1990 ihrer langjährigen Krebserkrankung.[2]
1998 heiratete der Schauspieler die 40 Jahre jüngere Fernsehproduzentin Kim Weeks. In den späten 1990er Jahren erkrankte er an Alzheimer und beendete seine Schauspielkarriere. Charles Bronson starb am 30. August 2003 im Alter von 81 Jahren im Cedars-Sinai Hospital in Los Angeles an einer Lungenentzündung. Schon zwei Wochen vorher hatten die Medien gemeldet, dass er im Sterben liege.[2]
Von Kollegen wurde Bronson oft als schweigsam und unzugänglich beschrieben. Er saß manchmal lange in einer Ecke, ließ sich die Instruktionen vom Regisseur erläutern und sprach erst, wenn die Kamera lief. Bronson erklärte, seine harte und entbehrungsreiche Kindheit habe seinen Charakter geformt. Der Schauspieler schirmte sein Privatleben hermetisch vor der Öffentlichkeit ab und gab ungern Interviews.





