Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Steve McQueen. Veredeln Sie jetzt für 2,99 Euro diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.
von Gert Schulz am 17.11.2020 - 19:29 Uhr | melden
Motorsport
Wie seine Kollegen James Dean, Paul Newman und James Garner war McQueen begeisterter Motorsportler. 1964 war er Mitglied der US-amerikanischen Nationalmannschaft bei der 39. Internationalen Sechstagefahrt im Motorradgeländesport in Erfurt.[2] 1970 wurde er beim 12-Stunden-Rennen von Sebring auf einem Porsche 908/02 Zweiter, nicht zuletzt dank seines Teamkollegen Peter Revson und der Ausfälle vieler Konkurrenten.
Seine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1970 auf einem Porsche 917 zusammen mit Jackie Stewart wurde abgelehnt. McQueen durfte aber von einem Porsche 908 aus Rennszenen für den von ihm produzierten Film Le Mans drehen lassen. Der Film wurde aufgrund der mageren Handlung und der wenigen Dialoge kein Publikumserfolg. Er fand jedoch wegen seines dokumentarischen Charakters durch authentische Aufnahmen während des 24-Stunden-Rennens und dem Einsatz innovativer Filmtechnik unter Verzicht auf Spezialeffekte bei Motorsport-Fans große Beachtung.
Mit Bruce Brown produzierte er den Dokumentarfilm Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen über verschiedene Arten von Motorradsport in den USA. Darin ist er auch in einigen Rennszenen als Fahrer zu sehen. In dem 1968 erschienenen Bullitt saß McQueen bei der legendären zwölfminütigen Verfolgungsjagd in den Straßen von San Francisco über weite Teile selbst am Steuer eines Ford Mustang Fastback. Einige fahrerisch besonders anspruchsvolle Szenen wurden mit dem 2007 verstorbenen Stuntman Bud Ekins am Steuer gedreht.[3] Die Liebe zur Fliegerei begann im März 1979, 19 Monate vor seinem Tod. McQueen erwarb zu diesem Zeitpunkt eine gelbe Boeing-Stearman, einen alten Doppeldecker. Baujahr 1940, noch bevor er überhaupt eine Pilotenlizenz besaß. Nach dem Erwerb der Lizenz galt seine Leidenschaft alten Flugzeugen, er besaß auch eine alte Pitcairn, einen ehemaligen Doppeldecker der US-Briefpost.
Tod und Nachruhm
Während der Dreharbeiten zu Jeder Kopf hat seinen Preis wurde bei Steve McQueen Brustfellkrebs diagnostiziert. Er war starker Raucher und während seiner Zeit bei den US Marines längere Zeit asbesthaltigen Materialien auf Schiffen ausgesetzt.
Er wandte sich an den deutschen Alternativmediziner Josef Issels, bei dem später auch Bob Marley in Behandlung war. Die Therapie schlug jedoch nicht an. Auf der Suche nach Behandlungsmethoden reiste er nach Mexiko. In einer Klinik in Juárez verstarb er im Alter von 50 Jahren nach einer Operation an einem Herzinfarkt. Nach der Einäscherung wurde Steve McQueens Asche im Pazifik verstreut.[4]
Steve McQueen spielte häufig Einzelgänger, die ihren eigenen Regeln folgen, und bekam wegen seines lässig-lakonischen Darstellungsstils schon zu Lebzeiten den Spitznamen „Mr. Cool“. Er wird häufig als jemand betrachtet, der in Stil und Auftreten eine bestimmte Ära verkörperte, und gilt über seinen Tod hinaus als ikonische Figur der Populärkultur. Viele Jahre nach seinem Tod wurde beispielsweise ein TV-Spot produziert, der auf die berühmte Verfolgungsjagd aus dem Film Bullitt anspielt und in den Bilder McQueens einmontiert wurden.[5] Mehrere Popsongs nehmen direkt auf McQueen Bezug, die Musiker, zum Beispiel Sheryl Crow, geben ihrer Verehrung für den Schauspieler Ausdruck.[6]





