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Von Maren Krause 26.10.2020 um 17:23 Uhr | melden
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Es wandelt, was wir schauen,
Tag sinkt ins Abendrot,
Die Lust hat eignes Grauen,
Und alles hat den Tod.
Ins Leben schleicht das Leiden
Sich heimlich wie ein Dieb,
Wir alle müssen scheiden
Von allem, was uns lieb.
Was gäb es doch auf Erden,
Wer hielt den Jammer aus,
Wer möcht geboren werden,
Hieltst du nicht droben Haus!
Du bists, der, was wir bauen,
Mild über uns zerbricht,
Dass wir den Himmel schauen -
Darum so klag ich nicht.
Joseph von Eichendorff
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╠♥╣ Ich sah den Wald sich färben,
╠♥╣ Die Luft war grau und stumm;
╠♥╣ Mir war betrübt zum Sterben,
╠♥╣ Und wusst’ es kaum, warum.
╠♥╣
╠♥╣ Durchs Feld vom Herbstgestäude
╠♥╣ Hertrieb das dürre Laub;
╠♥╣ Da dacht’ ich: Deine Freude
╠♥╣ Ward so des Windes Raub.
╠♥╣
╠♥╣ Dein Lenz, der blütenvolle,
╠♥╣ Dein reicher Sommer schwand;
╠♥╣ An die gefrorne Scholle
╠♥╣ Bist du nun festgebannt.
╠♥╣
╠♥╣ Da plötzlich floss ein klares
╠♥╣ Getön in Lüften hoch:
╠♥╣ Ein Wandervogel war es,
╠♥╣ Der nach dem Süden zog.
╠♥╣
╠♥╣ Ach, wie der Schlag der Schwingen,
╠♥╣ Das Lied ins Ohr mir kam,
╠♥╣ Fühlt ich’s wie Trost mir dringen
╠♥╣ Zum Herzen wundersam.
╠♥╣
╠♥╣ Es mahnt’ aus heller Kehle
╠♥╣ Mich ja der flücht’ge Gast:
╠♥╣ Vergiss, o Menschenseele,
╠♥╣ Nicht, dass du Flügel hast!
╠♥╣
╠♥╣ Emanuel Geibel
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«´ ╠╣ab Dich lieb`»
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