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Von Kerstin Kleinschmidt 17.05.2024 um 00:02 Uhr | melden
noch eine Kerze von mir zum Abend. Ich finde es schön, wenn ein Lichter Meer für dich erstrahlt.
Heute war ich am Abend mit Sophie beim Spanier in Mariendorf. Ich habe draußen gesessen obwohl es ziemlich kalt war. Mit dir an meiner Seite wäre es nicht passiert, das ich im Dunkeln noch los ziehe nur um du weißt was ich sagen will.
Ich saß am Tisch und zum Nachtisch "musste" ich ein Stück Käse Kuchen bestellen. War sehr lecker, genießen konnte ich es dennoch nicht, denn du fehlst mir überall. Spontan habe ich daran gedacht, wie traurig es ist, den Kuchen nicht mit dir teilen zu können...
Überhaupt nie mehr etwas mit dir teilen zu können, obwohl du die ganze Zeit da bist aber eben anders als zuvor und das reicht mir nicht. Wie oft hast du zu mir gesagt, wie froh du bist mich kennen gelernt zu haben...Dann haben wir uns in den Armen gehalten und wir haben den Kopf auf die Schulter des anderen gelegt. Du hast auch gesagt wie dankbar du bist, das wir zusammen wohnen, obwohl wir uns da erst zwei Monate gekannt haben und ich bin sehr dankbar, dich als beste Freundin zu haben und ich würde so gerne weiter für dich da sein... Du hast gesagt, dass ich immer 24/7 für dich da bin. Für mich war das klar und es hätte ewig so weiter gehen können, dass wir für einander da sind. Du wurdest so plötzlich aus allem heraus gerissen. Du wolltest so gerne leben und deine Pläne verwirklichen. Es zerreißt mich, wenn ich daran denke, was durch die Ärzte alles schief gelaufen ist. Als du einmal bei mir übernachtet hast, hast du zu mir gesagt, vielleicht können wir beide besser schlafen, wenn wir Händchen halten. Später sind wir immer Hand in Hand eingeschlafen. Das fehlt mir so. Ich habe dir viele Stunden am Tag Reiki gegeben und dir den Rücken gestreichelt, du hast das so sehr geliebt. Alle unsere Rituale fehlen mir sehr. Einfach dein da sein. Ich kann die Worte von Lisa nur bestätigen. Wie gerne würde ich dich in den Armen halten und wenn ich nach Hause komme (was sich für mich seit dem du nicht mehr da bist, nicht mehr wie zuhause anfühlt) sagen hören hallo seit ihr wieder da und Sophie würde schwanzwedelt zu dir laufen, um hallo zu sagen. Sophie hat dich die erste Zeit immer gesucht, wenn ich die Tür auf gemacht habe. Auf dem Heimweg heute musste ich weinen, weil meine Gedanken immer zwischen dir und meinem Papa kreisten. Solange ich abgelenkt bin habe ich ein paar Augenblicke Ruhe vor den kreisenden Gedanken. Es gibt nur einen Unterschied zwischen dir und meinen Papa. Er wollte nicht kämpfen, hatte Schmerzen und sein Leben in Höhen und Tiefen gelebt. Er hat dich sehr gemocht und die Telefonate mit dir und die Grüße haben ihn immer erfreut. Er hat sich für uns beide gefreut. Du weißt... Du hast gesagt, mein Papa war ein Gentlemen vom Scheitel bis zur Sohle und als er starb hast du zweimal weinend in unserem Bett gesessen und mir gesagt, es ist als ob dein Vater noch einmal stirbt und das du so traurig bist. Ich habe zu dir gesagt ich mache nur für dich weiter. Ich lasse dich nicht alleine und dann haben wir unseren Umzug ins Umland geplant.
In Liebe für dich, meine liebste Freundin. Liebe hält für die Ewigkeit.
Und für dich mein liebster Papa. Eure traurige Kerstin.


