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von Mama und Paddy am 13.05.2013 - 06:40 Uhr | melden
Unser geliebter Robin, unser Schatz, unser Sonnenschein,
heute sind es 12 Wochen.....12 Wochen seit dem wir von Dir Abschied nehmen mussten
....und es wird immer schlimmer !! Selbst jetzt glauben wir es noch nicht....wir warten...,
warten auf Dich, dass Du wieder nach Hause kommst. Der Verstand zwingt uns immer wieder des "Wahrhabens", doch das Herz ist stärker! Wir wissen, dass es weitergehen muss, doch wir wissen auch, dass wir nicht gegen unsere Gefühle ankämpfen können!
Trauern ist wie die Besteigung eines hohen Berges... Wir stehen zunächst atemlos vor dieser Aufgabe, die uns so aussichtslos erscheint. Wie sollen wir auch nur die ersten Schritte tun? Wir haben kein Werkzeug, wir haben nichts als unsere Hände. Wir nehmen das, das am Nächsten liegt: Sand...und türmen ihn aufeinander --- sinnlos, er rinnt uns durch die Hände, der kleine Hügel, der entsteht, sinkt immer wieder in sich zusammen - ein Sinnbild für uns selbst. Nein, wir haben keinen Plan, niemand, der uns sagt, wie man den Berg der Trauer erklimmt. Wir haben nur das Wissen, dass Tausende in diesem Moment vor der gleichen Aufgabe stehen, dass Millionen diese Berge bezwungen haben.
Es gibt keine Baumeister, keine Architekten, nichts Allgemeingültiges und das, was wir lesen, was man uns sagt, was wir hören - es scheint uns so fremd, so weit weg von dem fassungslosen Schmerz in dem wir gefangen sind...
Robin, nachdem all unsere Sehnsucht schreit, kann seine Hand nicht ausstrecken, er ist nicht mehr da. Die helfenden Hände, die uns gereicht werden, sie können uns oftmals nicht tragen, viel zu schwer sind wir, viel zu groß ist das, was uns widerfahren ist... schwer zu ermessen, welche Aufgabe vor uns allen liegt.
Unsere Besteigung des Berges beginnt damit, Steine zu suchen: Kleine Steine, große Steine, runde und eckige - und wir gaben diesen Steinen Namen wie "Hoffnung" "Zuversicht" "Loyalität" "Liebe","Verbundenheit" "Treue" "Glauben" "Freundschaft" "Vertrauen". Der letzte Stein, den wir benannt haben, ist der Stein der "Zukunft".
Dann haben wir begonnen, einen Weg zu legen - Stein für Stein, Tag für Tag unter unseren Füßen und diese Steine tragen uns. Wir wissen nicht, was geschieht, wenn wir um die nächste Biegung des Berges kommen, was auf uns wartet - aber wir haben unsere Besteigung begonnen und wir setzten sie fort: Wir haben in der letzten Zeit erfahren, dass die Besteigung des Berges der Trauer ein ganzes Leben braucht! Oft wird uns ein Stein geschenkt: die Steine der "Anteilnahme" des "Mitgefühls" der "Empathie" - dies sind große Steine - und sie fügen sich in die unseren ein und ebnen manch kleine Strecke, die ohne sie viel mühsamer geworden wäre.
Jeder muss seine Steine suchen, benennen und mit ihnen seinen ganz individuellen Pfad bauen.
Danke für die Steine des " Mitgefühls" und des " Zeigens", denn sie tragen uns immer ein Stück weiter und für diese sind wir von ganzen Herzen dankbar.
Robin, wir lieben und vermissen Dich so sehr!
Deine Mama und Dein Bruder





