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Eric Rohmer

Eric
Rohmer

21.03.1920
Tulle
-
11.01.2010
Paris

stimmungsbild

Gedenkseite für Eric Rohmer

Eric Rohmer, der französische Filmemacher und Mitbegründer der Nouvelle Vague, ist tot. Der durch Werke wie "Die Marquise von O..." bekannt gewordene Regisseur starb am 11. Januar 2010 im Alter von 89 Jahren, teilte seine Produktionsgesellschaft in Paris mit. Er wäre am 21. März 90 Jahre alt geworden.

Rohmer gehörte zu den Gründungsvätern der sogenannten Nouvelle Vague, der "Neuen Welle", die sich in den 60er Jahren gegen die Konventionen erstarrter französischer Filme auflehnten und auf Autorenfilme setzten. Zu seinen jüngsten Werken gehören Filme wie "Herbstgeschichte" (1998) und "Triple Agent" (2004).

Der in Tulle im Zentralmassiv geborene Regisseur mit dem eigentlichen Namen Maurice Henri Joseph Schérer hat sich vor allem mit seinem in den 60er und Anfang der 70er Jahren entstandenen sechsteiligen Zyklus "Moralische Geschichten" einen Namen gemacht. Diese Serie von Filmen, zu denen "Meine Nacht mit Maud", "Claires Knie" und "Die Liebe am Nachmittag" zählen, gehört zu seinen größten cineastischen Leistungen. Sie zeichnen sich durch einen unverwechselbaren Ton, Anmut und Leichtigkeit aus.

Der Geisteswissenschaftler war zu Beginn seiner Karriere zunächst mit dem Roman "Elizabeth" als Schriftsteller hervorgetreten und kam dann über den Journalismus zum Film. Mit François Truffaut, Jean-Luc Godard, Claude Chabrol und Jacques Rivette gehörte er zu den Autoren der Filmzeitschrift "Les Cahiers du cinéma", deren Chefredakteur er anschließend wurde (1957-1963).

In der 2000 auch in Deutschland veröffentlichten Sammlung seiner wichtigsten theoretischen Texte ("Der Geschmack des Schönen") lieferte er einen Schlüssel zu seinem Gesamtwerk. "Die bisherigen Definitionen der Besonderheit des Films sind so bruchstückhaft, dass ich eine andere vorschlagen möchte: Die herausragendste Eigenschaft der Kamera ist es, den Augenblick zu fixieren. Dadurch, dass sie dem Einzigartigen erlaubt, sich unendlich reproduzieren zu lassen, verwandelt die Kamera das reine Ereignis in Kunst, die mindere Kunst in höhere Kunst", schrieb der mit Thérèse Barbet verheiratete Franzose. "Ich erkläre nichts, ich zeige etwas", sagte Rohmer einst.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen Rohmers gehören der Prix Max Ophüls, Silberne Bären der Berlinalen 1967 und 1983, ein Goldener Löwe auf der Biennale 1986 und der Goldene Löwe der Filmfestspiele Venedig 2001.

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