Chidera Naomi Ezeafulukwe

Chidera Naomi
Ezeafulukwe

12.05.2005
Wetzikon
-
19.10.2013
Rüti

Stimmungsbild-Chidera Naomi-Ezeafulukwe-72
ZurückEine brennende Kerze: Kerze hellgrün viereckig
Eine Kerze für Chidera Naomi Ezeafulukwe

Von Helma 07.02.2017 um 20:15 Uhr | melden

Hallo Süße CHI CHI ein strahlendes Licht für dich in den Himmel.
❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤❤
Ganz liebe herzliche Grüße für deine liebe Mama ,und für deine
ganze Familie. Hab noch einen schönen Abend dort oben.
Helma mit Eva

Die Erlösung

"Du Engel, du musst deinen Menschen noch finden," sprach der Feuerwehrmann und nahm sie wieder an die Hand. Sie drehten sich um, und im gleichen Moment kam das Licht zurück, das sie bereits kannte. Alles wurde wieder bunt um sie herum und sie schwebten wieder.
Alles verschwamm, und sie merkte die Zeit an sich vorbei ziehen.

Sie bemerkte, dass das Licht um sie herum wieder nachließ. Diesmal jedoch merkte sie keinen Boden unter den Füssen. Sie schwebten.


Alles um sie herum war dunkel. Sie bemerkte nur einen leichten grauen Schein um sie herum, dessen Herkunft nicht zu erkennen war.
"Wo sind wir, Feuerwehrmann?", sprach sie. "Wir sind in deiner Zukunft", sagte er. Dann erschrak sie, denn sie sah den Feuerwehrmann nicht mehr, auch fühlte sie ihn nicht. Nur seine Stimme war gegenwärtig.

"So sieht deine Zukunft aus, wenn du deinen Menschen nicht findest. Siehst du die Engel um dich herum, ihre verzweifelten und verängstigten Augen? Wenn du das nicht findest, was für dich bestimmt ist, wirst du in der ewigen Dunkelheit enden, und die besteht länger, als es die Erde und die Menschen tun", sprach der Feuerwehrmann ihr zu. Sie erschrak fürchterlich und weinte. Sie erblickte um sich herum die Schatten der Engel, die ihren Menschen nicht gefunden hatten, und es wurden von Sekunde zu Sekunde immer mehr.

"Hörst du das große Wehklagen und Leid in ihren Herzen? Sie waren nicht da, als die Menschen sie riefen um zu gehen. Nun sind die Menschen fort und werden den Ort, für den sie nach dem Leben bestimmt sind, nicht finden. Denn ihr Engel seid die Wegweiser, die Führer", sprach der Feuerwehrmann, "du musst dich endlich aufmachen und deinen Menschen suchen, denn sobald du entstehst, bist du gerufen worden. Je länger du wartest, um so näher kommst du der Dunkelheit. Die Erde und die Menschen existieren in dieser Zeit schon lange nicht mehr. All das Sein hat aufgehört zu existieren. Geh endlich deinen Weg und such deinen Menschen, Engel!"

Das waren seine letzten Worte, und im gleichen Augenblick, in dem seine Stimme in der Unendlichkeit verschwand, fand sie sich wieder auf dem Dach vor dem Bauernhof, vor dem das große Treiben wegen des Feuers immer noch anhielt.

Aber wo sie auch hin sah und hinblickte, sie fand ihren Feuerwehrmann nicht mehr. Er war nicht mehr da. Sie versank in tiefer Trauer. War er ihr doch so vertraut geworden, wie einer der ihren.
Als sie so in sich zusammengesunken war und längere Zeit auf den Boden blickte, wurde sie auf laute Rufe aufmerksam, die aus der Toreinfahrt kamen, wo einst ihr Feuerwehrmann heraus auf sie zu kam.

Plötzlich tauchten aus dem vielen Qualm zwei Feuerwehrmänner auf, die einen bewusstlosen Kameraden aus dem Hof trugen. Vor einem der Fahrzeuge legten sie ihn ab, sie gestikuliertem einen Notarzt, er möge sofort herkommen. Gleichzeitig befreiten sie ihm von seiner Atemschutzausrüstung und öffneten seine Jacke. Sofort fingen sie mit der Reanimation an, die der herbeieilende Notarzt sofort fortsetzte.
Die Feuerwehrmänner traten mit erstarrtem Gesicht zurück, um den auch herbeieilenden Sanitätern Platz zu machen.

Sie erstarrte, erblickte sie doch in dem da liegenden Mann ihren Feuerwehrmann, bewusstlos und leblos. Im nächsten Augenblick erschien neben seinem Körper eine Gestalt, die mehr und mehr zu Formen kam. Es war der Feuerwehrmann selbst, der aus seinem Körper gestiegen war um seinen Engel zu suchen. Er registrierte das Geschehen um sich herum und kniete dann zwischen den Sanitätern nieder und strich seinem leblosen Körper durchs Haar. Dann erhob er sich, drehte sich um und sah auf dem Dach gegenüber den Engel sitzen. Er lächelte ihr zu. Dann kam er auf sie zu und blieb unterhalb des Daches stehen.
Sie schwiegen sich an. Sie lachten sich an. Dann sprach er mit erleichterter Stimme: "Hallo Engel, bringst du mich heim?"
Augenblicklich sprang sie auf. Ihre prächtigen Flügel erstrahlen hinter ihr. Ihre mächtigen Bewegungen ließen sie lautlos schweben.
Sie überkam das Gefühl endlosen Glückes, und sie sprach zu ihm: "Komm, mein Feuerwehrmann, komm. Ich bring dich jetzt nach Hause. Endlich habe ich dich gefunden!"

Sie schwebte hinunter und nahm seine Hand. Sie lachten sich an und umarmten sich. Wiederum lautlos bewegten sich ihre Flügel, und sie stiegen in die Luft empor.
Lautlos und unbemerkt schwebten sie von dannen, unbemerkt in Richtung Sonne, deren warme Strahlen die Erde in ein leichtes warmes Rot hüllten.

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