Von deiner Lydia und Natalia 09.11.2017 um 19:05 Uhr | melden
Ich träumte eines Nachts,
ich ging am Meer entlang mit meinem Gott.
Und es entstand vor meinen Augen,
Streiflichtern gleich, mein Leben.
Nachdem das letzte Bild an uns
vorbeigeglitten war, sah ich zurück und stellte fest,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur zu sehen war.
Das verwirrte mich sehr,
und ich wandte mich an meinen Gott:
„Als ich dir damals alles,
was ich hatte, mein ganzes Leben,
anvertraute, da sagtest du,
du würdest immer bei mir sein.
Warum hast du mich verlassen,
als ich dich am Nötigsten brauchte?“
Da nahm Gott meine Hand und sprach:
„Geliebtes Kind, nie ließ ich dich allein,
schon gar nicht in Zeiten der Angst und der Not.
Wo du nur ein Paar Spuren im Sand erkennst,
sei ganz gewiss: Da habe ich dich getragen!“



