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von Info am 15.06.2025 - 00:34 Uhr | melden
Elf Menschen starben beim Amoklauf von Graz – darunter der Schütze. Noch immer sind viele Fragen offen – etwa nach dem Motiv des 21-Jährigen, der am Dienstag in die Schule der österreichischen Stadt eingedrungen war.
Am Mittwoch sickerten allmählich Details zu den Opfern durch: Noch am Abend war bekannt geworden, dass eine erwachsene Frau im Universitätsklinikum Graz ihren Verletzungen erlegen war. Am Mittwoch bestätigte die Polizei der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage, dass es sich um eine Lehrerin gehandelt habe. Weitere neun Menschen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren starben vor Ort. Zunächst hatte die Polizei von 15- bis 17-Jährigen gesprochen. Es handele sich um sieben Mädchen und drei Jungen. Unter den Toten war ein Pole, die anderen waren österreichische Staatsbürger.
Alle elf Verletzten seien mittlerweile in einem stabilen Zustand, teilte der Krankenhausbetreiber Kages am Mittwoch mit. Sie sind zwischen 15 und 26 Jahre alt. Acht Verletzte stammen aus Österreich, zwei aus Rumänien, und eine Person stammt aus dem Iran. Neun der Verletzten würden noch auf Intensivstationen in mehreren Krankenhäusern betreut, hieß es. Bei einem Opfer mit Gesichtsverletzungen sei eine Folgeoperation nötig, ein weiteres Opfer müsse noch am Knie operiert werden.
Täter erschoss sich auf Toilette
Auch der mutmaßliche Täter ist tot, er erschoss sich nach seinem Amoklauf auf der Toilette. Laut Polizei handelt es sich um einen 21-Jährigen aus der Umgebung, der mit zwei Schusswaffen den Amoklauf verübte (zuvor war in Berichten – wie auch bei uns – von einem 22-Jährigen die Rede). Er soll Arthur A. heißen, ein ehemaliger Schüler der Schule, der dort keinen Abschluss gemacht habe. Die beiden Waffen soll er legal besessen haben, nach derzeitigen Erkenntnissen handelte es sich um eine Langwaffe und eine Kurzwaffe.
Bei der Durchsuchung seines Zuhauses wurde ein Abschiedsbrief gefunden. Das Schreiben gebe aber keinen Hinweis auf das Motiv des Schützen, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, im ORF-Fernsehen. Der junge Mann lebte zusammen mit seiner Mutter, hieß es von der Polizei. Sein Vater lebte getrennt von ihm und der Mutter. Medien hatten spekuliert, dass der junge Mann in seiner Schulzeit wohl gemobbt worden sei. Am Wohnort sind neben einer nicht funktionstüchtigen Rohrbombe auch Pläne für einen Sprengstoffanschlag gefunden worden. Diese Pläne seien offenbar verworfen worden, teilte die österreichische Polizei am Mittwoch mit.
Graz: Am Tag nach dem Amoklauf steht Österreich still
Gegen 10 Uhr morgens war in Graz ein Großeinsatz der Polizei gestartet. Gegen 11.40 Uhr hieß es dann von der Polizei, die Lage sei „gesichert“, es werde von keiner weiteren Gefahr mehr ausgegangen. Die Kinder und Jugendlichen der Schule wurden nach dem Amoklauf in eine nahegelegene Halle gebracht und dort vom Kriseninterventionsteam sowie dem Roten Kreuz versorgt, berichtet APA. Die Gegend rund um die Schule wurde abgeriegelt, der Verkehr umgeleitet. Die Straßen um die Schule herum wurden von schwer bewaffneten Polizeibeamten bewacht, während kurz vor Mittag weiterhin Rettungsfahrzeuge am Weg zur Schule waren.
Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag mit Bundeskanzler Christian Stöcker (ÖVP) ordnete dieser drei Tage Staatstrauer in Österreich an. Am Mittwoch stand um 10 Uhr für eine Minute das Land vielerorts still. So blieben unter anderem die 900 Busse, Straßen- und U-Bahnen in Wien für eine Minute kurz stehen. Die Trauerglocke des Wiener Stephansdoms mit einem besonders tiefen Klang wurde nach Angaben der Erzdiözese Wien geläutet. Auch in Graz sollte das öffentliche Leben kurz ruhen. Die österreichische Bundesregierung gedachte der Opfer bei ihrer wöchentlichen Kabinettssitzung.





