Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Ramona von Vogtareuth. Veredeln Sie jetzt diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.
von No Name am 24.03.2026 - 15:26 Uhr | melden
Am Tattag schrieb sie um Mitternacht ihrer Mutter: „Ich kann nicht mehr.“
Hätte sie mir geschrieben…
Vor fast sechs Jahren stand diese Frau vor mir.
Wenn ich gewusst oder auch nur geahnt hätte, was später geschehen würde, hätte ich alles versucht, es aufzuhalten.
Tage vorher schrieb sie mir:
„So ein Arsch, der hat mich nur benutzt.“
Ich fragte: „Wo bist du gerade?“
„Zu Hause“, kam die Antwort.
Ich schrieb: „Gut, ich komme zu dir.“
„Wo bist du denn?“
„Etwa 600 Kilometer nördlich.“
„Du spinnst… kommst du wirklich?“
„Ich bin schon auf dem Weg. Treffpunkt X – und denk an Kaffee.“
„Du bist verrückt… warum machst du das?“
„Weil es dir nicht gut geht.“
„Ich schlage mich schon durch.“
„Weiß ich… trotzdem komme ich. Weil du es mir wert bist.“
Dann kam von ihr:
„Wenigstens einer, der mich nicht benutzt.“
Ich antwortete:
„Du weißt doch… gemeinsam rein, gemeinsam raus.“
„Mach langsam… mir geht es gut. Danke, du Verrückter.“
Stunden später saßen wir zusammen, tranken Kaffee.
Alles schien in diesem Moment wieder etwas leichter.
Sie war wütend auf Menschen, die sie enttäuscht hatten – aber sie war da.
Zum Abschied ein Lächeln.
Und eine herzliche Umarmung.





