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von Tiemann Nicole am 30.10.2012 - 08:46 Uhr | melden
Ich bin von euch gegangen
nur für einen kurzen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn ihr dahin kommt,
wohin ich gegangen bin,
werdet ihr euch fragen,
warum ihr geweint habt.
Trennung ist wohl Tod zu nennen,
denn wer weiß wohin wir gehen,
Tod ist nur ein kurzes Trennen
auf ein baldig Wiedersehn.
Eines Morgens wachst du nicht mehr auf.
Die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen.
Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf. -
Nur du bist fortgegangen -
Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen dir Glück.
Du hast es überstanden, wir müssen bestehen.
Du gingst den Weg, den jeder muss gehen.
Das Schicksal rief dich, vorbei ist das Leid.
Wir werden dir folgen zu unserer Zeit.
Nun bist du frei, frei wie ein Engel.
Wie ein Stern am blauen Himmel.
Wie die Sonne, wie der Wind und das Meer.
So denke ich, oder erhoffe es mir.
Du fehlst mir, du fehlst mir so sehr,
manchmal wünschte ich, ich könnte zu dir.
Dich einfach mal sehen,
damit ich weiß wie es dir geht.
Dich nochmal riechen und fühlen.
Es ist als wären diese Erinnerungen
mit dem Wind weggeweht.
Und doch kommen oft diese Gefühle zurück.
Aber mit jedem Tag gehst du mehr,
Stück für Stück.
Das macht mir Angst und es tut weh,
ganz besonders wenn ich mir
dann Bilder von dir anseh!
Ich versuch mich zu trösten,
mit einem Gedanken:
Zwar ist jeder neue Tag ohne dich,
als seist du
einen Schritt weiter von mir gegangen,
aber gleichzeitig komme ich näher zu dir
und ich weiß
irgendwann sind wir bestimmt wieder zusammen.
Es mußte so sein, ich ließ dich gehen.
Ich wünsch dir die Ruhe,
die hast du verdient.
Doch bitte bleib bei mir, in meinem Herzen,
in meinen Gedanken, in meinem Leben,
bis wir uns wieder sehen.
Dein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen.
Du wolltest gern noch bei uns s.
Offen bleiben viele Fragen
- warum musste das so sein.
Dein Lebensweg ist nun zu Ende,
still ruht dein liebes, gutes Herz,
still ruhen deine fleißigen Hände,
erlöst bist du von deinem Schmerz.
Du siehst den Garten nicht mehr grünen,
in dem du einst so froh geschafft.
Siehst deine Blumen nicht mehr blühen,
weil dir der Tod nahm deine Kraft.
Du warst das Liebste, was ich hatte,
mit dir ging ich durch Freud und Leid,
und wenn ich heute Abschied nehme,
dann dank ich dir für diese Zeit.
Du warst im Leben so bescheiden,
so schlicht und einfach lebtest du,
mit allem warst du stets zufrieden,
schlafe sanft in stiller Ruh.
Du hast gesorgt, du hast geschafft,
bis dir die Krankheit nahm die Kraft.
Wie schmerzlich wars, vor dir zu stehen,
dem Leid hilflos zuzusehen.
Das Schicksal setzte hart dir zu,
nun bist du gegangen zur ewigen Ruh.
Erlöst bist Du von allen Schmerzen,
doch lebst du weiter in unseren Herzen.
Ganz still und leise, ohne ein Wort,
gingst du von deinen Lieben fort,
hab tausend Dank für deine Müh’
vergessen werden wir dich nie.





