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Von Suse 11.09.2025 um 19:32 Uhr | melden
Nach dem Tagesgelb kommt das Abendrot
Ich leb’ weiter, du bist erst paar Tage tot
Ich sag’ mir: „Keine Panik, wenn es wieder mal zu hart ist
Dann funktionierst du auf Automatik
Die Lunge atmet, der Herzschlag ist
Langsam, aber da, dir passiert gar nix“
Versprech’ ich mir, aber glaub’ es selbst nicht
Dein Geruch überall hier im Haus hält sich
Nivea After Shave Balsam und Aramis
Durch meine Sonnenbrille sehe ich den Pfarrer nicht
Der die Predigt liest, wie dich Jesus liebt
Ein guter Katholik kommt ins Paradies
Der Priester, der dich nicht kannte, redet
Zehn Minuten Inhaltsangabe für ein Leben?!
Wie kann er das beschreiben, wer du warst?
Auch die Kinoleinwand wär zu klein als Format
Wer du für mich warst? Immer, wenn es wirklich schwer war
Hast du mich geholfen und warst sehr nah
Am anderen Ende der Welt am Telefonhörer
Und die größten Probleme war’n schon lösbar
Hattest das lauteste Lachen
Und warst so interessiert an tausenden Sachen
Du hast so viel gemacht und so viel geschafft
Und mich inspiriert, das auch mal zu machen
Rockefeller und [nasses?], Wildlederjacke
Ich komm’ nie raus aus deinem Schatten
Und warum überhaupt auch? Denn da bin ich nah
Wie Gaius Julius, er kam und er sah
Der Nebel schwebt überm Gartenteich
Da, wo du jetzt bist, sind die Karten weiß
Es schimmert etwas Licht in die Schwärze rein
Du musst einer der Sterne sein
Ich versuch’, das mit dir zu fassen
Es ist so schwer, alles richtig zu machen
Du gehst neben mir, im Licht und im Schatten
Irgendwie hast du mich nie verlassen





