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Von Deiner Familie und Freunde 15.01.2025 um 03:35 Uhr | melden
Wir kommen niemand weiß, woher?
Sind Tropfen nur im Lebensmeer
Aus unerschöpftem Grunde.
Wir gehen – niemand weiß, wohin?
Bemüht um kargen Lohngewinn
In brüderlichem Bunde.
Aber quäle Dich, o Seele,
Nicht im Trüben Nie versiegen
Licht und Wärme, wenn wir lieben.
Du ewige Macht, die unbekannt
Die weite Welt so stark umspannt,
Daß keiner dir entrinne,
Du hältst auch uns im festen Ring;
Wer ist so arm, so gar gering,
Der nicht sein Teil gewinne?
Aus der Ferne Ewiger Sterne
Strömt von drüben Uns hernieder
Kraft zu leiden und zu lieben.
Wir schauen ins All der Wunderwelt,
Darein ein Traum wir sind gestellt,
Und wissen nicht zu deuten,
Vom Morgen- bis zum Abendrot,
Und bald kommt der Glöckner Tod,
Die Nachtruh einzuläuten.
Weh und Wonnen Rasch zerronnen,
Nichts geblieben, Als der Trost nur,
Dass wir lebten, um zu lieben.
- Paul von Heyse -



