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Von Mama 18.05.2018 um 08:52 Uhr | melden
Gestern war ich den ganzen Tag unterwegs.
Trotzdem (deswegen) viel geweint um dich. Jedesmal, wenn ich die Rother Chaussee herunterkomme oder durch Sinn fahre, bist du gegenwärtig.
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Am liebsten würde ich dich dort suchen, wo du gelebt hast. So lange, bis ich dich finde.
Doch da kann ich lange suchen, jeden Stein umdrehen, hinter jede Ecke schauen, auf jede Mauer klettern, in der Erde wühlen, unter jeden Busch kriechen. Ich würde dich nicht finden.
Dort würde ich dich niemals finden.
Weil du nicht dort bist, auch wenn du in unseren Erinnerungen untrennbar verknüpft bist mit diesen Orten, sie haben sich verändert ohne dich.
Wir finden dich jedoch in unserem Kopf, wenn wir an dich denken.
In unseren Augen, wenn wir Orte oder Sachen sehen, die wir mit dir in Verbindung bringen.
In unseren Tränen, die wir um dich weinen.
In unserem Mund, wenn wir von dir sprechen.
In unseren Ohren, wenn jemand deinen Namen nennt.
In unseren Händen, wenn wir dein Grab versorgen und Dinge berühren, die dir gehört haben oder die du uns geschenkt hast.
In unseren Herzen, in denen du fest verankert bist.
In unseren Füßen, wenn wir zum Friedhof gehen.
Im Wind, der uns leicht berührt oder heftig um die Ohren pfeift.
Im Sonnenschein, der so gern auf dein Grab scheint, fast egal um welche Zeit wir hingehen.
In den Schmetterlingen, die uns erinnern, dass wir bisher nur dein Raupenstadium kennen - auch diese gibt es in außergewöhnlich und stattlich.
In den Blumen, die sich anstrengen, deine Ruhestätte zu verschönern mit ihren Farben und Formen.
In den Vögeln, die uns vielleicht die Wahrheit über den Tod vorsingen, doch wir sind nur zu beschränkt, es zu verstehen...
Astrid Gerbershagen





