Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Torsten Niemann. Veredeln Sie jetzt diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.
von Melanie Bölling am 17.03.2025 - 11:14 Uhr | melden
Lieber Torsten,
wie soll ich mich von dir verabschieden? Was kann ich sagen? Um Worte sonst nicht verlegen, fällt es mir hier schwer. Du reißt eine große Lücke auch bei uns im Team, die sich kaum wieder schließen lässt.
Kennengelernt haben wir uns schon vor der medac, bei Airbus. Das ist nun auch schon fast zwanzig Jahre her. Und seit weit mehr als zehn Jahren arbeiten wir schon im selben Team. Ich merke, dass ich hier im Präsenz schreibe, nicht in der Vergangenheit. Du bist einfach immer noch präsent.
Ich bin so froh, dich kennengelernt zu haben, ein entspannter, neugieriger und optimistischer Mensch, der so offen auf alles zugeht, manchmal geradezu beschwingt. Ich möchte aber auch die vielen kleinen Anekdoten in Erinnerung behalten, die ich mit dir verbinde: unser letztes Team-Kegeln, bei dem wir direkt gegeneinander gespielt und uns gegenseitig mit gespieltem Trash Talk angestachelt haben, die Krimistadtführung, auf der du mich ermorden durftest in einer oscarreifen Szene gegenüber der Laeiszhalle. Selbstverständlich gab es Szenenapplaus. Die vielen guten Gespräche bei einem Bier und gutem Essen über die bürokratischen Hürden bei der Ziegenhaltung oder die Frage, warum man das Oktoberfest doch mal aus einem anderen Blickwinkel besuchen sollte. Dein Sinn für Humor bei all den Themen blitzte immer durch. Auch die Frage "Wer bringt zum PD-Frühstück denn Zwiebel-Mett mit?" werde ich für immer mit dir verbinden. Überhaupt, die Fragen... Kein Teammeeting ohne den berühmten Satz "Ich hab es zwar nicht auf die Agenda gesetzt, aber ich habe noch eine Frage." Das alles wird mir sehr fehlen.
Es ist so schön, dass ich dich kennenlernen durfte. Ich werde dich sehr vermissen.
Liebe Julia,
ich kann mir nicht mal im Ansatz ausmalen, wie tief der Schmerz sitzt und wie viel Kraft du für dich und deine Kinder aufbringen muss.
Vielleicht kann es ein kleines bisschen tröstlich sein, wenn ich dir sagen, dass Torsten auch im Job sehr beliebt und wunderbar eingebunden war. Wer ihn gekannt hat, wird auch im Arbeitsumfeld bestätigen, dass Torsten ein freundlicher und zugewandter Mensch war mit einer großen Zuversicht gegenüber allen Problem, die sich stellten. Selbst das Arbeiten von zuhause aus, hat das nicht geändert.
Ich wünsche euch, dass ihr durchatmen könnt, dass ihr euch gegenseitig stützen könnt und aus daraus die Kraft schöpft, die ihr gerade so dringend braucht.
Alles Gute,
Melanie (Bölling)





