Selina Eibert

Selina
Eibert

26.06.1999
Erlangen
-
22.08.2004
Neuhaus

Stimmungsbild-Selina-Eibert-2
ZurückAus dem Kondolenzbuch: aus der kleine Prinz

von Mama am 22.01.2017 - 09:08 Uhr | melden

Der kleine Prinz, der vor vielen Jahren den Dichter Saint-Exupéry begleitete, kam Jahre später noch einmal zurück. Diesmal landete er am Rande eines Parks.

Direkt vor einem Haus, in dem ein Kind am offenen Fenster saß und hinausschaute, stieg er aus seinem Raumschiff, das wie eine riesige buntschillernde Seifenblase aussah.

„Hallo, kleines Mädchen“, rief er. „Siehst du, dass ich ein Mädchen bin?“, sagte sie, „das erkennt nicht jeder, weil ich doch keine Haare habe!“

„Ach“, sagte der ewig kleine Prinz ich kenne mich da nicht so aus, ich bin doch nicht von dieser Welt; ich komme von sehr weit her. Müssen hier die Mädchen Haare haben?“

„Ich hatte mal viele Haare, lange Haare“, sagte das Mädchen, „doch ich bin sehr krank, jetzt habe ich keine mehr.“

Mit einem Schwung hüpfte der Prinz durch das offene Fenster und setzte sich neben das Mädchen.

„Ich sitze hier gern und schaue hinaus“, sagte das Mädchen, „ich kann nicht mit den Kindern spielen, ich bin zu schwach.“

„Ich schaue auch gern,“ sagte der Prinz.

Sie schauten das muntere Treiben der Kinder auf dem Spielplatz. Sie schauten die Mütter und Väter, die ihre Kinder beim Spielen beobachteten. Sie schauten die alte Frau, die auf der Bank saß und ein Buch las. Sie schauten dem Mann nach, der eilig den Park durchquerte.

So saßen sie nebeneinander, der Prinz und das Mädchen. Schweigend schauten sie in den Park.

„Du“, sagte das Mädchen. „Ja“, sagte der Prinz.

„Glaubst du, dass Kinder Engel werden, wenn sie sterben?“

„Engel“ sagte der Prinz, „erzähl mir von Engeln!“

„Engel können fliegen; sie können hier sein und plötzlich ganz wo anders; sie sind sanft, sie trösten, sie beschützen. Manchmal sieht man sie, doch sie können auch unsichtbar sein“, erklärte das Mädchen.

„Diese Wesen kenne ich“, sagte der Prinz.

„Werden Kinder zu Engeln, wenn sie sterben?“, fragte das Mädchen.

Der Blick des Prinzen wanderte über die Menschen im Park. „Wer sonst“, sagte er, „wer sonst sollte zu einem Engeln werden, wenn nicht ein Kind!“

„Aber schau“, sagte das Mädchen, „der kleine Junge dort hinten, der zankt sich immer, jeden Tag; kannst du dir vorstellen, dass der ein Engel werden könnte?“

„Ein kleiner Bengel-Engel!“, sagte der Prinz. Das Mädchen lachte laut.

„Und dort“ rief sie, „das könnte der Engel sein, der nicht hören will.“ Beide lachten sie, das Mädchen und der Prinz.

Sie erkannten noch den widerspenstigen Engel, den kreischenden Engel, den rasenden Engel, den schüchternen Engel, den Unfugengel, den Schmuseengel und den Engel, der immer abseits stand.

Sie lachten und lachten, hatten viel Freude miteinander und vergaßen die Zeit.

„Was werde ich für ein Engel sein, was meinst du?“, fragte das Mädchen mitten in das Lachen hinein.

„Der lustige Engel mit dem ganz besonderen Lachen“, sagte der Prinz.

Sie schauten in den Park.

„Jetzt muss ich wieder weiter“, sagte der ewig kleine Prinz, „ich bin etwas traurig“, fügte er hinzu.

„Warum bist du traurig?“, fragte das Mädchen.

„Weil du so ein besonderes Wesen bist“, antwortete er, „mit einem Lachen, das mein Herz berührt. Wenn du nicht mehr hier bist, wird es ein sehr wertvolles, lustiges Kind weniger auf dieser Welt geben. Du wirst fehlen. Das macht mich traurig.“

„Dafür wird es einen Engel mehr geben“, flüsterte das Mädchen dem Prinzen zu.

„Ja“, sagte der Prinz, „das ist eine große Bereicherung für die Welt der Engel.

Sie schauten in den Park. Es war spät geworden. Die Sonne stand tief zwischen den Baumkronen. Die Kinder waren nach Hause gegangen. Die Parkbänke waren verlassen.

„Heute war ein ganz besonderer Tag“, sagte der Prinz, „ich habe viel über Kinder gelernt und über Engel; und ein Menschenkind hat sich tief in mein Herz gelacht“.

„Vergiss mich nicht!“, rief das Mädchen ihm nach.

„Wie könnte ich “, rief der Prinz zurück, „und wenn irgendwann ein solch wunderbares Lachen durch das weite Universum schallt, dann weiß ich, dass du da bist. Wie könnte ich dich vergessen, Engel!

Mama
Geschenk Am 16.09.2020 von Sibylle Kraft angelegt.
Geschenk Am 14.09.2020 angelegt.
Geschenk Am 27.08.2020 angelegt.
Geschenk Am 22.08.2020 von Karin mit Anja angelegt.
Geschenk Am 22.08.2020 von Kathrin ❤ angelegt.
Geschenk Am 22.08.2020 von Erika mit Annamaria im ❤ angelegt.
Geschenk Am 22.08.2020 angelegt.
Geschenk Am 22.08.2020 von Leonards Mama angelegt.
Geschenk Am 19.08.2020 angelegt.
Geschenk Am 19.08.2020 angelegt.
Geschenk Am 19.08.2020 von Kathrin ❤ angelegt.
Geschenk Am 25.08.2016 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 22.08.2016 von Andrea W. angelegt.
Geschenk Am 22.08.2016 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 26.06.2016 von Ramona angelegt.
Geschenk Am 13.12.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 08.09.2015 von Heidi angelegt.
Geschenk Am 12.07.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 29.06.2015 von Zum Geburtstag von Heidi angelegt.
Geschenk Am 16.12.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 08.09.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 26.06.2014 von Heidi angelegt.
Geschenk Am 26.03.2014 von Heidi Polster Erlangen angelegt.
Geschenk Am 06.03.2014 von Silke klingsiek angelegt.
Geschenk Am 13.01.2014 von Gudrun angelegt.
Geschenk Am 16.12.2013 von Gedenkseiten.de angelegt.
Geschenk platzieren Klicken Sie mit der linken Maustaste auf ein leeres Feld um an dieser Stelle ein Geschenk zu platzieren.
Geschenke anzeigen
Geschenk wählen
Wählen Sie ein Geschenk

Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Selina Eibert. Veredeln Sie jetzt für 2,99 Euro diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.