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von Birgit-Christine am 30.05.2014 - 10:16 Uhr | melden
Liebe Gaby,
zum Tod Deiner lieben Mutter möchte ich Dir meine Gedanken schreiben. Wenn man die Mutter verliert, muss man mit einem Schmerz leben, den niemand für Dich tragen kann.
Ich glaube, dass die verstorbenen Menschen es wohl empfinden, mit welchen Gedanken wir zu ihnen hindenken. Also schicke auch Du Deine besten Empfehlungen hinüber, Deine Liebe, Deine Dankbarkeit, aber auch Deine Bereitschaft, los zu lassen.
Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber.
Hinüber, dorthin, wohin der andere ging.
Und zurück, dorthin, wo man mit ihm war
all die Jahre des gemeinsamen Lebens.
Und dieses Hin- und Hergehen ist wichtig.
Denn da ist etwas abgerissen.
Die Erinnerung fügt es zusammen, immer wieder.
Da ist etwas verloren gegangen.
Die Erinnerung sucht es auf und findet es.
Da ist etwas von einem selbst weggegangen.
Man braucht es. Man geht ihm nach.
Man muss es wiedergewinnen, wenn man leben will.
Man muss das Land der Vergangenheit erwandern,
hin und her, bis der Gang über die Brücke einen neuen Weg findet.
Man versucht zu trösten und mehr kann man leider nicht. Wie klein und ohnmächtig stehen wir vor solchen Situationen. Doch zu wissen, da sind Menschen, die mitfühlend sind, das wird auch Dir helfen.
Trost ist
- wie eine Salbe auf eine Wunde
- wie eine Oase in einer großen Wüste
- wie eine sanfte Hand auf deinem Kopf
- wie ein gütiges Gesicht in deiner Nähe
- die Gegenwart von einem,
- der deine Tränen versteht
- der deinem gepeinigten Herzen zuhört
- der in deiner Angst und Not bei dir bleibt
- und der dich ein paar Sterne sehen lässt.
Ich fühle mit Dir/Euch den schmerzlichen Verlust einer Mutter.
Herzliches Beileid Dir und allen, die sie über den Tod hinaus lieben –
Deine
Birgit-Christine




