Von eurem Stern 25.03.2016 um 18:52 Uhr | melden
Wenn ich einst tot bin, geh nicht an mein Grab!
Den kleinen Hügel lass von Gras umwehen.
Du sollst das bunte Leben wieder sehen,
das dir und mir so manche Freude gab.
Ich selbst bin zwar woanders, nein, nicht weit,
wie könnte ich mich jemals von dir trennen?
Du wirst mich nur mit anderen Namen nennen.
Was ich verlor? Ein abgelegtes Kleid.
Vielleicht, an einem heißen Sommertag,
werde ich im Windhauch deine Stirne kühlen,
wirst du auf einmal meine Nähe fühlen,
wie meine Hand, die oft auf deiner lag.
Vielleicht, wenn du im Winter stehst und frierst
und kalte Schauer durch die Glieder drangen,
bin ich der Sonnenstrahl auf deinen Wangen,
bin ich die Wärme, die du plötzlich spürst.
Vielleicht bin ich die Schutzkraft, die dich hüllt,
die Liebe, die dich hält und heilt und segnet,
die dir verwandelt überall begegnet
und unser Leben hier und dort erfüllt.




