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Annemarie Renger

Annemarie
Renger

07.10.1919
Leipzig
-
03.03.2008
Remagen-Oberwinter

stimmungsbild

Gedenkseite für Annemarie Renger

Die deutsche Politikerin Annemarie Renger wurde am 7. Oktober 1919 in Leipzig geboren. Als Mitglied der SPD war sie zwischen 1972 und 1976 Präsidentin des Deutschen Bundestages und ebenso war sie hier von 1976 bis 1990 als Vizepräsidentin tätig. Annemarie Renger galt lange Zeit als „Grand Dame“ der Deutschen Sozialdemokratie.

Annemarie Renger besuchte zunächst bis zum Jahre 1934 das Augusta-Lyzeum in Berlin. Da ihre Eltern jedoch Anhänger der SPD waren, wurde ihr hier das Stipendium entzogen, woraufhin sie notgedrungen eine kaufmännische Ausbildung in einem Verlag absolvierte, in dem sie nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre noch bis 1945 tätig war. Im Anschluss daran arbeitete sie als Sekretärin für den damaligen SPD Vorsitzenden Kurt Schumacher und war des Weiteren ab 1946 Büroleiterin des SPD-Parteivorstandes in Hannover und anschließend in Bonn.

Im Jahre 1953 wurde Annemarie Renger in den Deutschen Bundestag gewählt. Diesem gehörte sie bis 1990 durchgehend an.
Zwischen den Jahren 1969 und 1972 war die Politikerin dann als erste Frau überhaupt als Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion tätig und nach dem Wahlsieg der SPD wurde mit Annemarie Renger erstmalig auch eine Frau Präsidentin des Deutschen Bundestages.
Nachdem die CDU/CSU Fraktion 1976 wieder stärkste Partei wurde, löste sie Karl Carstens als Präsident ab und Renger selbst hatte anschließend 14 Jahre das Amt der Vizepräsidentin inne. Sie war während ihrer Zugehörigkeit zum Bundestag in zahlreichen Ausschüssen tätig und gehörte zudem auch dem Ältestenrat des Bundestages an.
Doch neben ihrem politischen Wirken engagierte sich Annemarie Renger ebenfalls sehr stark für soziale Zwecke. So war sie beispielsweise ab 1985 Präsidentin des Arbeiter-Samariter-Bundes und zwischen 1987 und 1998 auch Aufsichtsratsvorsitzende bei der Kinderhilfe von McDonalds. Zudem lag Renger seit jeher die deutsch-jüdische Versöhnung am Herzen, für deren Einsatz sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Im Jahre 1992 erhielt sie, zusammen mit Hildegard Hamm-Brücher, die sogenannte Buber-Rosenzweig-Medaille..

Von ihrer Zeit im Deutschen Bundestag gibt es zahlreiche Anekdoten. So wies sie beispielsweise 1980 den damaligen Vorsitzenden der jungen Sozialen Gerhard Schröder dezent auf das Fehlen seiner Krawatte hin. Allgemein legte sie in ihrem Leben einen großen Wert auf Stil und Anstand.
Annemarie Renger starb am 3. März 2008 in Remagen-Oberwinter.

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