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von Lutz Alexander am 07.02.2014 - 10:11 Uhr | melden
Du hast ein Recht auf Deine Trauer
Du darfst Dich Deinen Verlusten widmen,
musst nicht verdrängen, was Dich beschwert.
Du hast ein Recht, das abzutrauern, was Dich enttäuscht hat
und was Du nicht ändern kannst.
Du hast ein Recht auf Deine Tränen,
auf Dein Schweigen,
auf Deine Ratlosigkeit, auf Deine innere und äussere Abwesenheit.
Du musst nicht den Glücklichen spielen,
nicht über den Dingen stehen.
Du hast das Recht, die weg zu schicken, die Dich mit Gewalt aus Deiner Trauer herausholen wollen,
weil Deine Trauer sie selbst bedroht.
Du hast ein Recht auf Deine Trauerzeit - solange wie Du brauchst, um sie zu bewältigen.
Du hast das Recht, mit denen nicht reden zu wollen,
die Dir ein schlechtes Gewissen machen für Deine Dunkelheit und Deine Trauer,
die mit Sprüchen kommen und Dich mit diesen Sprüchen unter Druck zu setzen versuchen.
Du hast ein Recht auf Deine Trauerstille.
Du hast ein Recht, Dich zu wehren gegen die, die Dir sagen,
was Du fühlen darfst und was nicht,
die sich innerlich nicht mit Dir einlassen.
Vielleicht macht Dich nichts so menschlich, wie Deine Trauer!
Trauern zu können ist eine Gabe.
Lass Dir das Recht auf Deine Trauer nicht nehmen.
Du hast das Recht, Deine dunklen Stunden zu durchleben
und Dich nicht durch billige Sprüche aus ihnen heraus locken zu lassen.
Schon der Versuch ist eine Entwüdigung Deiner inneren Wirklichkeit.
Die Dunkelheit, die Abgründe und die Widersprüche gehören auch zu Dir.
Die Schatten geben Deinem Leben Tiefe und Menschlichkeit.
Wer Dich liebt respektiert und teilt auch diese Seite an Dir.
Manche geben Dir nicht das Recht auf diese Seite in Dir.
Sie erwarten, dass Du sie unterschlägst und das Glück vorspielst.
Vielleicht haben sie weniger Angst um Dich, als um sich selbst,
weil sie durch Dich an das Unoffene in sich selbst geraten.





