Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Ramona von Vogtareuth. Veredeln Sie jetzt diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.
von No Name am 08.03.2026 - 09:45 Uhr | melden
ganz vorab möchte ich eines deutlich sagen - es ist egal, ob der Verlust eines geliebten Menschen eine Sekunde oder 100 Jahre her ist. Wenn du merkst , Probleme zu haben, dann kannst und solltest du dir gute Hilfe suchen. Insbesondere wenn du selbst von Mobbing betroffen bist - suche dir Hilfe, bringe die Dinge in die Öffentlichkeit und erstatte Anzeige.
Auch Ramona suchte Hilfe und fand gute und weniger gute Hilfe. Manchmal sind es auch sehr eigensinnige Hilfen, die du nutzen kannst. Ich nutze hier die Option, mich auf einer Gedenkseite im Bereich Kondolenz mitzuteilen. Das hilft mir und es scheint anderen Menschen etwas zu geben.
Nun zu anderen Sachen.
Mobbing und Co:
Im Web fand ich diesen beispielhaften Presse Beitrag. Keine Schlagzeile großer Medien, die meist noch damit Geld machen. Ein kleines Presseportal, das durchaus zeitkritisch seine Meinung zum Fall ausgedrückt hat und da war in erster Linie das Thema Mobbing. Ich kenne viele Menschen, die von Mobbing betroffen sind und ich bin erstaunt, wie lasch Deutschland dieses Thema behandelt. So kannte ich auch den Fall aus Winnende wo bis heute behauptet wird, es habe kein Mobbing gegeben. Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist das Finale. Aus nächster Näher wurde der Täter von einem üblichen Projektil einer Polizei Dienstwaffe in den Oberschenkel getroffen. Das sind schlicht gesagt höllische Schmerzen, die einen Menschen salopp in die Knie zwingen.
Aber der Täter stand. Dann richtete er die Waffe zielgenau gegen seinen Kopf und hat sich selbst erschossen.
Der Fakt, dass dieser Täter kerzengerade Stand bei der Verletzung und dem Hintergrund zeigt, was wohl in ihm vorgegangen sein muss. Ganz klar auch diese Tat, was er machen kann, darf nicht angehen und muss hart bestraft sein. Dennoch stand der Täter trotz all dem, was war. Dazu brauchst du mehr als nur Kraft. Da muss etwas in dir gewirkt haben, was dich noch auf den Beinen stehen lässt.
Was war bei dir Ramona?
Du hast deine Kinder geliebt und dein leben war so ganz ok. Doch da muss etwas gewesen sein, das dann dieses Finale brachte. Es muss ähnlich wie in Winnende etwas bewirkt haben, das schlimm ist, so schlimm das man seine Kinder und sich erschießt. Wir können es Mobbing nennen und unweigerlich erkennen wir die Gefahr, die hinter Mobbing steckt. Wer Mobbing betreibt, sollte hart bestraft werden. Das Thema sollte auch keinesfalls totgeschwiegen oder schön geschrieben werden. Es zu vertuschen ist der falsche Weg. Das dazu.
Verlust Trauer die Lücken:
Wir vermissen euch jeden Tag. Oh ja, dieses Gefühl kenne ich allzu gut. Auch ich habe geliebte Menschen verloren und lass es mich so sagen, wenn man wie Bruder und Schwester im Kampf ist, dann wird man bei Verlust gerade diese Lücke, diese Trauer haben.
Erst kürzlich war ich wieder in deiner Nähe. Ich weiß wo eure Gräber sind, ich kenne besondere Stellen, doch fast sechs Jahre später habe ich es noch nicht geschafft, den Stellen nahe zu kommen. Nun ja, mit etwas Schmunzeln kann ich dazu sagen, ich liege ganz in meinem üblichen Zeitplan. Versuche nie etwas zu erzwingen. Das gilt auch, wenn du Verluste verarbeitest. Lass dich nie von anderen negativ beeinflussen. Es gibt (leider) Hilfen, die dich manchmal dazu “zwingen” wollen, dann und dann diese Stellen zur Aufarbeitung aufzusuchen. Das sei eine gute Therapie. Ich sage, das ist irre und unerfahren.
Zunächst sollte man sich selbst erkennen. Wenn du diese Trauer diese Leere empfindest, ist es ein gutes Zeichen, denn du hast das Menschliche in dir bewahrt. Jetzt kommt nicht das große, sondern die große Kunst in diesen Sachen. Die große Kunst ist damit umgehen zu können. Es wird an dir nagen, jedoch wenn es dich zerfrisst, solltest du wie schon gesagt Hilfe suchen.
Oft hilft es auch sich in die Position der Toten zu versetzen.
Ein viel zitierter Satz ist "Was hätte wohl x gewollt, dass es dir gut geht und du weiter lebst oder dass es dich auffrisst und du kaputt gehst”. Wahrscheinlich werden die meisten zu Option A tendieren und in der Tat ist das die wohl einzig richtige Antwort. Stell dir vor, es erwischt dich. Du würdest doch auch wollen, dass es deinen Freunden nach deinem Tod gut geht. Dieses Zeugnis ist wie ein Beweis einer gesunden Freundschaft, einer Spur an Menschlichkeit.
Was kann man daraus machen? Ja du darfst trauern und weinen aber (das klingt jetzt hart) tu es mit einem Lächeln, denn genau das werden salopp gesagt die Toten sehen. Sie werden um deine Trauer wissen, aber sie brauchen sich keine Sorgen um dich zu machen. Du warst auch ihre Erinnerung. Das ist sehr beispielhaft, erfordert viel Kraft und Mut.
Das kennen bestimmt einige Hinterbliebene - selbst die erleben Mobbing, was uns wieder zum Thema Mobbing bringt. Ja, Menschen, die trauern, erleben auch Mobbing und um so wichtiger ist es, diese Unmenschlichkeit dieses Mobbing anzugehen.





