Fabian Keller

Fabian
Keller

16.08.2009
Europa EU
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10.03.2026
Kerzers Bei Bern Schweiz CH

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ZurückAus dem Kondolenzbuch: Frau 39 aus Montenegro starb in den Flammen

von Montenegro am 17.03.2026 - 15:02 Uhr | melden

16.03.2026

Mo 13:00
Frau (39) aus Montenegro starb in den Flammen

Unter den fünf Todesopfern befindet sich laut dem Nachrichtenportal Vijesti auch die 39-jährige T. B. aus der Stadt Bijelo Polje in Montenegro. Sie hat jedoch die Schweizer Staatsbürgerschaft und war laut dem «Blick» bei einer Universität angestellt und wohnte in der Region.

Roger K. (65) hatte sich am vergangenen Dienstag im Postauto mit Benzin übergossen und angezündet. Das Fahrzeug geriet fast augenblicklich in Vollbrand und tötete fünf Menschen, neben Tatjana B. auch die Energy-Moderatorin Lara Baumgartner. (jar)

16.03.2026

Mo 10:55
Jans: «Auch die Opfer von Kerzers erhalten Opferhilfe»

Justizminister Beat Jans wurde im Rahmen einer Medienkonferenz am Montag gefragt, weshalb im Fall von Crans-Montana Beiträge an die Opfer gesprochen wurden, im Fall von Kerzers jedoch nicht.

«Natürlich beschäftigen uns auch diese Opfer von Kerzers sehr», sagt der Bundesrat. «Ich denke oft an die schreckliche Situation dort und das Leid, das jetzt die Angehörigen, aber auch die Verletzten im Moment durchleben. Ich möchte Ihnen auch mein Beileid aussprechen und meine Solidarität.» Jans ergänzt, dass auch die Opfer von Kerzers Opferhilfe bekämen.

«Das Opferhilfegesetz sieht Beratung und finanzielle Unterstützung zu. Sie bekommen rasch von der kantonalen Opferhilfestelle Unterstützung, auch finanzieller Art – das ist völlig klar», so Jans. Dass für die Opfer von Crans-Montana ein Soforthilfebeitrag in der Höhe von 50000 Franken gesprochen wurde, erklärt Jans so: «In Crans-Montana war die Zahl der Betroffenen so gross, dass die Opferhilfestellen an den Anschlag gekommen sind.» Und:« Die Opfer von Crans-Montana sind klar benachteiligt – das gilt, Stand jetzt, für die Opfer in Kerzers nicht. Hier kann es aber durchaus sein, dass der Kanton sich noch an den Bund wendet und zum Beispiel Bundesunterstützung verlangt. Bis jetzt war das nicht der Fall.»

Es gebe keine Anzeichen, dass der Kanton überfordert sei mit den Möglichkeiten die er hat, um die Opfer zu unterstützten. «Aber das ist vielleicht auch noch zu früh um das zu beurteilen», sagt Jans.
Beat Jans, Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements.
Beat Jans, Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements.20min/Stefan Lanz

13.03.2026

Fr 11:31
Kantonspolizei Bern erklärt Vorgehen

Nach mehreren Medienberichten hat die Kantonspolizei Bern ihr Vorgehen am Dienstag im Fall Kerzers FR dargelegt. Demnach ging um 13.02 Uhr ein Anruf eines Berner Spitals ein. Inzwischen ist bekannt, dass es sich dabei um das Spital Aarberg handelte. Laut einer Sprecherin hat das Spital lediglich gemeldet, dass ein Mann als vermisst gelte. «Daraufhin ist eine Patrouille zum Spital gefahren. Später wurde auch der Wohnort des Mannes aufgesucht und mit Bezugspersonen des Berners gesprochen.»

Im Rahmen dieser Abklärungen hätten sich keinerlei Hinweise auf eine mögliche Fremd- oder Selbstgefährdung ergeben. «Als Hinweise würden etwa bedrohliche Nachrichten gelten, entsprechende Aussagen gegenüber Dritten oder auffällige Einträge in Akten. Derartige Anzeichen lagen in diesem Fall nicht vor», erklärt die Sprecherin.

Der Mann habe sich «freiwillig aufgrund eines medizinischen, körperlichen Leidens» im Spital aufgehalten. Es habe sich ausdrücklich nicht um eine fürsorgliche Unterbringung gehandelt. Zuvor sei er ebenfalls freiwillig in einer anderen Institution gewesen. Um welche Einrichtung es sich dabei handelte, ist bislang nicht bekannt. (sac)

13.03.2026

Fr 09:04
Nach Postauto-Brand: Kerzerslauf findet in angepasstem Rahmen statt

Das Organisationskommitee des Kerzerslaufs hat «nach sorgfältiger Abwägung im engen Austausch mit der Gemeinde sowie den Sponsoren entschieden, den Kerzerslauf am kommenden Samstag durchzuführen – jedoch in einem bewusst angepassten und würdevollen Rahmen.» Das schreibt das Organisationskommittee in einer Medienmitteilung.

«Mit besonderen Gedenkelementen und dem Verzicht auf die Warm-up-Party möchten die Organisatoren den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen Respekt zollen und gleichzeitig ein Zeichen von Gemeinschaft und Zusammenhalt setzen», heisst es in der Mitteilung.

13.03.2026

Fr 08:31
«Niemand hat so etwas erwartet»: Wie die Schulen in Kerzers mit der Tragödie umgehen

Bei der Postauto-Tragödie von Kerzers FR sind sechs Personen ums Leben gekommen. Darunter befindet sich auch ein Schüler aus Kerzers, wie Andreas Maag, Vorsteher des Amts für deutschsprachigen obligatorischen Unterricht gegenüber der Zeitung «Freiburger Nachrichten» bestätigt.
Sachliche und korrekte Informierung im Fokus

Man habe bereits am Dienstag gewusst, dass ein Schüler vermisst werde und die Schule betroffen sein könnte, so Maag. Deshalb habe man einen Krisenstab einberufen, der am Mittwochmorgen das weitere Vorgehen festgelegt hat. Weiter erklärt Maag der Zeitung, einige Schülerinnen und Schüler hätten den Brand live miterlebt oder gefilmt, andere seien an der Unglückstelle vorbeigekommen.

Nach der Tragödie wurden die Orientierungsschule und die Primarschule in Kerzers instruiert. «In einem Dorf kennt man einander, und viele Informationen verbreiteten sich rasch über soziale Medien. Uns war wichtig, sachlich und korrekt zu informieren und gleichzeitig den Unterricht sicherzustellen», so Andreas Maag.
«Niemand hat so etwas erwartet»

Die Eltern wurden über eine Schul-App informiert. Gleichzeitig wurden auch die Schülerinnen und Schüler im Unterricht über das Unglück informiert und Hinweise auf Anlaufstellen gegeben. Auch sei ein Care-Team der Polizei aufgeboten worden. Laut Maag haben die Schülerinnen und Schüler die Situation ernst genommen und sind trotz der Umstände sehr verantwortungsvoll damit umgegangen.

«Für die Jugendlichen ist es natürlich ein Schock. Viele hatten einen direkten Bezug zu dem Schüler oder erfuhren bereits früh vom Unglück», sagt Maag. Auch die kommenden Tage würden schwierig bleiben – jetzt beginne die Trauerphase. «Niemand hat so etwas erwartet; es zeigt, wie schnell sich alles ändern kann, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist», erklärt Maag.

12.03.2026

Do 16:49
Täter war frewillig wegen körperlichem Problem im Spital

Der 65-jährige Mann, der sich am Dienstagabend in einem Postauto in Kerzers FR angezündet hatte, galt zuvor als vermisst. Eine Meldung dazu sei vonseiten eines Spitals im Kanton Bern gegen 13 Uhr bei der Kantonspolizei Bern eingegangen. Nach Angaben der Polizei befand sich der Mann nicht wegen eines psychischen Problems im Spital, sondern «freiwillig aufgrund eines medizinischen, körperlichen Leidens». Es habe sich ausdrücklich nicht um eine fürsorgliche Unterbringung gehandelt. Auch zuvor habe er sich freiwillig in einer anderen Institution aufgehalten, teilte die Polizei auf Anfrage von 20 Minuten mit. Um welche Institution es sich dabei handelt, ist nicht bekannt.

Nach Eingang der Vermisstmeldung habe die Polizei eine Fahndung eingeleitet. Einsatzkräfte hätten unter anderem seinen Wohnort aufgesucht und seien in Kontakt mit Bezugspersonen des Mannes gestanden. «Zum Zeitpunkt, als der Mann vermisst wurde, zeigten sich im Rahmen der umfassend getätigten Abklärungen keine Hinweise auf eine mögliche Fremd- oder Selbstgefährdung», so eine Sprecherin. (sac)

12.03.2026

Do 15:46
Trauer im Dorf ist gross

Am Tag nach der Tragödie ist die Trauer in Kerzers gross. Menschen kommen an den Ort des Geschehens und legen Blumen nieder. Eine Mitarbeitende eines der Opfer sagt: «Er hinterlässt eine grosse Lücke in unserem Team. Ich kenne ihn, seit er klein ist. Er war stets aufgestellt und hatte Humor.»

Montenegro
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