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Von Mama 20.01.2026 um 09:18 Uhr | melden
Heute sind es sechs Jahre.
2.192 Tage, seit du gegangen bist, Marius.
2.192 Tage, in denen sich ein Gefühl durch mein Leben zieht, das mich innerlich zerbrechen lässt. Nach außen wirkt man stark, funktioniert, hält durch. Und doch gibt es diesen stillen, absurden Hoffnungsschimmer, der auch nach all dieser Zeit nicht verschwindet: dass es an der Tür klingelt, du davorstehst und alles nur ein Albtraum war, wie aus einem dieser schlimmsten Filme, aus denen man schweißgebadet aufwacht. Aber man wacht nicht auf.
Du fehlst mir unendlich. Diese Sehnsucht lässt sich nicht in Worte fassen, weil sie endgültig ist. Es ist nicht so, dass du unterwegs bist und irgendwann wieder nach Hause kommst. Seitdem bist du nicht mehr da, und seitdem ist die Welt nicht mehr in Ordnung. Als Mutter hat man mit dir etwas ganz Großes verloren, etwas, das nie wieder zurückkommt.
Kein Tag vergeht, an dem ich nicht an dich denke. Ich sehe deine Bilder überall. Und ich frage mich, wie dein Leben heute wäre. Ob du verheiratet wärst. Ob du vielleicht selbst schon Vater wärst. Es sind Fragen, auf die es nur ein Nein gibt. Nicht, weil man es nicht will, sondern weil es endgültig ist. Und genau das macht diesen Schmerz so grausam.
Heute werden wir wieder zu deinem Grab gehen, Blumen bringen und Luftballons steigen lassen, mit Botschaften für dich. Ich hoffe so sehr, dass du es siehst. Dass du von oben auf uns schaust, ab und zu bei uns bist und nach dem Rechten siehst. Und dass du jetzt ganz besonders gut auf Kilian aufpasst.
Du fehlst uns allen. Mir ganz besonders.
Man sagt, Zeit heilt Wunden. Das stimmt nicht. Zeit heilt nichts. Man lernt nur, mit dem Schmerz zu leben. Man wird dazu gezwungen, ob man will oder nicht. Oft hat man das Gefühl, man funktioniert einfach nur noch, um für die Familie stark zu sein, Halt zu geben, obwohl man selbst diesen Halt so dringend bräuchte.
Sechs Jahre sind eine lange Zeit. Und doch wird jedes Jahr einfach nur ein weiteres Jahr dazukommen. Und jeder einzelne Todestag wird ein Schmerz bleiben, den man niemandem wünscht.
Du warst und bist etwas ganz Besonderes. Und du wirst es immer bleiben. Wenn ich von dir erzähle, habe ich trotz allem ein Lächeln im Gesicht, weil du einfach so ein wunderbarer Mensch warst.
Als Engel geboren.
Als Engel gegangen.
Ich vermisse dich unendlich, mein Sohn.




