Gedenkseite für Berta Droste
"Entreiss dich, Seele, nun
der Zeit, entreiss dich
deinen Sorgen, und mache
dich zum Flug bereit in den
ersehnten Morgen."
Hermann Hesse
Es ist nun schon sechs Wochen her, dass unsere liebe Mama, Schwiegermama, Oma und Urgroßoma
Berta Emilie Droste (genannt Betti)
geborene Opiolla
* 15.05.1933 in Grünfließ - in ehem. Ostpreußen
+ 24.04.2026 in Herten-Westerholt
von uns gegangen ist. Ihr Verlust wiegt schwer.
Unsere liebe Mama hat ihre Mutter verloren als sie ein Jahr alt war, sie wuchs dann alleine bei ihrem Vater und mit sieben Geschwistern auf einem Bauernhof in Ostpreußen auf. Die älteren Geschwister übernahmen früh sehr viel Verantwortung. Diese Jahre prägten sie sehr und es war diese Zeit, zu der sie ihre Erinnerungen bis zuletzt immer wieder und mit viel Liebe und Sehnsucht im Herzen zurückführten.
Nach der Flucht ihrer Familie aus Ostpreußen, sie war damals 12 Jahre alt, ihr Vater war in Kriegsgefangenschaft, die Kinder alleine mit einer Tante unterwegs, hat sie viele Jahrzehnte ihres Lebens in Gelsenkirchen-Buer gelebt, das ihr zur neuen Heimat geworden war. Was sie als Kind auf der Flucht erlebte hinterliess seelische Narben.
In Buer hat Mama wesentliche Jugendjahre verbracht, ist gerne mit Freundinnen zum Tanz gegangen, hat den Mann ihres Herzens geheiratet, mit ihm zwei Töchter bekommen und ihren Alltag gemeistert, immer hat sie auch erwerbstätig gearbeitet und so zum Lebensunterhat wesentlich und notwendig beigetragen.
Ihren Lebensmittelpunkt hatte sie im Kreis ihrer Familie, der zeitlebens ihre ganze Liebe und Fürsorge galt.. In Buer fühlte sie sich wohl und war der Stadt sehr eng verbunden. Sie liebte die Spaziergänge am Wochenende über Schloss Berge, den Hauptfriedhof und durch den Stadtwald. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie im Haus St. Martin in Herten-Westerholt, wo sie viele neue soziale Kontakte knüpfte, sie sich heimisch und gut aufgehoben fühlte und Menschen um sich hatte, die ihr freundlich und liebevoll begegneten und sie in diesem Lebensabschnitt einfühlsam begleiteten.
Möge ihre Seele nun ihren ersehnten Frieden gefunden haben in einer anderen Dimension.
Wir danken von Herzen für die erwiesene Anteilnahme und Begleitung in dieser schweren Zeit,
jede stumme Umarmung, jeden Händedruck und alle Zeichen der Liebe und Freundschaft.
Es war tröstend für uns zu wissen, dass wir in unserer Trauer nicht alleine waren.
Es hat uns sehr viel bedeutet, dass ihr/Sie diesen letzten Gang mit uns in irgendeiner Form gemeinsam gegangen seid/sind.
In stiller Dankbarkeit und Verbundenheit
Adelheid Droste und Michael Duchardt
Bettina und Wolfgang Engelter
mit Marco und Melina
Frankfurt am Main und Gelsenkirchen-Buer
Juni 2026






