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Carl Adam Petri

Carl Adam
Petri

12.07.1926
Leipzig
-
02.06.2010
Siegburg

stimmungsbild

Gedenkseite für Carl Adam Petri

Der weltweit renommierte Informatik-Professor und gebürtige Leipziger Carl Adam Petri ist am 2. Juli 2010 verstorben. Mit den nach ihm benannten Petri-Netzen erlangte der studierte Mathematiker akademischen Weltruhm. Dabei handelt es sich um eine Modellierungstechnik die es erlaubt, parallel ablaufende Prozesse in komplexen Systemen darzustellen und zu analysieren.

Petris Vater war promovierter Mathematiker und hat seinen Sohn in die Mathematik eingeführt und für die Naturwissenschaften begeistert. Zum 12. Geburtstag bekommt er aus der Konkursmasse einer Buchhandlung zwei dicke Lehrbücher der Chemie, die er durcharbeitet. Schon im Alter von 13 Jahren erfindet Petri die Petri-Netze mit ihren Grafiken und Regeln zum Beschreiben von chemischen Prozessen. Durch die Beziehungen seines Vaters hat Petri Zugang zur Zentralbibliothek in Leipzig. Dort versucht er sich an den (damals verbotenen) Werken von Einstein und Heisenberg. 1941 erzählt sein Vater ihm von Konrad Zuse und dessen Arbeit mit Rechenmaschinen. Petri beginnt darauf hin sich mit physikalischen Gesetzen zum Zwecke des Rechnens und der Automation zu beschäftigen. Er baut sich sogar einen kleinen Analogrechner.

1944 legt Petri sein Notabitur an der Thomasschule in Leipzig ab und wird kurz darauf zum Militär gezwungen. Er wird Flakhelfer der Luftwaffe und gerät in britische Gefangenschaft. Noch während der Gefangenschaft beschäftigt sich Petri mit den Unterschieden zwischen Analog- und Digital-Rechnen. Er gelangt zur Überzeugung, dass digitale Rechenmethoden vielseitiger und zuverlässiger sind. Nach dem Krieg bleibt er bis 1949 in England und arbeitet an Lösungen vermessungstechnischer Probleme (beispielsweise die Anlage konzentrischer Ellipsen auf hügeligem Gelände). Seine Überlegungen zu den Rechenmaschinen gibt er jedoch nicht auf.

1950 kommt Petri zurück nach Deutschland und beginnt ein Mathematikstudium an der Technischen Hochschule Hannover. Dort erhält er unter anderem ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Die sich gerade entwickelnde Informatik beschäftigt ihn weiter, denn 1955 besucht er ein Training bei IBM. Nachdem er 1956 sein Diplom der Mathematik abschließt wird er Wissenschaftlicher Assistent an der TH Hannover und später an der Bonner Universität. 1962 schließlich promoviert Petri zum Doktor der Naturwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Der Titel seiner Dissertation lautet "Kommunikation mit Automaten" und behandelt unter anderem simultane Modelle ("Petri-Netze").

Von 1963 richtet Petri das Rechenzentrum der Bonner Universität ein und leitet dieses bis 1968. Hier hat er die Möglichkeit weiter an seiner Netztheorie zu arbeiten, die zum Teil auch mit der Praxis des Rechenzentrums verbunden ist. 1968, nach der Gründung der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) baut er das Forschungsinstitut für Informationssysteme auf und führt dieses bis 1991. In dieser Zeit entstehen Kooperationen mit allen europäischen Ländern, den USA, Indien, Chile und China. Seit seiner Pensionierung 1991 baut er seine Ideen weiter aus und publiziert diese.

Carl Adam Petri wurde im Sommer am 12. Juli 1926 in Leipzig geboren und starb am 02. Juni 2010 mit 83 Jahren in Siegburg. Er wurde im Tierkreiszeichen Krebs geboren.

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