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von Lorenz A Wikipedia am 27.04.2025 - 15:41 Uhr | melden
Lorenz A. († 20. April 2025 in Oldenburg) wurde in der Nacht zum 20. April 2025 in Oldenburg nach einer Auseinandersetzung an einer Diskothek und später mit der Polizei von einem Beamten erschossen. Daraus entwickelte sich der Vorwurf der rassistischen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen Menschen.
Leben
Der im Alter von 21 Jahren getötete Lorenz A. war deutscher Staatsbürger. Der Westdeutsche Rundfunk beschrieb ihn als „stadtbekannten Basketballspieler“, der „einen großen Freundes- und Bekanntenkreis“ hatte.[1] Laut Recherchen des Spiegels war Lorenz A. polizeibekannt.[2]
Tod
Verlauf
In der Nacht zum Ostersonntag 2025 wurde Lorenz A. laut Staatsanwaltschaft der Zutritt zur Diskothek Pablo in Oldenburg verwehrt. Als Grund wurde die Kleidung, eine Jogginghose, angeführt. Es soll daraufhin zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, bei der Lorenz A. Reizgas versprüht habe. Mindestens vier Menschen sollen dadurch leicht verletzt worden sein.[3] Die Türsteher nahmen die Verfolgung auf, Lorenz A. soll sie anschließend mit einem Messer bedroht haben. Vor einer alarmierten Polizeistreife lief er weg.[4] Später in der Nacht traf er auf einen anderen Streifenwagen und soll die Polizisten bedroht haben.[4] A. soll Reizstoff auf einen Polizisten gesprüht haben. Wie die Zeitung Die Welt berichtete, soll der angegriffene Polizist „dann womöglich zu Boden gegangen sein“.[5] Ein 27-jähriger Polizist griff daraufhin zu seiner Dienstwaffe und schoss fünfmal von hinten auf Lorenz A.[6] Ein Schuss streifte den Oberschenkel. Drei Schüsse trafen ihn an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf, hieß es im Obduktionsbericht, der zwei Tage später veröffentlicht wurde.[4] Mit dem Messer, das Lorenz A. bei sich trug, habe er zum Zeitpunkt der Schüsse nach Angaben der Welt „mutmaßlich niemanden bedroht“.[5]
Lorenz A. starb in der Nacht zum Ostersonntag 2025 in Oldenburg an den Folgen der Schussverletzungen.[6]
Ermittlungen
Der Polizist, der auf Lorenz A. schoss, wurde vorläufig vom Dienst freigestellt.[7] Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags eingeleitet.[3]
Aus Neutralitätsgründen übernahm die Polizeidienststelle in Delmenhorst die Ermittlungen.[6] Sie soll klären, ob der Polizist in Notwehr handelte und ob die Schüsse verhältnismäßig waren.[8] Thomas Feltes, der juristische Vertreter der Mutter von Lorenz A., kritisiert die Nähe der Polizeistelle. Er wies darauf hin, dass dort der unaufgeklärte Tod von Qosay Khalaf in Polizeigewahrsam 2021 stattgefunden habe. Er lobte jedoch den transparenten Umgang mit den Obduktionsergebnissen.[7]
Für die Ermittlungen würden weiterhin Video- und Audioaufzeichnungen sowie das sichergestellte Mobiltelefon des Polizeibeamten und der polizeiliche Funkverkehr ausgewertet sowie Zeugen befragt werden. Laut Staatsanwaltschaft waren die Bodycams der Polizisten nicht eingeschaltet.[6]
Proteste und Gedenken
Zum Gedenken an Lorenz A. wurde ein provisorischer Gedenkort in der Oldenburger Innenstadt eingerichtet.[7]
Der Sprecher der Initiative Gerechtigkeit für Lorenz erklärte, dass die Schüsse von hinten abgefeuert wurden, sei für die Initiative schwer nachvollziehbar. Sie verwies auf ähnliche Fälle tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze Menschen und forderte eine lückenlose Aufklärung.[7][9]
Auch Freunde von Lorenz A. machen der Polizei schwere Vorwürfe. Mehrere Initiativen unterzeichneten einen Demonstrationsaufruf für den 25. April 2025, in dem von strukturellem Rassismus in der Polizei die Rede ist.[8] An der Kundgebung nahmen nach Schätzungen der Polizei zwischen 8.000 und 10.000 Menschen teil. Auch in Hannover und Braunschweig waren Demonstrationen und Kundgebungen angemeldet.[10]





