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von noname am 25.09.2025 - 19:43 Uhr | melden
Hallo Ramonachen,
bald bin ich wieder in deiner alten Heimat. ich glaube es wird wie immer aus dem Bauchgefühl heraus sein wie nahe ich deinem Grab und deren der Kids kommen. Nun ja, wenn ich da andere Fälle sehe, da ist mir bis heute salopp die große Entfernung gelungen. Das ist wichtig zu sagen - man sollte sich nie zu etwas zwingen. Mir wäre eine direkte Nähe zu dem Gräber nicht gut. Keine Ahnung, warum es ist, halt so. Ja Gefühlsduselei würden einige sagen, doch was ist an Gefühle so schlecht?
Manchmal verstehe ich sogar die Leute, die dich und all das schlicht totschweigen und ausradieren. Man könnte sagen aus den Augen aus dem Sinn nur klappt diese Strategie nie. Außerdem finde ich sie unmenschlich. Klar der ganze Fall hat wahrlich grausige Züge doch sowas totzuschweigen bedeutet auch sich nicht mit der Sache befassen zu wollen. Als wenn es das nie gegeben hätte. Aber die reale Welt ist da anders und Realität ist ständig immer ewig und du kannst vor ihr nicht fortlaufen.
Schmunzle fortlaufen kann ich auch nicht mehr. Die alten Knochen und die vielen extreme Belastungen zeigen ihre Spuren. Nun das war mir immer klar. Der Tag wird kommen und er kam. Aber du kennst mich ich würde selbst heute mit den erheblichen Behinderungen sagen das ich dich immer noch locker auf die Matte lege. Typisch ich.
So liebe Ramona. Reisevorbereitungen laufen und bald geht es los. Etwas Erholung wird drin sein aber der große Teil bedeutet für mich meist harte Arbeit. Auch mit Behinderungen will kann und darf ich das. Es ist ok gehört dazu. Ich denke an dich, wenn ich den Gräber wieder nahe bin und wer weiß eines Tages stehe ich mal da.
Weißt du ich mag den schnellen Tod nicht, denn wohl ist das für die die sterben "angenehm", aber es bleibt kaum Zeit Tschüss zu sagen. Wir haben nie Tschüss gesagt. Nun ich hätte dir in den Hintern getreten, wenn du mir von absurder vorgehweise berichtet hättest. Wie soll ich das sagen - ich kann Freitod von menschen respektieren aber sich und anderen das Leben auszulöschen nee. Man könnte tatsächlich drüber streiten, was das jetzt in deinem Fall war, aber was würde die Diskussion jetzt nützen?
Es gab sehr wenige Fälle, wo ich salopp das freiwillige Gehen verstanden habe. In deinem Fall. Nee du. Klar man muss immer jeden Fall einzeln sehen darf es nie pauschal sehen. Hinzu kommt noch die eigene Einstellung und sag man einem Extremkrieger er soll aufgeben. Der lacht dich unter allen Umständen aus. Klar du warst keine Extreme aber das drum herum war extrem. So extrem, dass es dich und die Kids zu dem Weg in den eigenen Tod brachte. Über solche Dinge mache ich mir Gedanken, denn die liebe heile Welt ist von mit Extreme und viele Menschen kapitulieren. Es gibt Leute, die sagen sie seien "immun" dagegen doch genau die sind es die am ehesten Brechen. Da genügt eine Kleinigkeit und schon passiert es.
Es ist der Umgang miteinander der entgleist. Es geht in der ach so heilen Welt oft schlimmer zu als in einem ausgewachsenen Krieg und ich frage mich, gerade, wenn Friede ist, haben die Leute nicht aus Krieg gelernt?
So Ramonachen bevor es wieder ein zu langer Text wird belasse ich es mal bei den Zeilen schaue das ich alle Sachen einpacke (lach und garantiert vergesse ich wieder ein Teil). Auf bald und versprochen ... ich werde zu eurem Gräber kommen lasst mir nur die Zeit, die ich brauche. ... ich muss es dabei kommentieren passend zu deinem Fall: egal wie anonym und verborgen man Leute bestattet ich weiß die Gräber zu finden um ein Stück Menschlichkeit auszuleben.





