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Von Simone 30.03.2016 um 18:23 Uhr | melden
Liebling,
ich habe Dir schon einige Tage nicht geschrieben, doch das bedeutet nicht, dass ich Dich auch nur eine Sekunde nicht unendlich vermisst hätte. Diese Trauer und Sehnsucht sind von nun an mein ständiger Begleiter.
Letzte Woche waren wir ja alle auf Sylt. Es gab wirklich schöne Momente, gerade mit den Kindern, doch nie habe ich Dich mehr vermisst.Das Krähen der Möwen, die Du immer so liebtest, hörte sich diesmal wie Wehklagen an und selbst das Meer hat ohne Dich einen Teil seiner Schönheit eingebüßt. Am Schlimmsten war aber der Tag der Abreise. Alle freuten sich auf etwas, die Kinder auf ihren Papa, Steffi auf ihren Mann, Mama auf ihr Zuhause und ich fühlte mich nur leer, verloren, heimatlos. Ich bin Mama unendlich dankbar, doch es ist nicht mein Zuhause. Doch auch user Zuhause hat nichts mehr von einer Heimat.
Seit Sylt hat sich etwas an meiner Trauer geändert, es fühlt sich so an, als wäre die Mauer, die mein Herz beschützt, plötzlich zusammengekracht. Ich möchte auch nicht mehr reden, sondern mich am liebsten einfach verkriechen. Ich fühle mich so unendlich allein und am einsamsten fühle ich mich unter Menschen, eigentlich ein Widerspruch in sich selbst.
Doch was mich wirklich fertig macht ist der Gedanke " für immer!" - ich werde mit ihm wach und schlafe mit ihm ein - für immer Schmerz, für immer Einsamkeit, für immer ohne DICH! Manche Dinge kann niemand heilen, auch nicht die Zeit!
In nie endender, inniger Liebe
Deine Misone




