Guglielmo Marconi

Guglielmo
Marconi

25.03.1874
Marconi
-
20.07.1937
Rom

stimmungsbild

Gedenkseite für Guglielmo Marconi

Der italienische Forscher und Nobelpreisträger Guglielmo Marconi wurde am 25. April 1874 in Bologna geboren und bekam von seinem Elternhaus alle Voraussetzungen für eine große Karriere mit in die Wiege gelegt. Er genoss eine umfassende private Ausbildung u.a. in Bologna und Florenz und interessierte sich sehr früh für die physikalische und elektrische Wissenschaft. Seine Vorbilder waren unter anderem Heinrich Hertz und Alexander Stepanowitsch Popow, deren Arbeiten er verschlang und die schließlich den Grundstein legten für Marconis Forschungen, sein Leben als Unternehmer und als Vorreiter der drahtlosen Telekommunikation.

Schon als Jugendlicher wandelte Marconi auf den Pfaden der Forschung und spezialisierte sich auf die Elektrizität und die Schriften von Heinrich Hertz. So führte ihn sein Weg schnell zur drahtlosen Telegrafie. Gerüstet durch das gut situierte Elternhaus wurde es dem 20-jährigen möglich, innerhalb von nur zwei Jahren, von 1895 bis 1896 zu forschen, zu experimentieren und schließlich nach dem Vorbild Alexander Stepanowitsch Popows ein Gerät zur Aufspürung und Registrierung elektrischer Schwingungen zu entwickeln, welches er 1896, vor seinem Idol, patentieren ließ.
1897 gründete Marconi sein erstes Unternehmen, die „Marconis Wireless Telegraph Company Ltd.“ und begann damit, was man heute „Vernetzung“ nennt. Italien, Schweiz, England, Schottland, Neufundland, Massachusetts und Irland, nur einige Stationen, die dank Marconis unermüdlichem Forscherdrang über große Distanzen und Ozeane hinweg, kommunizieren konnten. Dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt wurde es möglich, dem englischen König Eduard VII Grüße zu senden und so verwunderte es nicht, dass das System der kabellosen Telegrafie schnell von der Kriegsmarine adaptiert wurde.

Gemeinsam mit dem deutschen Physiker und Elektrotechniker Ferdinand Braun verlieh man Guglielmo 1909 den Nobelpreis der Physik. Die Forscher brachten zu Ende, was Heinrich Hertz 1888 experimentell nachwies und nutzten elektromagnetische Strahlungen in der Nachrichtentechnik. Braun wurde späterhin zu Marconis stärkstem Konkurrenten im Kampf um das Weltmonopol der drahtlosen Nachrichtentechnik zur See. Seine Anerkennung als Wissenschaftler erhielt er zudem durch eine Reihe von Präsidentschaftsposten in angesehenen Wissenschaftsakademien.

Guglielmo Marconi war zweimal verheiratet, hatte vier Kinder und starb am 20. Juli 1937 in Rom. Er wurde 63 Jahre alt und noch heute wird weit über die Grenzen seines Schaffens hinaus, seine Errungenschaften in der drahtlosen Telekommunikation verehrt und seiner gedacht.

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