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von Nicole am 22.03.2026 - 19:42 Uhr | melden
Lieber Ronny!
Du fehlst hier!
DIE MINUTE, DIE STUNDE, DER TAG, DER MONAT, DAS JAHR….
NACH DEM TOD
Ist ein geliebter Mensch gestorben
wird an den ersten Tagen nach dem unbegreiflichen Tod,
jede Minute,
jede Stunde gezählt.
Ab der Todesminute beginnt eine neue Zeitrechnung.
Alles steht still
und draußen geht das Leben weiter.
Doch der Trauernde steht vor einem ungewollten Leben.
Das Sterben, der letzten Atemzug, der Todeszeitpunkt
eines geliebten Menschen ist ein unbegreiflicher,
schmerzvoller Augenblick, der alles verändert.
Dein geliebter Mensch ist nicht mehr hier.
Ein Abschied für immer.
Es ist ein Albtraum aus dem man hofft zu erwachen.
Doch es ist kein Traum, es ist die Wahrheit.
Die Tage, die Wochen vergehen,
abgegrenzt vom normalen Leben,
erleben Trauernde das Leben als fremd.
Stets im Bewusstsein ist die Stunde und Minute des Todes da.
Die Erinnerung an diesen Augenblickt der alles verändert
und dem lieben Menschen das Leben nahm.
Zutiefst verletzt, machtlos, hilflos und gnadenlos,
wird die Todesstunde durchlebt.
Es gibt kein Verstehen, kein Begreifen.
Nur ein funktionieren im Schock.
Der Tod des geliebten Menschen
beherrscht das gegenwärtige Leben.
Welche Gewalt hat diese Todesstunde?
Unerträglich ist das Ausmaß.
Es ist ein Schlag ins Herz, alles ist Schmerz ….
Und so vergeht ohne diesen geliebten Menschen….
ein Tag,
ein Woche,
ein Monat,
ein Jahr,
Aus dem Schock kommt langsam die Gewissheit.
Es ist wahr
„Du bist tot, wirklich tot“.
Es ist alles geschehen und du kommst nicht mehr.
NIE MEHR
Ohne jegliches Zeitgefühl vergeht Tag für Tag
und jeder neue Morgen beginnt
ohne den geliebten Menschen.
Dein erster Gedanke am Morgen,
der letzte am Abend ist.. OHNE DICH
Der Tag beginnt und endet mit der Trauer,
mit Schmerz und Sehnsucht.
Das Todesdatum ist immer gnadenlos präsent
und wird mit allen Trauergefühlen durchlebt.
Zuerst werden die Stunden gezählt,
dann die Tage,
dann die Monate,
dann die Jahre….
Alles ist verinnerlicht.
Wir nehmen wahr:
„So lange ist es schon her …
es war doch erst vor kurzer Zeit“ ,
seit der geliebte Mensch fehlt.
Alles ist…als wäre es gestern gewesen…
oder ….es ist schon so lange her,
als ich dich zum letzten Mal lebend sah,
Der Moment des Durchlebens verändert die Zeit.
Die Zeit heilt nicht den Schmerz,
doch sie lehrt uns mit dem Schmerz
jeden Tag weiter zu über-leben.
So vergehen die Monate, Jahre und das Sterbedatum,
die Minute, die Stunden hat an jedem Monat seine Bedeutung.
In Gedanken ist der Wochentag, die Stunden und Minute,
des Todes so eingeprägt,
dass ein Vergessen unmöglich erscheint.
Trauernde leben in einem veränderten Zeitgefühl,
ab dieser Minute des Todes.
Doch was bringt die Zeit?
Eine Veränderung der Trauer?
Irgendwann ein leichter zu nehmendes Zeitgefühl ?
Vergehen die Jahre,
werden die Monatsgedenken leichter durchlebt.
Sie werden wahrgenommen,
haben aber an Gewalt verloren.
Alles ist und bleibt in unserem Bewusstsein,
doch ist es nicht mehr so unsagbar schmerzvoll.
Nach Jahren wird die Trauer und die Erinnerung
an den Todeszeitpunkt des geliebten Menschen
in den Alltag integriert und sie rückt dabei immer wieder
in den Hintergrund.
Das Leben mit der Trauer,
beides wird gelebt.
Es gibt die Zeit der Trauer
und die Auszeit der Trauer,
den Alltag und das Leben.
Beides geht.
Es wird an jedem Monat an den Todestag gedacht,
doch er bringt nicht mehr, die tiefe Trauer.
Mit der Zeit stehen die Jahresgedenktage im Vordergrund.
Der Jahresgedenktag wird immer ein Tag sein,
der belastend und schwer empfunden wird.
Mit den Jahren werden Rituale entwickelt,
die helfen diesen Tag tröstlicher zu durchleben,
doch er ist der Tag an dem der Verstorbene
und die tiefe Trauer immer seinen Platz braucht.
Und niemals kann dieser Tag,
das Datum, die Stunde vergessen sein,
Denn dein geliebter Mensch fehlt.
Irgendwann da kommt der Tag,
an dem das Jahr,
doch nicht mehr die Wochen und auch der Monat
verinnerlicht sind.
Die Stunde und Minute haben sich verloren. …
Ronny ist knappe dreizehn Jahre tot.
Die Wochen und Stunden
weiß ich nicht mehr und das ist gut so.
Alles hat seine Zeit!
Es war für mich zu Beginn der Trauer undenkbar,
dass ich die Stunden,
die Tage nicht mehr zählen werde….
Und doch es ist so.
Die Zeit verändert sich und mit ihr die Trauer,
auch wenn ich mein Leben lang
um einen geliebten Menschen
trauern werde
und er an jedem neuen Morgen so sehr fehlen wird,
wird es mit den Jahren etwas leichter
dieses schwere Schicksal anzunehmen,
auszuhalten und zu ertragen.
© Beate Großmann
Liebe Angelika!
Wünsch euch einen angenehmen Sonntag‘
Liebe Grüße
Nicole





