Ramona von Vogtareuth

Ramona
von Vogtareuth

29.11.1983
 
-
03.04.2020
Vogtareuth

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ZurückAus dem Kondolenzbuch: Mit dem Tod per du sein

von noname am 27.01.2026 - 12:09 Uhr | melden

Hallo Ramonachen,

klar es vergeht kein Tag wo ich mehr oder weniger mit Extreme zu tun habe und wir haben gerade mal 27 Tage vom neuen Jahr. Irgendwann habe ich aufgehört Tote oder die Anzahl der Extreme zu zählen. Tatsächlich (so die UN) geht man im meinem Fall davon aus das ich etwa 5 Mio. Toter er/überlebt habe. Wenn man dann noch salopp rein persönlich davon betroffen wird dann wird der Tod zu einer Art Freund.

Ich hatte nie Angst vor dem Tod auch wenn ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann was vor der Geburt oder nach dem Tod tatsächlich sein wird. Ich werde es schon erleben. Jetzt salopp im hohen Alter ist es verstehbar das man so rechnet welche Zeit einem an Leben noch bleibt. Nun ja den großen Teil Leben hätte ich demnach hinter mir. Manchmal fragt man sich wie man gerade diese Zeit verbringen will. Auch ich habe so meine Vorstellungen und sage mir dann oft hey wach auf das ist ein netter Traum aber nicht die reale Welt. Wahrscheinlich werde ich bis zum letzten Atemzug so einiges erleben. Klar niemand wünscht sich die unschönen Dinge aber sie werden mehr oder weniger dazu gehören. Es ist einfach so.

Mit dem Alter kommen dann die lieben Gebrechen. Gehört auch dazu. Die Kunst ist es damit umzugehen und das sind weniger manche Dauerschmerzen sondern eher was die liebe Gesellschaft mit dir macht. Schon seit längerer Zeit beschwert man sich in Sachen Rente und da geht es nicht nur um Geld. Viele Menschen sind einfach kaputt gearbeitet die können nicht mehr und dennoch wird vielen mehr abverlangt. Manchmal drohen steinige Wege bis zur Rente und ist die da langt das Geld wieder nicht ja und alles wird teurer und von Anpassung können höchstens Politiker in Sachen Diäten positiv reden.

Morgen ist Holocaust Gedenktag. Nie mehr so die Parole damals. Heute schüttelt man den Kopf denn das Versprechen wurde wohl nie eingehalten. Die Menschen haben Angst vor Krieg was ich mehr als verstehen kann doch manchmal war wirklich Krieg die einzige Option. Der Mensch hat total versagt und ganz nach den alten Urzeitmenschen heißt es dann Keule raus der Stärkere siegt. Irre das die Menschheit es nie wirklich weiter gebracht hat. Noch irrer war die Erfindung mancher Politik die doch wesentlich dazu beigetragen hat das es wieder und wieder Krieg gab.

Ich weiß nicht wieviel Krieg oder Extreme ich er/überlebt habe und sowas wünsche ich niemanden.

Ja und so Mitten im ach so tollen Frieden gibt es dann Fälle wie deinen.

Zumindest an den Ablauf kann ich bis heute nicht glauben weil einige angebliche Fakten wider jeder Wissenschaft stehen.

Damit befasst man sich dann auch obschon an der Anzahl der Toten würde sich egal wie es gewesen ist nichts ändern. Vorbei? Noch lange nicht. Du siehst ja wie das ist mit den auslöschen und dem vergessen. Oder der Schönrederei nach so Dingen. Es gab kein Mobbing bei der Bundespolizei. Also ich nenne das Fassade halten und Probleme nicht wirklich angehen und dann passiert es wieder und jeder fragt sich warum. Wie habe ich schon gesagt du und ich wir waren Bruder und Schwester im Kampf. Das schweißt extrem zusammen zumal wenn das alles mit drei Toten endet.

Das steckt man nicht einfach weg aber (!) man muss sehr auf sich aufpassen.

Ich habe extra ein (!) dahinter gemacht weil gerade hier werden viele Menschen sein die lesen und die selbst Verluste hatten und weder vorne noch hinten wissen wie es weiter gehen soll oder wie man damit umgehen soll. Es gibt gute und es gibt auch schlechte Hilfen. Oft kommt man leider an schlechte Hilfe was nicht bedeuten soll man solle die Suche nach guter Hilfe aufgeben. Die bekannten Notrufnummern sind meiner Meinung nach nicht immer die besten ersten Anlaufstellen aber wer Hilfe braucht der sei darauf verwiesen.

Nun ja wenn es so richtig Extrem wird landen viele bei mir. Meist ist vieles echt extrem. Da findest du weder Worte noch Wege da gilt überlebe oder sterbe. Bring mal einem Laien überleben bei und das in kurzer Zeit. Gibt s nicht? Doch jemand suchte mal Rat. Man habe Angst massiv beschossen zu werden und keine Hilfe zu finden - wie kann man das überleben? Der Fall ist wirklich so passiert und tatsächlich kam die Person in die Lage das man ihr eine Waffe an den Kopf legte und abdrückte. Die übliche erste Hilfeadressen versagten. Erst beim zweiten Anlauf kam die Rettung die im weiteren Verlauf auch an vielen Stellen versagte. Fazit: Stunden nach dem Schusswechsel rief mich die Person aus dem Krankenhaus an erklärte was passiert war und das sie dort auch noch bedroht werde. Wider Einsatz und erst nach Tagen beruhigte sich die Lage. Irgendwo im Krieg? Nein Mitten in Deutschland irgendwann so um die 1998.

Wenn ich etwas Recherche betreibe kann man sagen die Person hat den Kopfschuss überlebt ist aber mehr als weniger durch die nachfolgenden Dinge salopp übel untergegangen.

Jahre später dann du.

Ich musste etwas schmunzeln weil eigentlich wären wir eher Freund Feind Gemisch doch das wird oft so falsch gedacht. Ja Ramonachen wir waren Bruder und Schwester im Kampf und ich zähle die Kids mit dazu. Am Ende warst du und die Kids tot.

Es mag eigensinnig klingen aber aus dem ersten Fall wo ich plötzlich drei Tote hatte konnte ich lernen brachte hier viel ein. Wer nie gelernt hat damit umzugehen wird schnell ein Problem haben und ich bin überzeugt das Leute aus deinem Umfeld gerade jene die viel totschweigen große Probleme haben. Wie die Bundespolizei die sagt Mobbing habe es nicht gegeben.

Klar die Sache alleine also wenn du tatsächlich die Kinder und dich erschossen hast ist eine Sache die man nicht gerne beredet und lieber vergessen will doch egal wie es abgelaufen ist man sollte sich damit befassen. Sowas ist auch längst kein Einzelfall mehr doch totschweigen ist kein Ansatz dazu eine Lösung zu finden. Klar in deinem Fall gibt es keine Lösung mehr weil mein guter alter Freund tot die Sache geregelt hat. Dennoch sind gerade jetzt vielleicht Leute in ähnlichen Schwierigkeiten.

Wie wollen die da raus kommen?

Indem man anfängt sich gute Hilfe zu suchen womöglich dabei ausgerechnet auf mich kommt und zusammen versuchen wir Wege zu finden und dem guten Freund Tot etwas auf die Wartebank zu schieben. Ich weiß keine Antwort wie was werden wird doch egal wie Leben ist wichtig es gilt es um jeden Preis zu erhalten. Was menschlich ist sollte getan werden um leben zu erhalten zu bewahren zu schützen.

Manchmal gelingt es - manchmal nicht.

noname
Geschenk Am 08.04.2020 von Gedenkseiten.de angelegt.
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