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von Michaela Schuster am 28.10.2013 - 12:31 Uhr | melden
Jahre danach
Sie sagen, es ist doch schon solange her.
Nach so vielen Jahren trauert man nicht mehr.
Man darf sich erinnern, leise, am besten stumm.
Ich frage, mit welchem Recht sie das sagen, warum?
Könnten sie den Schmerz nur erahnen, nicht mal ermessen,
wären sie dann so schnell mit dem Wort „Vergessen“?
Wären auch ihre Augen oftmals von Tränen blind,
würden sie trauern um ihr eigenes Kind?
Trauer meist leise, wie ein Windhauch, vertraut und zart.
Doch an solchen Tagen, einem Orkan gleich, brutal und hart.
Träume, Vermissen, Erinnerungen, alles so nah.
Es scheint mir, als ob es erst gestern war.
Hielt ich dich nicht gestern noch im Arm?
Schmiegtest du dich nicht an mich, so klein und warm?
Hörte ich nicht gestern noch dein Lachen?
Saß an deinem Bett, um über dich zu wachen?
Nein, denn du schliefst einfach ein, gingst fort.
Erwachtest an einem besseren Ort.
Dort leidest du keine Schmerzen mehr, kein Pein.
Doch wirst du immer bei mir, mein Sonnenschein sein.
(©Black Moni 24.2.06)
Mein lieber Patrick, ja nie werde ich deinen Tod verstehen, da gibt es für mich auch nichts zu verstehen, ich bin immer wieder sauer und wütend auf den oder das der das hier alles zulässt. So viele junge Menschen in der Blüte ihres Lebens müssen gehen, heute steht in unserer Zeitung wieder ein 1994 geborener Junge drin, wieder eine Familie die unendlich leiden muss, ich verstehe das alles niemals, da hilft mir auch keine Glaube er ist weg, und bitte lieber Patrick verzeih mir.
Dein Glaube war aufgebaut, auf ein unbeschwertes, glückliches Leben, du musstest keinen geliebten Menschen hier auf Erden vermissen und um ihn weinen. (aus deiner Kernfamilie).
Gestern habe ich in einem Buch gelesen, da sagte ein Vater, zum Glück habe ich mein Kind verabschieden dürfen und ich wusste um seinen Tod das er kommt, er meinte ich weiß nicht ob ich das jemals verkraftet hätte wenn er so einfach gegangen wäre, ja Paddy da zuckte sich bei mir mal wieder alles zusammen, weil ich musste dich einfach so ohne ein Wissen gehen lassen, das bringt einen echt um, aber da sind wir wieder mal bei wir haben keine WAHL.
Was bringt es mir ob ich glaube oder nicht, nichts bringt mir mein Leben zurück, das so wunderschön war, ich die stolzeste Mama der Welt war.
Was ist denn geblieben von unserem Glück nichts außer Trauer, Schmerz, Sehnsucht und Leid, und nur ein ertragen dieser Last, mehr ist es doch nicht.
Mir ist es auch scheiß egal, was nach meinem Tod kommt da habe ich jetzt auch nichts von, ich muss das hier aushalten, jedem Verdammten Tag, ohne DICH.
Jeden Tag sehne ich mich so sehr nach dir, und deiner wunderbaren, einzigartigen Art, wie du im ganzen Haus deine Nudeln verteilt hast, weil du immer in die Küche kamst und eine Hand voll rohe Nudeln geholt hast und sie schon im gehen gegessen hast, wie ich das alles vermisse.
Oder deine Lieblingsspeisen zu kochen und zu sehen wie du sie gegessen hast, und an manchen Tagen einfach einen Freund, meistens den Martin mitgebracht hast, du dann sagtest " Och Mama du kochst ja eh so viel, da habe ich gar nicht Bescheid gesagt, ja alles vermisse ich.
Und vor allen Dingen dein Gitarren spielen, zu jeder Gelegenheit hörte man dich üben, üben , üben, wie schön war das alles, weiß dieser GOTT überhaupt was er Familien antut??????Deine Einzigartigkeit fehlt, denn du bist du...und nichts und niemand kann dich ersetzen, das sind auch so blöde Sprüche, glaubt wirklich irgendjemand ein Kind könnte das andere ersetzen.Jeder Mensch ist und bleibt in seiner Art und Weise einmalig.
Boh ich kann nichts mehr hören das alles einen Sinn haben soll, ich sehe und finde keinen Sinn niemals, dafür liebe ich dich zu sehr, du mein großer.
Es soll jeder auf Art und Weise diesen Weg der Trauer gehen, ich mische mich nicht ein, aber ich möchte mir einfach keine Belehrungen mehr anhören, niemand kennt mein inneres, meinen Schmerz um dich, den fühle nur ich, und für mich gibt es keinen Trost, für diesen Verlust.
Ich weiß ich bekomme dich nicht zurück, und auch mein geliebtes komplette Leben nicht mehr, also ist es ein Aushalten, ein total anderes nicht gewolltes Leben und das heißt es zu gehen, mehr ist es nicht, denn hätte ich jemals eine WAHL ich würde nur um eins bitten, um dich zurück, bei mir.
Im Moment lese ich ein Buch " Keine Angst vor fremden Tränen! Es ist so gut geschrieben, und gibt mir mal wieder viele Erkenntnisse um deinen Verlust, auch wie vieles von den Mitmenschen falsch im Umgang mit uns Trauernden passiert, das sollte ein Pflichtlektüre für jeden Haushalt werden, dann könnte vieles vermieden werden.
Ich liebe dich, großer, die Liebe bleibt für immer.





