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von Angelika Kurz am 29.12.2015 - 21:23 Uhr | melden
Es ist mit Worten nicht zu beschreiben, diese Machtlosigkeit, diese Hilflosigkeit, dieses verzweifelte Suchen nach Antworten. Ich habe immer gehofft, dass mir das nicht passiert, diese Lebenskatastrophe, ein Kind zu verlieren. Und dann trifft es einen auf einmal doch. Mit so einer Wucht, dass aufrechtes Stehen nicht mehr möglich ist. Man knickt ein, der ganze Seelenfrieden liegt auf einmal in Scherben. Das kann, nein das darf doch einfach nicht möglich sein.
Oh doch, Fabian. es kann.....wenn du wüsstest, wie meine Welt in Trümmern liegt.
Und nicht nur meine.....auch die, deiner ganzen Familie. Auf einmal muss jeder seinen Platz neu finden. Ich bin nicht mehr Mutter zweier Söhne. Auch deinem Vater geht es sicherlich so. Und dein "kleiner" Bruder ist auf einmal auch grosser Bruder- Einzelkind. Niemand mehr da, der ihn in seinem Tun bestärkt, der ihm hilft, der sich für ihn einsetzt, der mit ihm streitet um letztendlich doch sein Leben für ihn zu geben. Ja, Fabian so warst du. Du hättest dein Leben gegeben, für die, die du geliebt hast. Für deine Frau Alexandra, deinen Sohn Elias, der dir so ähnlich sieht. Für deine Eltern, deine geliebten Grosseltern....und wie gerne hätte ich dir meines gegeben. Aber das nützte nichts. Du warst es, der gehen musste.
Du hast in deinem Leben das Schicksal schon öfter herausgefordert. Aber du hast immer wieder Glück gehabt. Was haben wir, deine Eltern, gelitten. Bei deinem Unfall, deinen Operationen- wie viele Menschen haben schon um dein Leben gekämpft und gebetet. Und wie viele müssen jetzt um dich weinen?
Könntest du nicht einfach zurückkommen? Den Albtraum beenden?
Ach mein geliebtes Kind, warum darf ich dich nicht mehr in den Arm nehmen....dein "hi Mama" am Telefon hören....dein "ich hab dich lieb"...??
Weil das Schicksal sich nicht beeinflussen lässt, weil es manchmal grausam sein kann.
Nun bleibt uns wohl nur, unseren Weg zu finden, mit der Trauer umzugehen. Jeder für sich.....und irgendwann still zu akzeptieren. Und auf das Wiedersehen zu warten, denn wir sehen uns wieder.....bis dahin, geliebter Engel, leg ein gutes Wort für uns ein, nimm Opa mal fest in den Arm für mich...und lass es dir gut gehen, dort wo du bist.....ich liebe dich mein Kind
Deine Mama
traurig, weil manche Dinge sich nicht ändern lassen und uns in unserer Ohnmacht zurücklassen.





