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von Otto Beck am 20.03.2026 - 18:33 Uhr | melden
Chuck Norris (* 10. März 1940 in Ryan, Oklahoma; † 19. März 2026 in Hawaii; eigentlich Carlos Ray Norris Jr.) war ein US-amerikanischer Kampfkünstler, Action-Schauspieler und Buchautor.
Größere Berühmtheit erlangte er als Filmgegner von Bruce Lee in Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972) sowie durch die dreiteilige Kinofilmreihe Missing in Action (1984–1988) und die Fernsehserie Walker, Texas Ranger (1993–2001), als deren ausführender Produzent er auch agierte. Nachdem er seit 2004 nicht mehr im Kino zu sehen war, feierte er 2012 im Film The Expendables 2 ein Comeback.
Seit 2005 sind die Chuck Norris Facts als Internetmeme im Umlauf, die auf seine martialischen Filmrollen und seine Kampfkünste humoristisch anspielen.
Leben
Chuck Norris war der Sohn von Ray Dee (1918–1971)[1] und Wilma Lee Norris (geborene Scarberry; 1921–2024[2]), beide Elternteile sind jeweils halb Cherokee, halb irischer Abstammung.[3] Er war das älteste von insgesamt drei Kindern. Sein Bruder Wieland wurde im Juli 1943 geboren, Bruder Aaron folgte 1951. Sein Vater war Alkoholiker und verließ die Familie immer wieder für unbestimmte Zeit. Zudem zog die Familie mehrmals um, u. a. nach Kalifornien und Arizona. Die Ehe der Eltern wurde schließlich 1956 geschieden. Noch im August desselben Jahres heiratete die Mutter erneut.[4]
Nach seinem High-School-Abschluss trat er 1958 in die United States Air Force ein. Es war sein Ziel, eine Laufbahn als Polizist einzuschlagen. Die Ausbildung bei der Air Force erhielt er in Texas. Am 29. Dezember 1958 heiratete er Dianne Holechek, mit der er bereits in der High School liiert war.[5] Im Oktober 1963 kam sein erster Sohn Mike zur Welt.[6]
1960 wurde Norris bei der Militärpolizei in Korea eingesetzt und auf der Basis Osan stationiert.[7] Während der Koreazeit wandte er sich dem Kampfsport zu und trainierte die koreanische Kampfkunst Tang Soo Do.[8] Von seinen Kameraden erhielt er den Spitznamen Chuck.
Erst 1962 kehrte er nach vierzehn Monaten Dienstzeit wieder in die USA zurück. Zunächst wurde er in Kalifornien stationiert; nach dem Ende der vierjährigen Dienstzeit schied er aus der Air Force aus.
Chuck Norris verstarb am 19. März 2026 im Alter von 86 Jahren, nachdem er wegen eines medizinischen Notfalls auf der hawaiianischen Insel Kauaʻi ins Krankenhaus eingeliefert worden war.[9]
Familie
Chuck Norris’ jüngster Bruder Aaron ist ebenfalls in der Filmbranche tätig. Im Juni 1970 verstarb Norris’ Bruder Wieland im Vietnamkrieg. Im Jahr darauf wurde sein Vater bei einem Verkehrsunfall getötet.
Er hatte fünf Kinder: Aus erster Ehe (1958–1988) mit Dianne Holechek stammen die Söhne Mike und Eric. Der älteste Sohn Michael R. „Mike“ Norris (* 4. Oktober 1962) ist als Stuntman, Regisseur, Produzent sowie Schauspieler aktiv, sein Schauspieldebüt gab er 1979 in dem Film Der Bulldozer, bei dem sein Vater die Hauptrolle übernahm. In den 1980er und 1990er Jahren folgten Rollen in diversen B-Actionfilmen. Später inszenierte er einige Folgen von Walker, Texas Ranger und gründete mit seiner Ehefrau eine eigene Produktionsfirma, die sich auf religiöse Filme spezialisiert hat.[11] Sohn Eric (* 1965) ist als Stuntman und Stunt-Koordinator tätig und war beginnend mit Invasion U.S.A. (1985) auch an mehreren Produktionen seines Vaters beteiligt. Zudem führte er bei mehreren Folgen der Serie Walker, Texas Ranger Regie.[12]
Aus der zweiten Ehe (seit 1998) mit Gena O’Kelley gingen Zwillinge (* 2001), ein Sohn und eine Tochter, hervor. Eine außereheliche Tochter, von deren Existenz Norris erst 26 Jahre nach ihrer Geburt erfuhr, wurde 1964 geboren.[13]
Engagement im Kampfsport
Chuck Norris war Tang-Soo-Do- und Taekwondo-Meister (8. Dan). Norris war der erste westliche Mann, der im Taekwondo mit dem 8. Dan ausgezeichnet wurde. Anfangs unterrichtete er Tang Soo Do neben einem Job bei einem Rüstungsunternehmen und beschloss auf Grund seines Erfolges, eine eigene Kampfsportschule zu eröffnen. Bald betrieben Norris und ein Partner drei Kampfsportschulen und 1970 bekamen sie das Angebot, eine ganze Kette von Schulen unter ihrem Namen betreiben zu lassen, an deren Einnahmen sie beteiligt werden sollten. Sie nahmen den Vorschlag an.
1963 bestritt Norris in Salt Lake City sein erstes Kampfsportturnier.[6] In den kommenden Jahren folgten weitere Turniere, von denen Norris mehr als 30 für sich entscheiden konnte. Er trat u. a. mehrmals gegen Joe Lewis an und lernte zudem bei einem Turnier im Jahr 1967 Bruce Lee kennen. Zwischenzeitlich beschäftigte er sich auch mit anderen Kampfkünsten, wie dem Brazilian Jiu-Jitsu, das er bei Carlos Machado erlernte. Eine Kampfsporttechnik, die mittlerweile schon fest mit seinem Namen verbunden wird, ist der Roundhouse-Kick.
Bruce Lee war es, der Norris 1968 zu seinem ersten kleineren Filmauftritt verhalf. Als Choreograph für die Kämpfe in dem Film Rollkommando im Jahr 1968 verpflichtete er Norris für eine kleine Rolle als Bodyguard.
1968 gewann er die erste World Professional Karate Championship, die allerdings nicht von einem offiziellen Verband ausgerichtet wurde. 1967 war er zum ersten Mal Mittelgewichtsweltmeister im Karate. Im gleichen Jahr wurde er vom Magazin Black Belt zum Fighter of the Year auserkoren.[17] An den seit 1970 stattfindenden offiziellen Weltmeisterschaften der World Union of Karate Do Organisations nahm Norris nie teil. Es gibt keine gesicherten Informationen darüber, ob Norris jemals an Vollkontaktkämpfen teilnahm. In den Jahren 1972 und 1973 konnte er bei den World Professional Karate Championships seine letzten sportlichen Titel erringen. In dieser Zeit kam er in Kontakt zu verschiedenen prominenten Schülern, die er als Kampfsportlehrer unterrichtete. Den Auftakt machte Dan Blocker, der ihn für den Unterricht seines Sohnes engagierte. Es folgten u. a. Michael Landon und Steve McQueen, mit dem sich eine Freundschaft entwickelte. 1973 wirkte Norris zusammen mit einigen seiner Schüler in der Roger-Corman-Produktion The Student Teacher mit. Die Regie führte Jonathan Kaplan. 1974 beendete Norris seine Karriere im Kampfsport.
Währenddessen war die Kette von Kampfsportschulen, die im Namen von Norris betrieben wurde, zu einem Spekulationsobjekt geworden, und es drohte der Bankrott. Norris kaufte sieben Filialen zurück und musste sich dafür verschulden. Aus diesem Grund nahm er 1973 eine tragende Rolle als Bösewicht in dem Streifen Der Boß von San Francisco an, der erst 1981 in die US-Kinos kam.





