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Von Mama 02.04.2018 um 21:10 Uhr | melden
danke, dass du uns so wundervoll behütet hast!
diese fahrt war quasi eine Wallfahrt für mich in die Vergangenheit, in die Zukunft und alles in allem mehr als hilfreich.
Ostern zu Hause, ging nicht, denn du wurdest getauft in der Osternacht, es hätte mich zu sehr aufgewühlt, anstatt zu helfen.
Ganz anders jetzt: die Auferstehungsfeier war auch nicht am Abend, sondern morgens um 5.
Eine wunderschöne Kirche und das allerallerbeste: mit einer kleinen Nische, in der eine wunderschöne Madonna stand und man sitzen konnte und dünne, lange Kerzen in den Sand davor gesteckt wurden.
Das hat mich so sehr berührt!
Zumal wir den Tag zuvor die heiligen Gräber besucht hatten, ein für mich neuer Brauch. Teilweise in einer Gruft/ Krypta, mit wunderschönen Lichtern beleuchtet und Blumen geschmückt. Allein das alles und die Kirchen an sich in München - ein einmaliges Erlebnis.
Dazu der Tod, der dem jungen Menschen den Lebensfaden durchschneidet, wie er es bei dir getan hat.
und dann im Seitenschiff des Doms:
Maria, wie sie ihren toten Sohn auf den Knien hat.
Der Ausdruck dieser Figur!
Genau das gleiche Gefühl, wie wir es alle haben! Ihr wart alle für uns ein Geschenk, etwas Besonderes und wir dachten, ihr hättet ein schönes Leben vor euch, lang und erfüllt und dann?
Maria wurde ja noch mehr versprochen! Garantiert hat sie nicht damit gerechnet, dass dann das Leben ihres Sohnes nur so kurz wären würde und so schrecklich enden.
Garantiert hat sie sich alles ganz anders vorgestellt und hat wie wir alle geglaubt, lange vor ihrem Kind zu sterben.
Und dann?
Wir wissen, wie sie sich gefühlt haben muss! Der Bildhauer wohl auch, denn ihr Gesichtsausdruck war aus dem Leben gegriffen.
Mir jedenfalls ging dabei das Herz auf, floss über, floss über die Augen hinaus.
Dann am nächsten Morgen Maria, allein und verklärt und stark und bereit unsere Gebete, Kerzen, Leid und Trauer anzunehmen oder abzunehmen und uns im gemeinsam erlebten zu trösten.
Dann die Dunkelheit, das Licht der Osterkerze, wie es immer mehr wird, wie wir unsere kleinen Kerzen anzünden und die Opferkerzen zu Maria in den Sand stecken.
Dann die Predigt war ebenfalls ansprechend. Wie sehr wir alle das Leben lieben, dass sogar Menschen, die Suizid beging, das Leben liebten, jedoch enttäuscht und verzweifelt waren. Ebenfalls alle anderen, durch was auch immer ihnen das Leben genommen wurde und dann?
Mit dem Tod ist es nicht zu Ende! Das glauben wir, wir haben einen Traum, so die Worte des Pfarrers.
Eine wunderbare Auferstehungsfeier, rundum passend. Wundervoll, ergreifend, tröstend und man kommt heraus und die Sonne ist aufgegangen. Wunderschön.
Wir waren noch auf dem Friedhof.
Dort in Markt Schwaben gibt es einen Sternenkinderbereich. Davon habe ich selbst erst vor Kurzem gehört.
Auch das hat mich sehr berührt, denn es ist egal, wie alt ihr geworden seid, es tut so weh, euch gehen zu lassen!
Bei der Hinfahrt hatten wir durchweg das herrlichste Wetter, dabei sollte es doch "durchwachsen" sein!
Bei der Rückfahrt sollte es richtig richtig schlecht werden, Schnee und Schauer und was nicht alles.
Dann kamen wir nicht so früh weg, wie wir wollten, weil 2 "Dornröschen" einfach einschliefen und ich selbst eine Reise in die Vergangenheit machte durch ein Gästebuch und Fotoalben!
Weitere Highlights und Wiederbegegnungen.
Ohja, wettermäßig sah es überhaupt nicht verlockend aus! Doch als wir schließlich wegkamen, war es fast, als würden wir dauernd vor dem miesen Wetter davonfahren, manchmal schien sich die schwarze Schlechtwetterfront regelrecht vor uns zu teilen. Es hat auch mal kurz geregnet oder die Straße war naß, beim Darüberfahren, aber 90% der Fahrt sah es zwar immer wieder mal drohend aus, aber faktisch ließ es sich gut fahren, von Staus abgesehen. Doch auch da hatten wir Glück, im Gegensatz zu der jeweiligen Gegenfahrbahn. Sowohl hinwärts als auch rückwarts war die andere Seite viel schlimmer betroffen!
Ich glaube, ich habe vieles dort unten gelassen und mitgenommen, dass eben zu viel nicht von uns beeinflusst werden kann und man daher eine gewisse Gelassenheit oder Gottvertrauen oder etwas in dieser Art braucht, sonst verzweifeln wir doch ständig und zwar völlig sinnlos, denn die Verzweiflung ändert nichts, macht nichts rückgängig und hilft kein bißchen weiter. Würde sie das tun, ja dann, dann könnten wir reichlich davon herankarren! Null problemo...
Wehe, wenn wir losgelassen und unserer Verzweiflung Raum geben können! Dagegen ist die Sintflut die reinste Pfütze!





