Von deiner Tochter Natalia 21.02.2016 um 14:17 Uhr | melden
Ich glaube daran, dass Knospen die im Werden verlöschen,
nicht vergebens sind.
Ich glaube daran, dass dein Dasein in meinem Leben ausreichte,
um ein Leben lang Teil von mir zu sein.
Ich verstehe, dass mein Atem nur ein Hauch ist im Wandel der Zeit.
Ich erkenne, dass wir alle Teil eines Ganzen sind,
weit größer, als wir verstehen können.
Mein lieber Papa,
ich denke, oder zumindest hoffe ich, dass es einen Sinn hat, dass du nicht umsonst gestorben bist.... Ich kann es immer noch nicht erkennen, warum du schon sterben musstest. Wir hätten noch gut zwei Jahrzehnte haben können.
Ich hoffe nur, dass du wieder mit deiner Familie da oben wiedervereint bist, die dir gefehlt hat. Das weiß ich, weil du früher immer wieder von deiner Familie gesprochen hast. Du hast nie einen Geburtstag oder Todestag vergessen und du hast immer von Ihnen erzählt, obwohl sie schon so lange tot sind. Ich weiß gar nicht, wie du es damals ausgehalten hast, als deine Eltern starben, als du noch so jung warst. Du warst damals praktisch nur ein Kind... Ich war schon dreißig, als du gehen musstest, mehr als doppelt so alt, wie du damals. Aber es ist unglaublich schwer, dich nicht mehr täglich zu sehen, dich reden und lachen zu hören, dich nicht mehr in den Arm zu nehmen oder von dir in den Arm genommen zu werden......




