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Gedenkkerzen
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Zwischen Verlust und liebe
Gibt es einen Raum,
Der sich nicht erklären lässt.
Dort bist du.
Und dort
Werde ich dich immer wieder finden.
Zwischen Verlust und liebe
Gibt es einen Raum,
Der sich nicht erklären lässt.
Dort bist du.
Und dort
Werde ich dich immer wieder finden.
In Momenten wie diesen.
Meine Frau schläft neben unserer Tochter, die heute 5 Monate alt geworden ist.
In Momenten wie diesen,
der Schnee wirft den Mond von unten zurück in den Himmel. Die Nacht ist zu hell für das, was sie in sich trägt.
In Momenten wie diesen,
wo mein Herz zittert, wenn ich an dich denke und mir die Tränen die Augen füllen.
In Momenten wie diesen,
wo Mila entscheidet, sich das erste Mal vom Bauch auf den Rücken zu drehen.
In Momenten wie diesen,
hält dein Sohn Meine Tochter im Arm.
Vorsichtig. Unsicher.
Genauso, wie ich ihn damals gehalten habe,
und mir wird klar,
wie sich Kreise schließt, ohne sich je zu wiederholen.
In Momenten wie diesen,
wo Mila an deinem Bild mit den Augen hängen bleibt und ich ihr sage, dass da, ist dein einzig wahrer Onkel.
In tausend Momenten wie diesen,
weiß ich, du bist da, auch wenn ich dich weder sehen noch hören kann.
Man könnte fast meinen, dass meine Seele dich spürt.
Doch in Momenten wie diesen,
weiß ich auch, dass du tot bist.
Ich weiß, dass ich deine Reaktion auf meine Tochter nie sehen werde.
Ich weiß, dass ich nicht erleben werde,
wie du sie ansiehst.
Ich weiß,
dass ich sie dir nicht in den Arm legen kann.
Dass es kein Foto geben wird.
Keinen Beweis.
Keinen Moment zum Festhalten.
Ich weiß das.
Und ich trage es.
So wie ich dich getragen habe.
Damals.
Und wie du mich trägst.
Jetzt.
Still.
Unsichtbar.
Echt.
Unvergessen.
Ich vermisse dich.
Nicht nur manchmal.
Nicht nur an bestimmten Tagen.
Sondern tief.
Ehrlich.
Immer.
Der Morgen graut, ich bin schon wach
Ich lieg im Bett und denke nach
Mein Herz ist voll, doch jemand fehlt
Ich hätt dir gern noch so viel erzählt
Traurig sein hat keinen Sinn
Die Sonne scheint auch weiterhin
Das ist ja grad die Schweinerei
Die Sonne scheint, als wäre nichts dabei
Es wird schon hell, ich fühl mich leer
(Alles ist anders als bisher)
Ich wünsche mir, dass es nicht so wär
(Alles ist anders als bisher)
Du stehst nie mehr vor meiner Tür
(Alles ist anders als bisher)
Die Sonne scheint, ich hasse sie dafür
Traurig sein hat keinen Sinn
Die Sonne scheint auch weiterhin
Das macht den Schmerz ja so brutal
Die Sonne scheint, als wär′s ihr egal
Und ob man schwitzt und ob man friert
Und ob man den Verstand verliert
Ob man allein im Dreck krepiert
Die Sonne scheint, als wäre nichts passiert
Es ist nicht wie im Film
Da stirbt der Held zum Schluss
Damit man nicht zu lange
Ohne ihn auskommen muss
Es ist nicht wie im Film
Man kann nicht einfach gehen
Man kann auch nicht zurückspulen
Um das Ende nicht zu sehen
Traurig sein hat keinen Sinn
Die Sonne scheint auch weiterhin
Das ist ja grad die Schweinerei
Die Sonne scheint, als wär nichts dabei
Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt
Und auch, wenn das jetzt kitschig klingt
Ich hab heut Nacht um dich geweint
Ich wünsch dir, dass die Sonne für dich scheint
Du warst 27.
Ich war 15.
Und ich hab geglaubt, dass dir nichts passieren kann.
Du warst unzerstörbar in meinen Augen.
Stark, groß, ruhig, männlich
ein Superheld aus Fleisch und Blut.
MEIN Großer Bruder.
Und dann kam dieser Tag.
2. Mai 2011, 14 Uhr.
Plötzlich still.
Plötzlich anders.
Plötzlich du... nicht mehr da.
Sechs Tonnen.
Ein Unfall.
Und ich wusste nicht mal,
wie man mit sowas atmet.
Ich hab deine Urne getragen,
aber es war viel mehr als das.
Ich hab das „Warum?“ mit mir geschleppt.
Das „Warum du?“
Das „Warum jetzt?“
Ich war noch ein Kind,
aber an dem Tag wurde ich alt.
Zu früh.
Zu schnell.
Zu allein.
Dein Sohn war fünf.
Ich hab in seine Augen gesehen
und gespürt, wie die Welt einfach auseinanderbricht.
Und doch hab ich versucht, stark zu sein.
Wie du es gewesen wärst.
Heute ist er 20.
Er Lebt,
Er Liebt,
Er Lacht,
Und Er weint.
Und ich, ich werde Vater.
Die kleine Mila ist unterwegs.
Sie wird dich nie Leben sehen.
Nie deine Art Mensch zu sein spüren.
Doch sie wird dich kennen.
Deinen Namen.
Deine Stimme.
Dein Lachen.
Ich werde ihr alles erzählen und zeigen.
Mit Stolz.
Mit Herz.
Benny...
Ich werde stark sein.
weil ich es immer bin,
weil du es warst
und ich dich in mir trage.
Ich rede oft mit dir.
Still.
Leise.
In Momenten, wie diesen, in denen niemand hinsieht.
Oder
wenn die Sonne den Himmel in ein brennendes Rot taucht,
und ich diesen einen Song höre,
während ich mit dem Auto den Berg hinauffahre und
Sehe wie in der Ferne ein kleiner Schwarm Vögel
über die Baumwipfel gleitet,
leicht, frei, fast schwerelos
und für einen Moment
ist alles ruhig in mir.
So ruhig, wie es früher einmal war.
Diese Bilder,
sie brennen sich in mich wie Erinnerungen,
die nie alt werden.
Wie Zeichen,
dass du da bist.
Irgendwo zwischen dem Wind,
dem Licht
und der Musik,
die mein Herz für einen Augenblick langsamer schlagen lässt.
Und in diesem Moment,
wenn die Straße sich dem Himmel nähert,
fühlt es sich an,
als wärst du nie weg gewesen.
Nur kurz vorausgegangen.
Du warst mein Fels.
Und als du fielst,
hat sich mein ganzes Fundament verschoben.
Ich frag mich oft,
ob du sehen kannst, wer ich geworden bin.
Ob du stolz wärst.
Ob du weißt, dass ich dich jeden Tag mit mir trage.
In jedem Schritt.
In jedem Kampf.
In allem, was ich bin.
Ben
Ich lebe nicht trotz deines Todes,
ich lebe wegen dir.
Weil du mir gezeigt hast,
wie schnell alles vorbei sein kann.
Und dass man nichts aufschieben darf.
Wenn mein letzter Tag kommt,
will ich sagen können:
Ich hab gelebt. Für dich. Für uns.
Für das, was du mir beigebracht hast, ohne Worte.
Ich vermisse dich.
Nicht nur manchmal.
Nicht nur an bestimmten Tagen.
Sondern tief.
Ehrlich.
Immer.
Und bis wir uns wiedersehen
trag ich dich.
Wie ich dich damals getragen habe.
Und wie du mich jetzt trägst.
Unsichtbar.
Aber echt.
In lauten und doch stillen Gedanken.
Über das Herz hinaus, in ewiger Liebe.
Dein ich, an mein Alles.
Ein helles Kerzenlicht in den Himmel zu dir. In unser aller Zuhause, in die Heimat der Seelen.
Mögest du in Gottesreich glücklich und zufrieden sein.
Eines Tages sehen wir uns wieder mein Freund
Ein kleines Licht, damit die Hoffnung auf ein Wiedersehen bleibt. Irgendwann.
Unbekannterweise möchte ich ein kleines Licht für Benjamin anzünden verbunden mit einem lieben Gedanken an ihn. Eine stille und herzliche Umarmung von Barbara
Geschichten die ich sammel, damit ich dir von ihnen erzählen kann wenn wir uns wiedersehen.
Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das ich dich sehen kann, wann immer ich will....
Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen hätten, dann würden wir hinaufsteigen und dich zurückholen


