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von Newsticker am 23.08.2025 - 12:25 Uhr | melden
Samstag, 23.08.2025, 10:05
Nach einem Raubüberfall auf eine Tankstelle im saarländischen Völklingen ist ein Polizist durch Schüsse getötet worden. Einiges ist noch unklar. Alle Entwicklungen im Newsticker.
Der Tatablauf: Nach einem Raubüberfall auf die Aral-Tankstelle an der Karolinger Brücke in Völklingen (Saarland) ist ein Polizist durch Schüsse getötet worden. Der maskierte Täter ist gegen 18 Uhr in die Tankstelle gestürmt und hatte die Angestellten mit einem Messer bedroht. Er erbeutete Bargeld und rannte davon. Zwei Polizisten trafen schon kurz darauf ein, verfolgten den Täter zu Fuß. Als sie ihn überwältigen und festnehmen wollten, kam es zu einem Gerangel. Dabei habe der mutmaßliche Täter dem Oberkommissar die Dienstwaffe entrissen und geschossen. Der getötete Polizist soll laut Informationen der "Saarbrücker Zeitung" mindestens zweimal getroffen worden sein.
Spendenkampagne für getöteten Polizisten: Schon 45.000 Euro gesammelt
09.59 Uhr: Eine private Spendenkampagne für den im Einsatz getöteten Polizisten Simon B. aus Völklingen hat schon in den ersten Stunden rund 45.000 Euro (Stand 10.00 Uhr für seine Hinterbliebenen generiert. Die Kampagne ist seit Freitagmittag bei "GoFundMe" online. "Wir stehen unter Schock und sind tief betroffen vom tragischen, während seiner Dienstzeit verstorbenen Polizisten Simon B. – einem jungen, zweifachen Familienvater und engagierten Schutzmann, der für unsere Sicherheit sein Leben verloren hat", heißt es darin. Und weiter: "100 Prozent des Geldes wird an seine Frau und Familienangehörige fließen." Besonderes Detail: Die Kampagne wurde nach Angaben des Erstellers ohne das Wissen der Familie initiiert. "Ich hoffe, sie können diese Geste annehmen", so der Initiator.
Tankstellen-Räuber schrie bei Überfall nur ein Wort und flüchtete mit kleiner Beute
Samstag, 23. August, 09.54 Uhr: Rund eineinhalb Tage nach dem Tankstellen-Raub von Völklingen, nach dem ein Polizist vom mutmaßlichen Täter mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen wurde, deckt ein Bericht neue Details auf. Wie die "Bild" schreibt, sei eine Verkäuferin bei dem Überfall alleine im Laden gewesen. Der Täter kam den Angaben zufolge mit einem Tuch über dem Kopf und einem Messer bewaffnet in die Tankstelle. Er schrie nur ein Wort, "Kasse", und erbeutete so wenige Hundert Euro. Mit dem Geld flüchtete er, anschließend kam es zur Verfolgung durch die Polizei und den darauffolgenden tödlichen Schusswechsel. Weiterhin unklar ist, wie der 18-Jährige an die Polizisten-Waffe kam.
Staatsanwalt: Haftbefehl gegen Verdächtigen erlassen
15.59 Uhr: Gegen den Verdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Das gab Nassiry soeben auf der Pressekonferenz bekannt. "Der Beschuldigte bleibt jedoch vorerst in der Klinik", so Nassiry.
Die Pressekonferenz ist nun beendet.
Zwei ausgebildete Polizisten und ein Auszubildender im Einsatz - nicht klar, mit welcher Waffe geschossen wurde
15.40 Uhr: Es sind zwei ausgebildete Polizeivollzugsbeamten im Einsatz gewesen und mit dabei war ein Kommissarsanwärter. Noch weiß die Polizei nicht, "welche Waffe dort von dem Täter genutzt worden ist". Das heißt: Es ist nicht klar, von welchem der drei Polizisten die Waffe stammt, mit der Simon B. erschossen wurde.
Der Täter habe mehrere Schüsse auf die Polizeibeamten abgegeben und einen Beamten tödlich verletzt. Er sei weiter geflüchtet und von weiteren Polizisten gestellt worden, sagte Grandjean.
Oberstaatsanwalt Nassiry: "Verdacht auf besonders schweren Raub und Mordes, sowie versuchten Mordes"
15.35 Uhr: Laut Ermittlungsstand der Staatsanwaltschaft geht sie davon aus, "dass das Mordmerkmal der Verdeckungsabsicht in Betracht kommt, also dass der Beschuldigte auf die Polizeibeamten jedenfalls auch deshalb geschlossen hat, um zu verhindern, dass er als mutmaßlicher Täter des vorangegangenen Raubüberfalls identifiziert und zur Verantwortung gezogen wird."
Und weiter: "Aufgrund dieses Verdachtes des besonderen schweren Raubes, des Mordes und des versuchten zweifachen Mordes hat die Staatsanwaltschaft auf Basis der zügig durchgeführten Ermittlungen der Polizei am heutigen Tage den Erlass eines Haftbefehls beantragt."
Landespolizeipräsident: "Alle zutiefst betroffen"
15.32 Uhr: Auch Landespolizeipräsident Dr. Thorsten Weiler ist "zutiefst betroffen" von dem Fall. Dennoch bleibe die Polizei handlungsfähig, versichert er.
Getöteter Polizist ist der 34-jährige Simon B.
15.26 Uhr: Landespolizeidirektion Nathalie Grandjean gibt jetzt einen Einblick in die Ermittlungen. Sie sagt, dass die Tat von mehreren Zeugen beobachtet wurde. Drei Polizisten haben den Täter stellen können. Noch ist unklar, wie der Täter an die Polizeiwaffe kommen konnte. Der Täter schoss auf den Polizisten und floh. Andere Polizisten haben ihn schließlich gefasst. Sie trafen den Tatverdächtigen ebenfalls mit zwei Schüssen am Körper. Der Verdächtige war vor der Tat nicht polizeibekannt.
Der getötete Polizist ist der 34-jährige Familienvater Simon B. Er hat ein Kind im Kindergarten- und eins im Grundschulalter.
"Seit gestern werden umfangreiche spurensicherende Maßnahmen an den Tatorten durchgeführt. Auch diese Maßnahmen dauern noch an. Es wurden bereits bis zum jetzigen Zeitpunkt eine Vielzahl von Zeugen vernommen", so Grandjean.
Polizist in Völklingen erschossen: Jetzt informieren die Ermittler über den Fall
15.14 Uhr: Die Pressekonferenz startet mit einem kurzen Gedenken an den verstorbenen Polizisten. Teilnehmer sind Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger, Innenminister Reinhold Jost, Landespolizeipräsident Doktor Thorsten Weiler, die Leiterin der Landespolizeidirektion Nathalie Grandjean, sowie für die Staatsanwaltschaft Saarbrücken den leitenden Oberstaatsanwalt Christian Nassiry.
Zuerst hat die Ministerpräsidentin das Wort. Sie geht auf die Trauer und Betroffenheit ein, die im ganzen Saarland herrscht. Sie spricht der Familie ihr "tief empfundenes Mitleid" aus. "Ein junger Polizist wurde mitten aus dem Leben gerissen. Im Dienst - wie viele Kolleginnen und Kollegen es auch gerade zur Stunde sind - im Einsatz für unsere Sicherheit", so Rehlinger.
Innenminister: "Es sind dunkle Tage für unser Land"
"Es sind dunkle Tage für unser Land", sagt Reinhold Jost. Ein junger Polizist und Familienvater. Auch er drückt der Familie des getöteten Polizisten sein Beileid aus. "Sein Tod erinnert uns schmerzlich daran, wie gefährlich die Arbeit von Polizistinnen und Polizisten sein kann", so Jost.





