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von Michaela Schuster am 26.01.2014 - 16:07 Uhr | melden
Hey, mein großer geliebter Sohn, ich will dir erzählen was ich gerade tu, ich bin frischen Spinat am sortieren, dann wird er gewaschen und abgekocht, das kennst du ja, ist ja dein und Papas Lieblingsessen, wie lange habe ich gebraucht um das wieder machen zu können, alles tut weh, wirklich alles.
Ich sehe gerade dein strahlendes, wunderschönes Gesicht vor mir, wie du dich freust über dieses Essen, ja gesundes Essen, war dir so wichtig. Ich kenne kein Kind was so auf gesundes Ernährung geachtet hat ,wie du, es ist unfassbar, das gerade du von uns gehen musstest, wie viele gibt es da draußen sie legen in deinem Alter überhaupt nichts auf Gesundheit, die treiben, nur Mist mit ihrem Körper, saufen, rauchen, nehmen Drogen usw. das kam für dich nie in Frage, du wunderbarer Sohn.
Du warst ein Vorbild ein Bilderbuchkind, in den ganzen fast 17 Jahren die du hier bei uns warst, gab es nicht einen Tag, wo wir Sorgen hatten um dich, du einzigartiger Patrick.
Ich vermisse dich in jedem Augenblick, egal was wir tun, oder wie wir versuchen hier weiter zu gehen, du fehlst uns immer.
Heute in einem Monat ist dein 20 Geburtstag, und wieder gehen wir nur zum Grab, anstatt mit dir zu feiern, dich anzuschauen, wie du dich weiterentwickelt hättest, eben großer Sohn und Bruder, statt dessen dürfen wir nur noch Blumen und Kerzen holen.
Ich würde dir wieder Käsesahnekuchen machen, und bestimmt auch immer noch deine geliebten Törtchen, egal wie alt man wird, es bleiben immer Dinge die liebt man immer, aber ich kann keinen Käsesahnekuchen mehr machen, es tut so weh, alleine der Gedanke daran, das du am letzten Weihnachten 2010, den Kuchen fast alleine gegessen hast, und ich fand das so toll, du konntest mir immer zeigen, wie froh du über kleine Dinge warst, du bescheidenes Kind.
Mein Herz ist zerrissen, ich finde einfach keinen geh baren Weg ohne dich, ich mache zwar weiter, aber wie mache ich weiter, immer mit einer sehr großen Lücke in meinem Herzen!
Unser Haus ist so still ohne dich, dein Gitarrenspielen fehlt so sehr, deine ganze Art und Weise, eben du, fehlst und das kann niemand füllen, jeder von euch dreien ist einmalig und besonders, aber mit deinem Verlust muss ich lernen zu überleben, jeden Tag, ich weiß, das ich Dankbarkeit habe für deine zwei Geschwister, und das zeige ich ihnen auch jeden Tag.
Aber mein Grunddenken ist eben das ich immer nur diese Lücke sehe, die hier in unserem Haus ist, und vor allem in meinem Herz, das nichts mehr mit dir erlebt werden kann, und nichts hilft mir, das anders zu fühlen.
Auch heute nach über drei Jahren denke ich oft das ist alles nur ein böser Traum gleich wirst du wach, und alles ist wieder gut, oh wie ich mir das wünschte.
Paddy wie soll ich das nur aushalten hier, ohne dich, ich weiß es nicht, ich finde keine Antwort, du fehlst mir, und das kann ich nicht schön reden, mit nichts, weder mit einem Wiedersehen eines Tages, weil auch da habe ich so große Zweifel, wer weiß vielleicht, gibt es nach dem Tod nichts mehr, und die Vorstellung dich nie wieder zu sehen, macht es nicht besser, ich bewundere deinen Papa, wie er so stark daran glaubt, das er dich eines Tages wieder im Arm hält, und der Schmerz ist vor rüber, könnte ich doch so denken und fühlen, nein ich kann es nicht.
Also leide ich noch mehr Schmerzen, als er, weil er voller Hoffnung ist, und ich eben nicht, ich sehe immer das, was mir jetzt hier fehlt und das ändert sich nicht, es bleibt so, du bleibst weg.
Ich hasse es aber auch dieses schön reden, oh da wo Patrick ist, ist es so schön, eines Tages werden wir alle wieder zusammen sein, mag ja sein, aber hier und jetzt hilft mir das überhaupt nicht, aber deinem Papa schon.
Dann gibt es Menschen die behaupten unsere Kinder sind immer bei uns, ja toll, warum musstest ihr dann alle gehen, das kapier ich nicht, ist es dort so Langweilig das ihr immer hier auf Erden schaut, was wir tun, auch das glaube ich nicht, hört sich doof an.
Ich weiß nur eins, ich trage einen unfassbaren, unbegreiflichen Schmerz in mir, und ich bin durch nichts getröstet, so ist das.
Ich werde immer für deine Geschwister weiter leben, und versuchen ihnen mit diesem unfassbaren, noch ein Leben zu ermöglichen, das es ist eben ein Nichtgewolltes Leben, auch für die beiden.
Mein Patrick ich liebe dich, und ich werde aus Liebe diesen furchtbaren Schmerz ertragen, obwohl, ich in nichts einen Trost sehe, weil es ihn für mich nicht gibt.
Zu gerne würde ich dich jetzt als Student bewundern, wie du deinen tollen Weg weiter gegangen wärst, wie du Lehrer geworden wärst, und einfach nur großer Sohn und Bruder, hier bei uns wärst. Wie du verliebt wärst, du wunderschöner Sohn, du wärst ein toller Partner für ein Mädchen, weil du etwas ganz besonderes bist.
So ich mache jetzt den Spinat fertig, für uns drei, Marvin würde sich ja ekeln der Fleischesser, ( gut das er in den USA ist, obwohl er mir so fehlt, aber noch vier Monate dann kommt er wieder, wenn alles gut geht)aber deine Mama, hat und macht ja immer für jeden was er liebt.
Ich liebe dich, deine Mama





