Theodora Doris Rolke

Theodora Doris
Rolke

04.06.1936
Essen
-
16.02.2024
Taufkirchen Vils

Stimmungsbild-Theodora Doris-Rolke-1

Gedenkseite für Theodora Doris Rolke

Theodora Doris Rolke starb am 16. Februar 2024 in Taufkirchen Vils.

In liebevoller Erinnerung an unsere Oma Ottibotti

Oma Ottibotti, geboren am 4. Juni 1936 in Essen, war eine außergewöhnliche Frau, die das Leben mit all seinen Facetten erlebte und prägte. Ihre Geschichte ist eine, die von Liebe, Arbeit, und dem Streben nach Wissen erzählt.

Als junge Frau begann sie bereits mit 14 Jahren, mit ihrem Ehemann, dem Opa, ihre Lebensreise zu teilen. Aus dieser Ehe gingen ein Sohn Rainer (geboren am 3. Oktober 1954) und eine Tochter Birgit (geboren am 8. April 1961) hervor. Richard, ihr Mann, arbeitete viele Jahre als Elektro-Ingenieur auf dem Pütt. Gemeinsam meisterten sie die Höhen und Tiefen des Lebens.

Oma Ottibotti hatte eine besondere Leidenschaft für Düfte und Kosmetik. Nach der 9. Klasse verließ sie die Schule ohne Abschluss, um Drogistin zu werden. In jener Zeit wurden Parfüms und ähnliche Produkte noch direkt in Flaschen gemischt und abgefüllt. Oma Ottibotti war eine fleißige Auszubildende, die sich mit Hingabe dieser Aufgabe widmete. Die roten Spülhände nach einem langen Arbeitstag waren ein Zeichen ihres Engagements.

Ein besonderes Ereignis sollte jedoch ihr Leben verändern. Als sie den Holzboden in der Drogerie lackieren sollte und dies zu Hause erzählte, holte ihr Vater sie aus der Drogerie ab und sagte, dass sie nicht zurückkehren würde. Doch Oma Ottibotti ließ sich nicht entmutigen. Sie nahm die Schule wieder auf und machte ihren Abschluss.

Später widmete sie sich der Familie und half bei der Verwandtschaft. Hemden wusch sie, oft mehr als 43 Stück, und später half sie bei Oma Else im Haushalt. Ihre Hände waren stets beschäftigt, ihre Liebe und Fürsorge unermüdlich.

Oma Ottibotti, eine starke und liebevolle Frau, die das Leben mit all seinen Herausforderungen meisterte. Ihr Weg führte sie von Essen nach Bochum, wo sie sich den Ruß der Kohleindustrie stellte. Die Kinder trugen diesen Ruß ins Haus, und das Aufhängen der Wäsche wurde zu einer koordinierten Kunst. Beim Ausblasen der Kohleschlote musste die frische Wäsche geschützt werden, und Oma Ottibotti jonglierte mit Pflichten und Liebe.

Später entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Häkeln. Angefangen bei einfachen Topflappen, führte ihr Geschick bis zur feinen Spitze. Als ihr Enkel Björn (geboren am 14. August 1978) das Licht der Welt erblickte, war ihr Leben vollkommen


Björn:
"Ich wurde liebevoll umsorgt und als Kleinkind im Wäschekorb geschaukelt. Sie spielte mit mir und nahm auch an manchem Rollenspiel teil. Noch in Bochum Gerthe sorgte Sie dafür, wenn es mir all zu langweilig war, das ich Anschluss an die Nachbarskinder fand.
Mein Opa (Richard) hat gerne mit mir Karten gespielt und baute mir sogar eine elektrische Eisenbahn, ich trauere heute noch das ich sie als Jugendlicher verkauft habe. Als Kind hatte ich Angst für dem Gas-Boiler weil der so fauchte wenn man ihn anmachte, aber immer wenn ich baden ging entzündete meine Oma ihn mit so einer Selbstverständlichkeit, das ich mir bald keine Sorgen mehr machte. Besonders gerne war ich bei ihr am Wohnwagen, ein fester Stellplatz mit einem Reiterhof, einem Spielplatz und viel Natur außen herum.

In dieser Zeit erlebte ich die wildesten Abenteuer und egal was ich anstellte, Oma war nie böse. Einmal sollte ich Eier holen und habe welche beim Kiosk gekauft, ich wollte sie schnell zur Oma bringen und stürzte auf dem Weg zu Wohnwagen. Alle Eier gingen zu Bruch und ich war verschmiert. Die Oma lachte nur und meinte wir holen halt neue. Hier machten wir auch die ersten Erfahrungen mit meinen vielen Allergien, immer wieder kam ich verquollen und mit Nesseln übersehen vom Spielen zurück, weil ich zu nah an den Pferden oder verstecken im Feld gespielt hatte. Dann wurde ich gebadet oder geduscht und mit meiner Teer-Salbe eingecremt.

Die Abende am Wohnwagen verbrachte ich gerne in den Armen vom Opa, der häufig links und rechts von sich Süßigkeiten und Knabberzeug hatte. Das war wunderbar, wir futterten uns beim Abendkrimi abwechselnd durch Süßes und Salziges, Lakritz durfte dabei nicht fehlen.

Als ich dann schon älter war, zog meine Großeltern von Bochum nach Ottmarsbocholt, bei Münster und so wurde aus Oma Gerthe, Oma Ottibotti."


In Ottmarsbocholt war sie Teil eines Handarbeitsclubs, liebevoll als der “Sockenclub” bekannt. Hier fand sie Gesellschaft und schuf wunderbare, feine Kreationen. Ihre Finger bewegten sich geschickt über die Nadeln, und aus Wolle entstanden Kunstwerke.

Später entdeckte sie das Turnen für sich. Anfangs begleitete ihr Mann Richard sie noch, doch seine Gesundheit ließ es bald nicht mehr zu. Dennoch blieb Oma Ottibotti aktiv und neugierig. Ein weiteres Hobby, das im Laufe der Zeit hinzukam, war der Seniorentanz. Dieser Tanz erfüllte sie mit Freude und Leidenschaft. Zwei Mal pro Woche tauchte sie in die Musik ein, tanzte mit Gleichgesinnten und genoss das Leben.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Birgit fuhr sie zu Tanzveranstaltungen und teilte ihre Begeisterung. Als Oma Ottibotti nach Bodenkirchen in Bayern zog, initiierte sie dort ebenfalls einen Seniorentanz. Mit Entschlossenheit und Herzblut setzte sie sich beim Bürgermeister für diese Idee ein. Und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – der Seniorentanz in Bodenkirchen wurde zu einem lebendigen Treffpunkt für Junggebliebene.

Im hohen Alter und bereits im Pflegeheim nahm sie immer noch an Tanzveranstaltungen teil. Obwohl das Häkeln motorisch nicht mehr möglich war, genoss sie weiterhin das Tanzen – sei es zum Schluss nur noch im Sitzen.

“Eine Oma wie dich, kann es nur einmal geben. Du hast das Leben erhellt, wie Kerzen. Es gab viel Licht in unseren Herzen.”

Geschenk Am 05.03.2024 von Tochter angelegt.
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