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Von Luke 28.11.2025 um 18:55 Uhr | melden
Hey Raven,
seit deinem Tod ist einige Zeit vergangen. Ich denke immer noch an dich.
Ich vermisse dich aber ich weiß, dass du nicht wolltest, dass ich leide. Ich verspreche dir, dass ich weitermache.
Ich gebe mein Bestes damit es mir gut geht.
In letzter Zeit war es mir nicht so gut gelungen, aber es wird besser.
Ich habe Hilfe angenommen und vor allem in erster Linie auf mich selbst gehört.
Diese Hilfe hat mir nicht sofort geholfen, aber so war es nun mal. In dieser Zeit hätte ich mir gewünscht, dass du da gewesen wärst, weil du mich immer verstanden hast.
Wiederum wusste ich, dass du deinen Weg gefunden und gegangen bist.
Ich musste meinen Weg noch finden. Ich habe ihn inzwischen gefunden jetzt muss ich ihn nur noch gehen.
Diese Mentalität habe ich wohl von dir und dafür bin ich dir unendlich dankbar, Raven. Du warst unendlich inspirierend und du hast dafür gesorgt, dass ich weitermache, auch wenn du es nicht mehr konntest und das tut mir unfassbar leid Aber ich weiß, dass ich nicht schuld bin und auch du keine Schuld trägst.
Es war dein Schicksal, was uns alle früher oder später ereilt.
Ich wollte dir schreiben, weil ich das Gefühl hatte, lange nicht mehr mit dir gesprochen zu haben und ich wollte dir von den Veränderungen meines Lebens erzählen.
Es ist in letzter Zeit viel Scheiße passiert aber ich bin dabei, alles wieder gerade zu biegen, mein Leben in geregelte Bahnen zu lenken und das gelingt mir bisher ganz gut.
Ich verdränge nicht mehr die Trauer und die Schuldgefühle, die ich hatte, nachdem du gegangen warst. Ich fühle sie und betäube sie nicht.
Ich nehme sie wahr, und anstatt mir zu schaden Wandel ich sie in positive Energie für mich und alle anderen, um.
Ich renne nicht mehr vor meinen Gefühlen oder vor meinen Bedürfnissen weg, sondern gehe mit meinen Gefühlen und meinen Wünschen für meine Zukunft.
Es fiel mir schwer, dich gehen zu lassen. Deswegen wollte ich dich so lange am Leben lassen in meinem Kopf, dass ich quasi die Zeit in meinem Inneren anhalten wollte, indem ich meine Gefühle nicht mehr wahrnehmen wollte.
Einige Zeit hat es geklappt aber irgendwann zerbricht man daran Und ich musste das erst spüren, um es zu realisieren und um dann etwas verändern zu wollen.
Man wollte mir helfen, aber ich wollte nicht, dass mir geholfen wird. Tief in mir hatte ich das Bedürfnis, mir selbst zu helfen aber wie du wahrscheinlich weißt, ist es nicht immer einfach und das Bedürfnis aufzugeben, manchmal stärker.
Es ist kein aufgeben in diesem Sinne, sondern eher ein Hilfeschrei, dass man keine Lösung mehr sieht, weil man schon so viele Wege ausprobiert hat, aber keiner zum Ziel geführt hat.
Raven, glaube mir, ich verstehe dich und ich respektiere deine Entscheidung nach wie vor.
Du bist ein unendlich starker Mensch und wirst es immer bleiben. Ich liebe dich Und werde dich niemals vergessen.
Ich verspreche es dir, aber jetzt erlaube ich es mir, um dich zu trauern und Gefühle zu empfinden, traurig zu sein, dass du nicht mehr da bist...
in Liebe
dein bester Freund Luke




